Kleine schmutzige Briefe
- GB 2023 (Wicked Little Letters, 100 Min.)
- Drama
- Komödie
- Krimi
„Kleine schmutzige Briefe“ erschüttern einen südenglischen Küstenort in den frühen 1920er-Jahren – und bringen das Kleinstadtleben durcheinander. Die britische Komödie von 2023 nimmt wahre Ereignisse um die „Littlehampton Verleumdungen“ zum Ausgangspunkt, die seinerzeit sogar den Generalstaatsanwalt und Scotland Yard auf den Plan riefen. Zwei Frauen – Oscar-Preisträgerin Olivia Colman in der Rolle des großmütigen Opfers und Jessie Buckley als selbstbewusste Verdächtige – bilden den Mittelpunkt eines exzellenten Darstellerinnenensembles.
Das Drehbuch zeichnet das bitterböse Zeitporträt einer patriarchal geprägten Gesellschaft zwischen den Weltkriegen, die sich durch das aufkommende Selbstbewusstsein von Frauen und das Ende der puritanischen Biederkeit verändert. England in den 1920er-Jahren. Die gottesfürchtige Edith Swan (Olivia Colman) sieht sich als Opfer einer rätselhaften Schmutzkampagne, die das beschauliche Littlehampton in Aufregung versetzt. Jemand schickt der kinderlosen Junggesellin anonyme Briefe voller obszöner Schmähungen. Ihr Vater Edward (Timothy Spall) möchte das nicht mehr hinnehmen.
Der erboste Patriarch zwingt Constable Papperwick (Hugh Skinner), endlich gegen die mutmaßliche Absenderin vorzugehen: Rose Gooding (Jessie Buckley), die mit ihrer Tochter Nancy (Alisha Weir) zugezogen ist und mit ihrem Freund Bill (Malachi Kirby) in unschicklichem Verhältnis lebt. Rose weist jede Schuld von sich. Allerdings dient ihr wenig ladyhaftes Vokabular als belastendes Indiz für eine Anklage und eine zwischenzeitliche U-Haft. Die junge Polizeibeamtin Gladys Moss (Anjana Vasan) hält Rose für unschuldig, wird jedoch von ihren Vorgesetzten ausgebremst.
Als weitere Frauen anstößige Post bekommen, weitet sich die Provinzposse zu einer nationalen Skandalstory aus. Während Rose das Sorgerecht für ihre Tochter zu verlieren droht, möchte Gladys das Rätsel auf eigene Faust lösen. Den nächsten Film zum SommerKino 2026 zeigt Das Erste am 27. Juli: In „Die leisen und die großen Töne“ brillieren Benjamin Lavernhe und Pierre Lottin unter der Rebie von Emmanuel Courcol als ungleiches Bruderpaar, das durch die Leidenschaft für Musik zueinanderfindet. (Text: ARD)
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