Falsche Bewegung
- D 1974 (103 Min.)
- Melodram

Eine falsche Bewegung folgt der nächsten auf Wilhelm Meisters Reise durch die Bundesrepublik von Glückstadt bis auf die Zugspitze. Ein Suchender nach Worten, getrieben durch den Wunsch, Journalist zu werden. Der erkennen muss, dass er das, wonach er sich in der Ferne sehnt, letztlich nur bei sich selbst findet. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis in Gold. Die Vorlage zu „Falsche Bewegung“ (1975), dem zweiten Teil von Wenders’ „Roadmovie“-Trilogie, bietet Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“. „Der Film fängt an mit einer Erzählhaltung wie bei Goethe, von oben und total. Dann geht es über in eine subjektive Betrachtung.“ So habe er versucht, „diese Verquickung in den beiden ersten Einstellungen des Films schon deutlich zu machen, dass da jemand erzählt wird und gleichzeitig sich darstellt“, so Wenders gegenüber dem Redakteur Joachim von Mengershausen. (Text: NDR)
Auf Grund einer Kontroverse wegen einer Oben-Ohne-Nacktszene mit der damals erst 13-jährigen Nastassja Kinski wurde der Film 2026 auf Druck der Darstellerin und einer breiten öffentlichen Diskussion schließlich auf Initative des Regisseurs und der Wim-Wenders-Stiftung aus dem Vertrieb und der Verbreitung im Streaming und TV zurückgezogen. Erst wenn eine einvernehmliche Lösung mit Nastassja Kinski vorliege, werde der Film wieder freigegeben. (Text: RS)
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