Moritz Schreber: Vom Kinderschreck zum Gartenpaten

    D 2007
    Biografie / Dokumentation (45 Min.)
     – Bild: MDR/​MDR/​Karsten Trepte

    Bis heute ist der Name Schreber ein Synonym für den Kleingarten am Rande der Stadt. Seit über einem Jahrhundert gehört der „Schrebergarten“ ebenso zum Alltagsvokabular wie der Diesel- oder der Ottomotor. Doch während Rudolf Diesel und August Otto tatsächlich jene Maschinen erfunden haben, besitzt der Leipziger Arzt Daniel Gottlob Schreber an der Kleingartenidylle, die seinen Namen trägt, kaum einen Anteil. Schreber erntete postum den Ruhm für eine Massenbewegung, die er bestenfalls inspirierte. Sein eigentliches Streben galt nicht wohlgeformten Radieschen und leuchtenden Kletterrosen. Schreber wollte den ‚neuen Menschen‘, an Körper und Geist gesund, tugendhaft, sauber und strebsam. Der Aufklärung verpflichtet und vom Fortschrittsglauben beseelt, glaubte Schreber an die absolute Formbarkeit des Menschen durch Erziehung. Doch leider ist der selbsternannte Volksaufklärer mit seinem Projekt „Idealmensch“ bereits in der eigenen Familie kläglich gescheitert. Sein ältester Sohn Gustav schießt sich in einem Anflug von Melancholie eine Kugel in den Kopf, dessen jüngerer Bruder Paul fällt dem Wahnsinn anheim. Doch ist das traurige Ende der Schreber-Söhne tatsächlich das Resultat der rigiden väterlichen Erziehung? Der Film geht diesen Fragen nach, beleuchtet Leben und Streben des Arztes und Privatmannes Schreber. (Text: Tagesschau24)

    Deutsche TV-Premiere30.03.2008hr-Fernsehen

    Sendetermine

    Mo 05.04.2021
    01:22–02:05
    01:22–
    So 04.04.2021
    20:15–21:00
    20:15–
    Sa 27.07.2013
    20:15–21:00
    20:15–
    So 28.09.2008
    22:00–22:45
    22:00–
    So 30.03.2008
    11:15–12:00
    11:15–

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