Jungfer, Sie gefällt mir

DDR 1968 (100 Min.)
  • Komödie
„Jungfer, Sie gefällt mir“ – diesen Satz flüstert nicht nur der Bursche Ruprecht (Jan Spitzer) ins Ohr der hünschen Ev (Monika Gabriel). – Bild: MDR
„Jungfer, Sie gefällt mir“ – diesen Satz flüstert nicht nur der Bursche Ruprecht (Jan Spitzer) ins Ohr der hünschen Ev (Monika Gabriel).

„Jungfer, Sie gefällt mir“, diesen Satz flüstert mehr als nur einer der hübschen Ev ins Ohr. Kein Wunder, dass Frau Marthe streng über die Tugend ihrer wohlgeratenen Tochter wacht. Als aber doch ein Freier „fensterln“ will und dabei Mutter Marthes bester Krug zu Bruch geht, kennt ihre Empörung keine Grenzen 1792 im Kursächsischen. Die preußischen Grenadiere marschieren gen Frankreich, um dort den freiheitlichen Geist zu ersticken. Auf ihrem Weg dahin kommen sie auch durch ein sächsisches Dorf, in dem Richter Adam (Wolfgang Kieling), ehemaliger Korporal der preußischen Armee, das Sagen hat. Und weil er mit allen Mitteln an die hübsche Ev (Monika Gabriel) herankommen will, lässt er nichts unversucht, den braven Schmied Ruprecht (Jan Spitzer), der Ev heiraten möchte, zu den Soldaten zu verfrachten. Doch das ist leichter gedacht als getan.

Als Adam eines Nachts das Fenster der schönen Jungfer geöffnet sieht, nutzt er die Gunst der Stunde, um bei dem Mädchen ins Kämmerlein zu steigen. Doch seine Vorfreude währt nicht lange, denn Ruprecht, Zeuge des unerlaubten Fensterlns, haut dem lüsternen Richter mit voller Wucht einen Krug über den Kopf. Während der arg lädiert das Weite sucht, glaubt Evs Mutter Marthe (Marianne Wünscher), Ruprecht auf frischer Tat ertappt zu haben und verklagt den Burschen. Damit setzt sie unwissend eine ganz andere Lawine in Bewegung und verhilft einem Dritten (Rolf Ludwig) dazu, seinerseits zu flüstern: „Jungfer, Sie gefällt mir“.

Ganz frei nach Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ – das er in den Jahren 1803 – 1806 schrieb und das im Hoftheater in Weimar 1808 uraufgeführt wurde – entstand diese DEFA-Komödie 1969 unter der Regie von Günther Reisch. Das Drehbuch schrieb der Regisseur gemeinsam mit dem Schriftsteller Jurek Becker. Sie verlegten die Handlung ins Sächsische und statteten sie filmisch mit wildbewegten Aktionen aus sowie einem für damalige Zeiten sehr flotten Filmschnitt. Am interessantesten ist aber das prominente Darstellerensemble, das eine große Anzahl von hervorragenden Schauspielern jener Zeit umfasst: So sind Marianne Wünscher, Agnes Kraus, Ingeborg Nass, Herbert Köfer und Rolf Hoppe mit von der Partie; Rolf Ludwig als Schreiber Licht und Wolfgang Kieling als Dorfrichter Adam geben ihrem komödiantischen Affen Zucker.

Als braver Schmied Ruprecht glänzt Jan Spitzer, der am 16.5. seinen 70. Geburtstag feiert. In Sangerhausen geboren, spielt Spitzer schon während des Schauspielstudiums in Berlin in dem 1967/​68 produzierten DEFA-Film „Abschied“ seine erste Hauptrolle. „Jungfer, Sie gefällt mir“ folgt nur ein Jahr später. Viele weitere Rollen bei Film und Fernsehen sowie am Theater schließen sich an. Seit den 1990er Jahren arbeitet Jan Spitzer vorwiegend als Synchronsprecher. Vorlage: frei nach dem Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist. (Text: MDR)

Internationaler Kinostart1969

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