Im Land der Tataren Winter an der Wolga

    D 2018
    Dokumentation / Reise / Natur (50 Min.)
    Patrouille auf der zugefrorenen Wolga. Die Luftkissenboote der Polizei sind immer unterwegs, wenn Eisanglern schlechtes Wetter droht. – Bild: NDR/​Sven Jaax
    Patrouille auf der zugefrorenen Wolga. Die Luftkissenboote der Polizei sind immer unterwegs, wenn Eisanglern schlechtes Wetter droht.

    Die liebenswerteste Gegend Russlands? Natürlich Tatarstan, da sind sich die meisten Einheimischen einig. Regelmäßig geben sie ihrer Heimat Bestnoten als besonders liebenswerte Republik. Tatarstan, rund 800 Kilometer östlich von Moskau, gilt als wohlhabend, gepflegt und optimistisch. Autor Sven Jaax stellt in seinem Film Menschen vor, die nicht nur in Tatarstan leben, sondern sich leidenschaftlich mit der Wolga-Republik verbunden fühlen: Frauen und Männer mit Pionier- und Unternehmergeist. In der Republik Tatarstan, rund 800 Kilometer östlich von Moskau leben Christen und Moslems friedlich miteinander. Rund die Hälfte der Bevölkerung gehört zu den Tataren und bekennt sich zum Islam. Der andere Teil ist russisch- und christlich-orthodox. Autor Sven Jaax zeigt in seinem Film den rauen Alltag in den harten Wintern, wenn Frost und Schnee das Leben in Tatarstan fest im Griff haben. Manche Bewohner entwickeln unter diesen ungewöhnlichen Bedingungen ganz besondere Leidenschaften – wie etwa Svetlana Kirichenko. Die resolute Russin zählt zu den einflussreichsten Geschäftsleuten in Tatarstans Hauptstadt Kasan. Svetlana investiert unter anderem in Kamele, die sie in Tatarstan neu angesiedelt hat. Yury Venediktov ist Rettungsmann und für die Sicherheit auf der Wolga zuständig. Sein wichtigstes Fortbewegungsmittel ist ein robustes Luftkissenboot. Damit kann er direkt vom Polizeihof auf den Fluss donnern. Im Winter machen ihm vor allem leichtsinnige Angler Sorgen. Jahr für Jahr verschwinden Petrijünger auf Nimmerwiedersehen, weil sie die Eisdecke auf dem Fluss überschätzt haben. Darum muss Yury regelmäßig Patrouille fahren. Auch Iljnur Latypov ist auf der Wolga unterwegs. Allerdings mit leichtem Gepäck. Er hat das Eis-Kiten in Tatarstan populär gemacht. Eigentlich ist er Physiker und sollte viel Zeit an der Uni zubringen. Aber wenn Wind und Wetter passen, muss das Labor warten. Sein Revier liegt direkt vor der Landeshauptstadt Kasan. Radik Kadyrov wollte eigentlich nie „im Öl“ arbeiten. Doch nach 30 Jahren an den Förderpumpen könnte er sich heute keinen spannenderen Job mehr vorstellen. Jeden Tag drehen er und seine Männer Kontrollrunden zu den vielen Bohrlöchern im Land. Bei fast jedem Wetter. Nur wenn das Thermometer unter minus 50 Grad Celsius sinkt, darf Radik im Büro bleiben. Menschen wie ihm verdankt Tatarstan seinen Wohlstand. Die Republik ist reich durch Erdöl, man muss es nur sicher an die Oberfläche bringen und den Erlös sinnvoll ausgeben. (Text: Phoenix)

    Deutsche TV-Premiere10.01.2019NDR

    Sendetermine

    Mi 20.01.2021
    06:00–06:45
    06:00–
    So 17.01.2021
    03:45–04:30
    03:45–
    So 03.01.2021
    09:00–09:45
    09:00–
    Sa 02.01.2021
    15:00–15:45
    15:00–
    Sa 26.12.2020
    01:30–02:00
    01:30–
    Sa 26.12.2020
    00:45–01:30
    00:45–
    So 26.07.2020
    09:50–10:35
    09:50–
    Sa 25.07.2020
    12:50–13:35
    12:50–
    Do 09.01.2020
    21:00–21:45
    21:00–
    Do 10.01.2019
    20:15–21:00
    20:15–

    Cast & Crew

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