Jede Stunde zählt

USA 1998 (Desperate Measures, 96 Min.)
  • Thriller
Killer McCabe (Michael Keaton, l.) hat Einsatzleiter Cassidy (Brian Cox) in seine Gewalt gebracht. – Bild: ZDF und Merrick Morton./​Merrick Morton
Killer McCabe (Michael Keaton, l.) hat Einsatzleiter Cassidy (Brian Cox) in seine Gewalt gebracht.

Nachdem Polizeiermittler Frank Connor bereits seine Frau bei einem tragischen Autounfall verloren hat, erreicht ihn eine neue Hiobsbotschaft: Sein kleiner Sohn Matt hat Leukämie. Eine Knochenmarkspende könnte das Leben des Kindes retten. Doch der einzige Spender ist ein inhaftierter Schwerverbrecher. – Actionthriller von Barbet Schroeder mit Andy García als verzweifeltem Vater und Michael Keaton als seinem Gegenspieler. Frank Connor ist Police Detective und seit dem tödlichen Autounfall seiner jungen Frau alleinerziehender Vater seines kleinen Sohnes Matt. Als Matt an Leukämie erkrankt, sind die Überlebenschancen des Kindes von einer Knochenmarkspende und Transplantation abhängig. Dem verzweifelten Vater läuft die Zeit davon.

Nach mehreren vergeblichen öffentlichen Hilfs-Aufrufen bleibt Connor nur noch eine Chance: Bei einem nächtlichen Einbruch in San Franciscos FBI-Quartier gleicht er die DNA seines Sohnes mit den gespeicherten Gen-Proben inhaftierter Kapitalverbrecher ab. Fündig wird er lediglich bei einem einzigen Mann – dem mehrfachen Mörder und Gewaltverbrecher Peter McCabe, der schon seit Jahren im Hochsicherheitstrakt des örtlichen Gefängnisses sitzt. Die Aussicht auf seine Verlegung ins Krankenhaus kommt dem hochintelligenten McCabe sehr gelegen. Also stimmt er einer Transplantation zu. Nach intensiver Vorbereitung gelingt ihm kurz vor der OP die Flucht. Aus Sorge um die Zivilbevölkerung erteilt Einsatzleiter Cassidy sofort den Befehl, McCabe mit allen Mitteln unschädlich zu machen.

Für Frank Connor beginnt nun eine wilde Hatz, denn er muss McCabe unbedingt lebend stellen, um so das Leben seines Sohnes zu retten. Blind vor Sorge und wie besessen von seinem Vorhaben lässt Connor mehr und mehr jegliche polizeiliche Vorsicht vermissen – und setzt zur Rettung seines Sohnes auch das Leben Unbeteiligter aufs Spiel. Nachdem US-Regisseur Barbet Schroeder seine Karriere in den 1970er-Jahren mit mehreren aufsehenerregenden Dokumentarfilmen begonnen hatte („General Idi Amin“, 1974), entdeckte er in den 1990er-Jahren plötzlich seine Vorliebe für psychologisch ausgefeilte Thriller. Mit „Desperate Measures“ (1998) erhielt Schroeder erstmals die Chance, einen stärker actionbetonten Film zu inszenieren.

„Was mir an diesem Genre so gut gefällt“, erklärte Schroeder einmal im Interview, „ist die Tatsache, dass diese Art von Filmen einen wieder zu den Ursprüngen des Filmemachens zurückbringt. Alles muss konstruiert werden. Die Bilder, die Geschichte, das Set – jede Einzelheit zwingt dich dazu, jederzeit alles über jede bevorstehende Szene zu wissen.“ Für das packende Psycho-Duell standen dem Regisseur mit Michael Keaton und Andy García ideale Darsteller zur Verfügung. Wie schon zuvor „Batman“-Regisseur Tim Burton, der Keaton gegen sein Image als Komödiendarsteller zum Helden seiner düsteren Fledermaus-Adaptionen machte, zeigte sich auch Schroeder augenscheinlich fasziniert von der Affinität seines Stars zu psychotischen Charakteren.

Als sein Gegenüber agiert Andy García – laut Aussagen seines Regisseurs „auch im wirklichen Leben ein wunderbarer Familienvater“ – als verzweifelter Cop Frank Connor mit einer zutiefst menschlichen Authentizität. „Ich wollte schon immer einmal mit Barbet Schroeder zusammenarbeiten“, erinnert sich García an seine Rolle. „Und als ich dann das Drehbuch las, war ich von der beschriebenen Vater-Sohn-Beziehung regelrecht hingerissen. Das war für mich die interessanteste Frage der Story: ‚Was würde ein Vater alles für seinen Sohn tun, um dessen Leben zu retten?‘“ (Text: 3sat)

Barbet Schroeder hat „Desperate Measures“ als Hommage an die klassischen Thriller von Alfred Hitchcock in Szene gesetzt. Das stuntlastige Suspense-Szenario in einem evakuierten Krankenhaus, Vertiefung der Gewissenskonflikte und die unvermeidliche Annäherung der Gegenspieler sorgen für einen Touch John Woo-Kino. Ausstattung, Kameraarbeit, der charismatisch-böse Schurke (hervorragend: Michael Keaton) und die exzellenten Actionszenen machen dieses Werk zu einem Highlight des Genres.. (Text: 4+)

Deutscher Kinostart14.05.1998Internationaler Kinostart1998

Originalsprache: Englisch

Alternativtitel: Desperate Measures – Jede Stunde zählt

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