Hexen bis aufs Blut gequält

    D 1970 (97 Min.)
    • Horror

    Ein Dorf in Österreich, kurz nach 1700. Die Hexenjagden in Kontinentaleuropa treiben ihrem Höhepunkt zu. Schon die ersten Filmszenen zeigen das gesamte Ausmaß der Barbarei. Nonnen werden am Wegesrand überfallen und geschändet, vermeintlichen Sündern mal die Finger abgehackt, mal werden sie geteert und gefedert. Und zur allgemeinen Volksbelustigung findet die eine oder andere Hexenverbrennung auf dem Marktplatz statt. Albino, der ebenso skrupellose wie lüsterne und grausame Folterer und Hexenjäger im Namen der katholischen Kirche, der nicht lesen kann, verrichtet sein Handwerk mit sadistischer Freude. Er missbraucht regelmäßig Frauen und bezichtigt diese der Hexerei, sollten sie ihm nicht willig sein. Die brünette Gastwirtin Vanessa, auf die der furchterregende Sadist ein Auge geworfen hat, bekommt seine Macht bald mit aller Härte zu spüren. Als er sich ihr im Wirtshaus nähert und in ihr Dekolletee fassen will, gibt sie ihm eine klare Abfuhr. Sie schlägt Albino ins Gesicht und schnauzt ihn an, er warnt sie, dass es für ihn ein Leichtes sei, zu behaupten, sie sei eine Hexe und mit Satan im Bunde. Vanessa ist unbeeindruckt. „Das ist wohl der einzige Weg, wie du an eine Frau kommst!“ faucht sie und spuckt ihm ins Gesicht. Als er mit ihr zu kämpfen beginnt, ergreift sie ein Messer und zieht es ihm quer durchs Gesicht. Sie will hinauslaufen und wird vom faltigen Finsterling lautstark der Teufelsanbetung bezichtigt. Albino ruft den Wirtshausgästen zu: „Haltet sie fest, die Hexe“. Sie wird von zwei kräftigen Männern festgehalten. Vor den Augen der Gäste beginnt Albino mit der Folter: Er sticht mit einer Nadel in den Leberfleck inmitten ihres Gesichts. Tapfer erträgt Vanessa die Schmerzen, ohne zu schreien. Aus dem Leberfleck fließt etwas Blut. „Seht her“, ruft Albino triumphierend in die Runde, „sie fühlt keinen Schmerz!“. Dann beginnt er in ihren blanken Rücken zu stechen. Plötzlich geht die Wirtshaustür auf, und es erscheint ein junger Mann in Begleitung des Henkers Jeff Wilkens und eines Advokaten. Der junge Mann heißt Christian de Meron und stellt Albino zur Rede. Während er Vanessa aus dessen Fängen vorläufig befreien kann und sie zum Schutz in die nahegelegene Burg einlädt, prügelt der sadistisch veranlagte Wilkens mit einer Peitsche voller Freude auf Albino ein. De Meron begleitet seinen soeben im Schloss eingetroffenen Herrn, Lord Cumberland, und der bedeutet für Albino harte Konkurrenz. Er ist ebenfalls ein Hexenjäger, der als Inquisitor überall im Land Teufelswerk und Hexenumtriebe vermutet („Ich erkenne eine Hexe, wenn ich sie sehe“). Und seine Methoden sind nicht minder brutal als die Albinos. Seine Ankunft im Dorf verbreitet nur Angst und Schrecken. Seine Machtstellung missbraucht er, von der optischen Erscheinung her ganz Edelmann, wie Albino skrupellos. Der ihm zur Seite stehende Christian soll von ihm das blutige Handwerk der Hexenjagd und der Folter erlernen. Cumberland hält Gericht im Schloss und fertigt die der Hexerei oder der Teufelsanbetung Beschuldigten im Eiltempo ab. Das tagtägliche, blutige Handwerk überlässt Cumberland dem Henker und Folterspezialisten Wilkens. Als Vanessa, die in der Zwischenzeit von Albino erneut überfallen und ausgepeitscht wurde, vor den Richter kommt, fehlt ihre Anklageschrift. In einer Verhandlungsunterbrechung erklärt Christian seinem Herrn, dass die Anklagepunkte gefälscht seien. Doch Cumberland hält per se alle angeklagten Frauen für Hexen – ohne Ausnahme. Das brutale Foltern im Ort geht weiter, bald trifft es auch den jungen Adligen Baron Daume, der behauptet, dass die römisch-katholische Kirche ein Komplott gegen ihn schmiede, und Deirdre. Ihr Vergehen: Die hübsche Blondine hatte ein uneheliches Kind geboren und wurde aus der Kirche ausgestoßen. Ihre Verteidigung ist auch ihr Todesurteil: „Mir wurde vom Erzbischof Gewalt angetan“. Für Cumberland, der darüber nur höhnisch lacht, eine ungeheure Unterstellung, die sie unbedingt im Folterkeller widerrufen müsse. Für ihn ist das Kind eine Frucht des Teufels, die Folge von Geschlechtsverkehr mit dem Teufel. Im Folterkeller wird Deirdre auf die Streckbank gespannt, ihre Fußsohlen werden mit glühenden Eisen gebrandmarkt. Unter unerträglichen Schmerzen gibt sie alle möglichen Dinge zu, nur nicht die, die ihr zur Last gelegt wurden. Während Folterknecht