Der Untergang der Emma

    D 1974 (75 Min.)
    • Kinder

    Nach 50 Jahren als Kapitän auf der Emma muss Fährmann Kluge in den Zwangsruhestand gehen. Eine neue Seebrücke macht das Übersetzen per Schiff überflüssig. Die Jungen Mischa und Hartmut sind mit Kluge befreundet und empfinden es als ungerecht, dass die Erwachsenen die Konsequenzen ihres Handelns nicht erkennen. Dass die Emma nun Pionierschiff wird und damit allen Kindern des Ortes zur Verfügung steht, ist kaum ein Trost, sehen die beiden Jungen doch, dass es Kluge nun schlecht geht und er scheinbar krank das Bett hüten muss. Sie entschließen sich, den stillgelegten Motor des Schiffes zu reparieren. Ist das Schiff wieder fahrtüchtig, so könne Kluge als Kapitän der Pioniere fungieren und wieder arbeiten, so ihr Gedankengang. Sie entwenden die nötigen Ersatzteile aus einem Werk, wo die Teile zur Verschrottung lagern. Es gelingt beiden, nachts die Emma zu reparieren. Um zu testen, ob sie wirklich läuft, wollen sie eine kleine Runde auf dem See fahren. Unweit der neuen Brücke fällt jedoch der Motor aus und die Emma treibt an einen Brückenpfeiler, schlägt Leck und geht unter. Während Hartmut sich mit einem Sprung ins Wasser retten kann, wird Mischa von der Wasserschutzpolizei gefasst. Er verrät Hartmut nicht, soll der doch die Schule in wenigen Tagen bei der Mathematikolympiade vertreten. Käme seine Beteiligung an der nächtlichen Aktion heraus, würde man ihm die Teilnahme untersagen. Hartmut jedoch leidet unter der Lüge, verweigert bei der Olympiade das Schreiben und verlässt die Prüfung ungefragt nach einigen Minuten. Er wird von einem Lehrer auf der Landstraße gefunden und nach Hause gefahren. Hartmut gibt zu, ebenfalls am Untergang der Emma beteiligt gewesen zu sein. Mischa erkennt unterdessen, dass die augenscheinliche Krankheit Kluges nur gespielt war, und ist enttäuscht. Hartmut gibt zu bedenken, dass der eigentliche Schmerz Kluges nicht sichtbar sei. Die Lehrer wissen, dass die Eltern für die Verfehlungen der Kinder haften müssen, auch wenn beide Jungen eigentlich nur getan haben, was die Lehrer von ihnen verlangen, nämlich Mitgefühl für die Mitmenschen zu zeigen, wo selbst die Erwachsenen im Fall Kluges versagt haben. Am Ende schauen die Kinder, darunter Mischa und Hartmut, zu, wie die Erwachsenen gemeinschaftlich die Emma heben. Mit Kluge in ihrer Mitte gehen die Kinder davon.

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    Sendetermine

    Sa 16.04.2005
    08:25–09:35
    08:25–
    So 16.05.2004
    06:00–07:10
    06:00–
    Sa 07.06.2003
    08:55–10:05
    08:55–

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