Räuber Kneißl

    D 2008 (114 Min.)
    • Historie
    • Drama
    Regisseur Markus H. Rosenmüller erklärt Thomas Schmauser (Dorfgendarm Förtsch, mit gezogenem Säbel) die nächste Einstellung. – Bild: BR/​Meike Birck
    Regisseur Markus H. Rosenmüller erklärt Thomas Schmauser (Dorfgendarm Förtsch, mit gezogenem Säbel) die nächste Einstellung.

    Bayern, um 1900: Das Schicksal des legendären Räubers Kneißl erhitzt die Gemüter. Unschuldig verurteilt und aus Armut zum Verbrechen gezwungen, rebelliert er listig gegen die Staatsmacht. Während die Obrigkeit verbissen Jagd auf den vermeintlichen Schwerverbrecher macht, verehrt die einfache Bevölkerung ihn als Rebellen und Volkshelden. Schließlich beschließt Kneißl, mit seiner großen Liebe Mathilde nach Amerika auszuwandern. Zuvor will er jedoch einen letzten Einbruch begehen. Schon die Eltern des später als Räuber Kneißl legendär gewordenen Mathias Kneißl sind der Obrigkeit ein Dorn im Auge. Theresia und Mathias Kneißl sen. rauben und wildern, um die Familie zu ernähren – sehr zum Unbill der Gendarmen. Auch der junge Mathias und sein Bruder Alois gehen auf die verbotene Pirsch.
    Doch ein missglückter Einbruch wird der Familie Kneißl schließlich zum Verhängnis. Der Vater wird bei der Festnahme zu Tode geprügelt, die Mutter wird zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Wutentbrannt legt sich der 15-jährige Alois daraufhin mit den Gendarmen an. Und so kommen auch er und sein unschuldiger Bruder Mathias für sechs Jahre hinter Gitter, wo Alois schließlich stirbt. Trotz Alois’ Tod und des Unrechts, das ihm zugestoßen ist, ist Mathias fest entschlossen, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Nach seiner Entlassung lernt er Mathilde kennen, seine große Liebe. Mit ihr will er nach Amerika auswandern, in die Freiheit, fern der Gängelei der Behörden. Als der junge Mann das Geld für die Überfahrt nicht aufbringen kann, trifft er die Entscheidung, einen letzten Einbruch zu begehen – mit tragischen Folgen.
    Noch heute gilt Mathias Kneißl (1875–1902) in der kollektiven Erinnerung Bayerns als Volksheld. Zu Lebzeiten war er der meistgesuchte Verbrecher Bayerns und selbst Prinzregent Luitpold ließ sich täglich über die Jagd nach dem Gesetzesbrecher Bericht erstatten. Immer wieder hat Kneißls Geschichte die bayerischen Künstler beschäftigt: Sein Leben wurde in Volksliedern und Moritaten nacherzählt, in Balladen besungen, unter dem Titel „Mathias Kneißl“ von Reinhard Hauff 1970 verfilmt und in verschiedenen Theaterstücken behandelt. Etliche Biografien, etwa von Marlene Reidel („Der Räuber Kneißl“), Wilhelm L. Kristl („Das traurige und stolze Leben des Mathias Kneißl“) und Manfred Böckl („Der Raubschütz von der Schachermühle“), beleuchteten sein Leben und seine Taten.
    In seiner als BR-Koproduktion entstandenen Spielfilmversion setzt der bayerische Filmemacher Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt, ist länger tot“) auf eine rasante Inszenierung, opulente Bilder und eine bewegende Liebesgeschichte. „Akribische und liebevolle Details… . (Eine) ungewöhnliche Mischung aus Western und Heimatfilm…, bei der sich tragische, grausame und heitere Momente abwechseln“. (Münchner Merkur) (Text: BR Fernsehen)

    Deutsche TV-Premiere19.12.2009Bayerisches FernsehenDeutscher Kinostart21.08.2008

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    So 20.12.2009
    00:50–02:40
    00:50–
    Sa 19.12.2009
    20:15–22:05
    20:15–

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