Wilkens sie mit diabolischem Vergnügen weiter malträtiert, schreibt der zufrieden grinsende Advokat der Anklage alles mit. Halb tot geschlagen, zerrt man ihren malträtierten Körper erneut vor Cumberland. Doch sie bleibt weiterhin tapfer und standhaft und ist nicht bereit, sich dem Terror zu beugen. Cumberland ist außer sich und befiehlt, sie zurück in den Folterkeller zu bringen. Schließlich wird dem geschundenen Mädchen vor den Augen Cumberlands und seines angewiderten Adlatus Christian von Wilkens mit einer Zange die Zunge aus dem Mund gerissen. Mehr und mehr kommen Christian Zweifel an der Richtigkeit des Tuns seines Herrn und Lehrmeisters angesichts der ungeheuren Brutalität, mit der Cumberland vorgeht und seine Machtstellung aufs Schändlichste missbraucht. Cumberland erkennt Christians aufkommende Zweifel und erklärt ihm: „Wir dürfen niemals Schwäche zeigen bei der Umsetzung von Gottes Werk“. Längst hat sich der junge Mann in die vor den Nachstellungen Albinos gerettete Vanessa verliebt und ist von ihrer Unschuld überzeugt. Er konfrontiert den Hexenjäger Albino mit seinem Tun. Dieser verteidigt sich gegenüber Christian: „Sie hat mit dem Teufel Liebe gemacht!“. Inzwischen findet die Schändung von Deirdres Körper ihr schreckliches Ende. Aus dem Mund blutend, wird die blonde Schönheit mittels eines Holzgerüsts über einen lodernden Scheiterhaufen gespannt und mit Seilen allmählich abgesenkt, bis ihr Körper in den Flammen verbrennt. Die Übergriffe nehmen immer groteskere Formen an. Ein umherziehender Marionettenspieler wird verhaftet, weil seine Puppen „sprechen“ und die anwesenden Inquisitoren und Folterer sich von seinem Kindertheater verspottet fühlen. Während der Puppenspieler der Wasserfolter ausgesetzt wird, vergewaltigt Cumberland dessen Frau. Baron Daume wird zusammengeschlagen und muss sich mit nacktem Hinterteil auf einen mit Eisendornen gespickten Stuhl setzen. In der Zwischenzeit verleben Christian und Vanessa seltene Momente der Zärtlichkeit und des Glücks. Nahezu gleichzeitig geraten Cumberland und Albino heftig aneinander. Der Streit eskaliert, als Albino dem Lord ins Gesicht sagt, dass dieser sich nur deswegen an den Folterungen der Frauen ergötze, weil er impotent sei. Daraufhin erwürgt Cumberland ihn in einem Anfall von überbordendem Zorn, Christian beobachtet dies, zieht sich in seine Kammer zurück und bricht in Tränen aus. Christian befreit Vanessa und bringt sie aus dem Schloss; als Christian auch Baron Daume befreien will, werden beide von Cumberland erwischt und in den Kerker gesperrt. Das Maß ist voll. Vanessa stachelt die Einwohner auf, sich gegen die Willkür und die Brutalitäten der selbsternannten Hexenjäger aufzulehnen. Eine kleine Revolution bahnt sich an. Das Bauernvolk steht auf und stürmt, mit Mistgabeln, Sensen, Dreschflegeln und Stangen bewaffnet, das Schloss, in dem die meisten Folterungen begangen werden. Während im Vorhof Soldaten und Bauern aufeinander einprügeln, verrichtet Henker Wilkens nur wenig abseits vom Getümmel weiterhin sein mörderisches Werk und enthauptet als seinen letzten Akt des Terrors Baron Daume, auch die von Cumberland vergewaltigte Frau des Marionettenspielers soll im Namen der Kirche enthauptet werden, doch die Meute erreicht Wilkens und macht ihn nieder. Dabei werden ihm beide Beine abgetrennt. Christian, mit einer Kette an der Festungsmauer befestigt, wird befreit, ebenso alle anderen Gefangenen, nur die zwei Kinder des Marionettenspielers bleiben im geöffneten Verlies zurück, wo ihre Mutter sie wenig später findet. Während Lord Cumberland sich im letzten Moment mit einem beherzten Sprung aus einem Burgfenster retten und in einer bereitstehenden Kutsche fliehen kann, ehe ihn das gemeine Volk in die Finger bekommt, steigt Christian bei seiner Flucht aus der Burg über Leichenberge. Als er ins Freie tritt, wartet vor dem Tor der aufgebrachte Pöbel, angeführt von dem sonst für die Hexenjäger arbeitenden Advokaten, der ständig die Seiten wechselt. Man schleppt Christian durch den Wald auf eine Wiese. Dort wird auch er mit spitzen Dornen zu Tode gefoltert. Seine Schreie hallen durch den Wald bis zum Schloss, wo Vanessa ihn hört. Sie eilt zu ihm, doch sie kommt zu spät.

    Dieser Text basiert auf dem Artikel Hexen bis aufs Blut gequält aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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