Hermann der Cherusker

    I / D 1967
    • Action

    Germanien, im Jahre 9 nach Christi Geburt. Die Römer sind tief in den Norden des Landes eingefallen und plündern, brandschatzen und versklaven unter der Führung des Feldherrn Aulus Colonna die Bewohner der germanischen Dörfer, da der geforderte Tribut nicht bezahlt wurde. Doch sie stoßen unerwartet auf ernst zu nehmendem Widerstand, denn erstmals schlagen die Germanen zurück und befreien die Sklaven. Der Germane Hermann, Anführer der germanischen Hilfstruppen der Römer unter der Führung des Varus, kehrt wenig später an der Seite Colonnas nach Rom zurück und wird für seine Dienste mit dem Schwert der Prätorianergarde belohnt. Als ein römischer Offizier in Anwesenheit Colonnas abfällig über den Cherusker aus Germanien spricht, wird Hermann klar, dass die Römer sein Volk als Barbaren verachten und es niemals als gleichwertig behandeln wird. Daraufhin kehrt er dieser Armee den Rücken zu und geht zurück zu den Seinen. In der Heimat angekommen, trifft Hermann im Dorf des Segestes dessen Tochter Tusnelda, seine Jugendliebe, wieder. Hermann versucht den Germanen klarzumachen, dass man das Joch der römischen Unterdrückung jetzt abschütteln müsse, doch finden seine Worte bei den eigenen Leuten anfänglich keinen Widerhall. Nur mühsam kann er schließlich die germanischen Stämme einigen und für den Kampf gegen die römische Besatzerarmee begeistern. Mit kämpferischen Worten in einer flammenden Rede fordert er seine Leute auf, ihm zu folgen und zu den Waffen zu greifen: „Ihr wart einmal frei und unabhängig, aber das seid ihr nicht mehr. Was seid ihr schon weiter als die Knechte eines Weltreichs, an das ihr Tribut zahlen müsst? Ich sage euch nun: Auch Rom ist verwundbar! Hier, auf unserem Boden, können wir Rom schlagen.“ Die Stunde des Aufstandes gegen die Okkupanten hat nun geschlagen. Die Aktivitäten am Nordrand des Reichs sind im fernen Rom auch dem Kaiser Augustus nicht unbemerkt geblieben. Er gibt daher Colonna, einem seiner besten und erfahrensten Kommandeure, den Befehl, mit seinen Truppen nach Germanien zurückzukehren, um den römischen Statthalter Varus bei der Unterwerfung der aufmüpfigen Eingeborenen tatkräftig zu unterstützen. Segestes warnt indes Colonna vor, dass Hermann gegen die Römer zu Felde ziehen wolle und der Cherusker die Marschroute von den Legionen des Varus kennen würde. Um Zeit zu gewinnen, sein Heer in Stellung zu bringen und Arminius unter Druck zu setzen, entführt Colonna daraufhin die schöne Tusnelda, die Herzdame seines germanischen Gegenspielers, und will sie in einer Festung unter strenger Bewachung festhalten. Zwischen Hermann und Colonna kommt es zu einer direkten Konfrontation, bei der der Römer deutliche Blessuren davonträgt und in Gefangenschaft gerät. Aus Großmut heraus und aus der Unkenntnis, dass Tusnelda auf Befehl Colonnas festgesetzt wurde, lässt Hermann jedoch den römischen Feldherrn aus alter Verbundenheit heraus wieder ziehen. Der Anführer der Germanen ruft nunmehr eine weitere Versammlung seiner Leute ein, um seinen Heerführern seinen Schlachtplan zu erläutern. In der Zwischenzeit hat Colonna mit seinen Leuten das Römerlager verlassen, um den in Bedrängnis zu geratenden Varus beizustehen. Er hofft, dass Hermann das Römerlager angreift, um Tusnelda zu befreien. So kann er, Colonna, Zeit gewinnen. Eine Vorhut der Germanen fängt jedoch die Römer ab und vernichtet sie. Hermann betritt das Lager und kann seine Tusnelda in die Arme nehmen. Anschließend marschiert er mit seinen Germanenkriegern in Richtung römischer Streitmacht, um in der Schlacht gegen Varus und dessen Hauptheer die Entscheidung zu suchen. Varus und seine römische Streitmacht werden von Hermann in einen Hinterhalt gelockt und in einer umfassenden Entscheidungsschlacht, die geografisch wohl nicht ganz korrekt als die „Schlacht im Teutoburger Wald“ in die Geschichtsbücher einging, bei einem harten Kampf Mann gegen Mann vernichtet. Am Ende wird dem Kaiser in Rom Bericht erstattet. August ruft voller Verzweiflung: „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!“ Diese entscheidende Niederlage besiegelt endgültig das Ende der Herrschaft Roms über weite Teile Germaniens.

    Dieser Text basiert auf dem Artikel Hermann der Cherusker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

    Cast & Crew

    Reviews & Kommentare

      Erinnerungs-Service per E-Mail

      TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn Hermann der Cherusker online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.