Mit dem Boot elbaufwärts Von Hamburg nach Lübeck – über Fluss und Kanal

D 2026 (90 Min.)
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Lüneburg an der Ilmenau – Salz und Schiffer machten die Stadt reich. – Bild: NDR
Lüneburg an der Ilmenau – Salz und Schiffer machten die Stadt reich.

Ben und Nic, zwei Freunde aus Norddeutschland, erkunden ihre Heimat neu: vom Wasser aus. Mit einem Motorboot geht es von Hamburg aus elbaufwärts. Obwohl sie hier aufgewachsen sind, staunen die beiden, wie viel überraschende Geschichten es zu entdecken gibt. Die Elbregion bietet einzigartige Natur, verblüffenden Erfindergeist und beeindruckende Rekorde. Die Elbe – der größte Strom des Nordens. Der Fluss prägt die Region und das Leben der Menschen. Sogar noch bis Geesthacht, 140 Flusskilometer landein, fließt die Elbe im ständigen Wechsel von Ebbe und Flut.

So gibt es dort fruchtbare Marschen gleich neben echten Sandstränden und wortwörtlich urwüchsiger Natur. Da wären zum Beispiel die Flussperlmuscheln: Älter als die Dinosaurier gehören sie zu den Ureinwohnern vieler Nebenflüsse, die durch die Lüneburger Heide ziehen. In der Elbmarsch sind die Nutrias zur Plage geworden, eine Aufgabe für die Jäger, die sich auch mit großem Einsatz um Rettung von Rehkitzen in den hohen Wiesen kümmern. Wo einst Industrie und Frachten den Hafen prägten, haben sich heute moderne Quartiere und Start-ups angesiedelt.

Besonders im Harburger Hafen hat sich eine lebendige Szene entwickelt – viele Künstler*innen leben und arbeiten hier auf ihren Booten. Die Band Tüdelband etwa produziert ihren modernen Platt-Pop direkt im Hafenviertel. Wenige wissen, dass Alfred Nobel das Dynamit auf der Elbe vor Geesthacht erfunden hat. Und noch heute haben weltweit führende Wissenschaftler in Energie- und Umweltfragen hier in der Region ihre Forschungszentren.

Das AKW Krümmel hingegen, gleich nebenan auf dem alten Nobel-Gelände, ist ein gespenstisches Industriedenkmal und wird gerade zurückgebaut. Auch für den Aufschwung der Hanse war die Elbe entscheidend. Über Ilmenau und Elbe kam das Salz aus Lüneburg nach Lübeck – mit Zwischenstopp in Lauenburg. Der damals bedeutende Schiffer- und Werftenort ist heute Heimathafen für einen der letzten vier kohlebefeuerten Raddampfer der Welt. In Lauenburg zweigt nordwärts der Elbe-Lübeck-Kanal ab, Nachfolger des Stecknitzkanals, der 500 Jahre lang der Schifffahrtsweg vom Binnenland nach Lübeck war – zur „Königin der Hanse“.

Unterwegs dorthin liegt der kleine Kurort Mölln, wo Till Eulenspiegel seine letzten Streiche spielte. Und am nahen Ratzeburger See nahm die Ruder-Legende vom Deutschland-Achter ihren Anfang. Das Ziel der Reise ist Lübeck, die Hansestadt nahe der Ostsee. Ihr Rathaus war Hauptsitz und Schaltzentrale der Hanse. Heute gilt es als historisches Wahrzeichen der Altstadt, UNESCO-Weltkulturerbe. (Text: NDR)

Deutsche TV-Premiere 23.08.2026 NDR

Sendetermine

Sa. 29.08.2026
14:00–15:30
14:00–
So. 23.08.2026
20:15–21:45
20:15–

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