Naturwunderwerk Wald Die faszinierenden Überlebensstrategien der Bäume

D 2026 (15 Min.)
  • Dokumentation
  • Natur
Eichen sind erst mit etwa 100 Jahren erwachsen. Sie bieten mehr als 600 Jahre lang Lebensraum und Nahrung für Tiere. Bzw. Bäume versenden Botschaften: Lautlos, unsichtbar und in einer geheimnisvollen Sprache. – Bild: 3sat
Eichen sind erst mit etwa 100 Jahren erwachsen. Sie bieten mehr als 600 Jahre lang Lebensraum und Nahrung für Tiere. Bzw. Bäume versenden Botschaften: Lautlos, unsichtbar und in einer geheimnisvollen Sprache.

Bäume sind fest verwurzelt und müssen an ihrem Standort Kälte, Hitze und Fressfeinden trotzen. Wie sie dennoch seit Millionen von Jahren überleben konnten, zeigt diese Dokumentation. Forschende aus den Bereichen Ökologie, Biologie und Forstwirtschaft erläutern, wie Bäume einander unterstützen und sogar miteinander kommunizieren. Der gebürtige Brite Douglas Godbold ist Waldökologe an der Universität für Bodenkultur in Wien. „Pflanzen sind viel sozialer, als man denkt“, erklärt er. „Alle Waldbäume leben in Symbiose mit Pilzen. Wenn man eine Baumwurzel aus der Erde nimmt, wird man an den feinen Wurzelenden Verfärbungen sehen.

Das ist der Pilz. Und genau dieser Pilz bildet ein riesiges unterirdisches Netzwerk. Bei jedem Schritt steigst du auf das ‚Wood-Wide-Web‘. Es verlinkt die Bäume.“ Pilze und Bäume gehen lebenslange Partnerschaften ein, von denen beide Seiten profitieren. Nicht nur Nährstoffe werden ausgetauscht, sondern auch Botschaften. Darüber hinaus können Bäume nicht nur über „Pilzleitungen“ miteinander kommunizieren, sondern auch über den Luftweg: Blätter und Rinden geben Duftstoffe ab, die durch die Luft schweben und mit dem Wind von Baum zu Baum geweht werden.

Zu ihrer Verteidigung können die Pflanzen dann Giftstoffe produzieren, um sich zum Beispiel besser vor Blattläusen zu schützen. Noch faszinierender ist, dass auch andere Organismen die Duftbotenstoffe verstehen können – etwa Raubinsekten, die dann die Blattläuse parasitieren und damit den befallenen Pflanzen helfen. „Zum Beispiel Schlupfwespen, die eine Pflanze erkennen, die unter Stress steht“, erläutert der Botaniker Peter Hietz, der ebenfalls an der Universität für Bodenkultur arbeitet. „Sie fliegen dann dorthin und finden ihre Beute und der Blattlausbefall wird reduziert.“ (Text: 3sat)

Deutsche TV-Premiere 09.08.2026 3sat

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Sendetermine

So. 09.08.2026
12:47–13:00
12:47–

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