Rhein, Wein und harte Arbeit Alltag auf Deutschlands längstem Fluss

D 2017 (30 Min.)
  • Gesellschaft
  • Reportage
Zu Herbstbeginn ist die arbeitsreichste Phase im Weinberg. Jetzt gilt es, jeden Tag zu nutzen, die Trauben zu ernten. – Bild: ZDF und Sven Markmann
Zu Herbstbeginn ist die arbeitsreichste Phase im Weinberg. Jetzt gilt es, jeden Tag zu nutzen, die Trauben zu ernten.

Er ist „unser“ längster Strom: Über 800 Kilometer fließt der Rhein durch Deutschland. Weinberge und Burgen machen ihn zur Touristenattraktion, aber er ist auch bedeutender Handelsweg. Auf dem Rhein haben Menschen ihren Traumjob gefunden oder suchen als Urlauber Erholung und die berühmte Romantik. Ob Kreuzfahrer oder Binnenschiffer, Hafenarbeiter oder Fluss-Matrosen, Fischer oder Schwimmer – sie alle tummeln sich in ihrem Rheinrevier. Götz Kuhn ist seit 50 Jahren auf dem Fluss unterwegs. Er ist einer der letzten drei Rheinfischer im Vollerwerb.

Ein aussterbender Beruf, doch die Kuhns halten ihn weiter am Leben. Gemeinsam mit seinen Söhnen Lars und Hannes fährt Götz Kuhn jeden Morgen zum Fischfang auf den Strom, irgendwann wollen die Söhne den Betrieb übernehmen: Sie fischen vor allem Zander, Hecht, Barsch oder Wels, ihre Reviere sind die Alt-Arme des Rheins. Bis zu 300 Kilogramm Rheinfisch holen die Kuhns an guten Tagen aus dem Netz. Dennoch – mit seinem Fischerboot ist Kuhn mittlerweile ein echter Exot – und mit Rheinromantik hat sein Job wahrlich nicht viel gemein.

Die erleben die Kreuzfahrer im Mittelrheintal – zwischen Bingen und Bonn. Vorbei an romantischen Burgen und der sagenumwobenen Loreley verläuft das Flussbett durch den Rheingraben. Nicht umsonst zählt dieser Abschnitt zum UNESCO-Welterbe. An der Reling eines Flussdampfers genießt eine Touristenrunde um Anton Teckert die grandiose Aussicht. Gemeinsam mit seinen alten Studienfreunden hat der Hannoveraner eine mehrtägige Kreuzfahrt gebucht. Das Schiff bringt sie von Koblenz bis nach Rüdesheim.

Natürlich mit dem obligatorischen Besuch in der Drosselgasse. Nur wenige Rheinkilometer abwärts in Kaub sind Silke und Marion derweil auf dem Weg zu einem Abenteuer der ganz besonderen Art. Sie wollen den Rhein heute aus einer Perspektive kennenlernen, die kaum noch jemand erlebt: aus dem Wasser. Von dem mulmigen Gefühl zu Beginn lassen die beiden sich nicht abhalten. Zusammen mit etwa 20 anderen Teilnehmern der „Stromschwimmschule“ von Dirk Melzer wagen sie ein Bad im Strom. Abseits der Fahrrinne und gut bewacht von Rettungsschwimmern der DLRG lassen sie sich drei Kilometer von der Kraft des Rheins forttragen.

In Europa gibt es keinen Fluss, der wirtschaftlich intensiver genutzt wird als der Rhein. Weit über 150 Millionen Tonnen Güter werden pro Jahr über den Fluss transportiert. Einer der wichtigsten Umschlagplätze am Strom ist der Hafen in Duisburg, Europas größter Binnenhafen. Wir schauen hinter die Kulissen des Hafens, von dem täglich Waren in alle Welt verteilt werden – per Lkw, per Bahn. Und gerade der Binnenschifffahrt kommt ein wesentlicher Part zu: Hunderte Schiffe werden pro Tag gelöscht und mit neuer Ladung auf die Reise geschickt.

Auf einem von ihnen führt Svenja Bade Kommando. Mit 21 Jahren machte sie das große Rheinpatent, den Führerschein für Binnenschiffer, und ist seit einem Jahr Schiffsführerin auf der „MS Schwelger“. In einem männerdominierten Beruf oft nicht leicht, aber die junge Frau hat gelernt, sich zu behaupten. Trotz Zwei-Wochen-Schichten an Bord fernab der Heimat hat Svenja Bade ihren Traumberuf gefunden. (Text: ZDF)

Deutsche TV-Premiere 08.10.2017 ZDF

Sendetermine

Fr. 13.07.2018
13:25–13:55
13:25–
So. 03.06.2018
09:25–09:58
09:25–
So. 13.05.2018
09:00–09:30
09:00–
Fr. 05.01.2018
12:00–12:30
12:00–
Fr. 24.11.2017
18:00–18:30
18:00–
Mi. 11.10.2017
04:30–05:00
04:30–
So. 08.10.2017
18:00–18:30
18:00–

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