Leyla – Eine kurdische Bürgermeisterin in der Türkei

D 2020 (60 Min.)
  • Dokumentation
Cizre – Bei einer Demo von Cizre bis nach Diyarbakir, Mädchen schwingt kurdische Flagge. – Bild: HR/​SWR/​Carina Neubohn/​essence-film
Cizre – Bei einer Demo von Cizre bis nach Diyarbakir, Mädchen schwingt kurdische Flagge.

Leyla, eine junge Frau aus Deutschland, wurde 2014 mit 26 Jahren zur Bürgermeisterin ihrer Heimatstadt Cizre gewählt und war damit die jüngste Bürgermeisterin der Türkei. Sie gewann mit einem Rekordsieg von 81 Prozent. Cizre liegt mitten im Krisengebiet an der syrisch-irakischen Grenze, die Bewohner sind größtenteils Kurden. Im Alter von fünf Jahren wurde Leylas Vater, ein kurdischer Freiheitskämpfer, bei einem Gefecht mit dem türkischen Militär getötet. Leyla wurde zu ihrer Tante in Norddeutschland geschickt. Dort wuchs sie getrennt von ihrer Mutter und ihren Geschwistern auf. Von Heimweh getrieben, kehrt Leyla nach über zwanzig Jahren in Deutschland als Bürgermeisterin nach Cizre zurück.

Ihr Ziel ist, das Leben in der vom Bürgerkrieg zerstörten Stadt zu verbessern. Doch dann kommt alles anders: Die Parlamentswahlen in der Türkei stehen an, und die Situation vor Ort spitzt sich radikal zu. Die traumatischen Erlebnisse aus ihrer Kindheit holen Leyla ein. Sie muss sich erneut entscheiden: Bleibt sie in ihrer krisengeschüttelten Heimatstadt, oder kehrt sie nach Deutschland zurück? „Leyla – Eine kurdische Bürgermeisterin in der Türkei“: ein Dokumentarfilm über eine ungewöhnliche junge Frau, die eine mutige Entscheidung getroffen hat. Er gibt einen spannenden Einblick in den kurdisch-türkischen Konflikt. (Text: hr-fernsehen)

Deutsche TV-Premiere01.03.2020hr-Fernsehen

Sendetermine

Mo 02.03.2020
01:30–02:30
01:30–

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