Der Traum

    DK 2006 (Drømmen)
    Spielfilm (109 Min.)
    Der Traum – Bild: ORF
    Der Traum – Bild: ORF
    ORF III zeigt im Zuge des Schulschwerpunktes den erfolgreichsten Dänischen Kinofilm aus dem Jahr 2006. Als der 13-jährige Frits im Mädchenumkleideraum der Turnhalle erwischt wird, reißt ihm der erzürnte Schulleiter als Strafmaßnahme fast das Ohr ab. Frits muss ins Krankenhaus, sein Ohr genäht werden, und der Arzt meint, damit habe es Direktor Lindum Svendsen nun wohl endgültig übertrieben. Auch Eltern, Kollegen und Mitschüler reagieren betreten bis betroffen. Doch so einfach ist es nicht, gegen den gewalttätigen Lehrer vorzugehen, schon gar nicht im Sommer 1969, irgendwo im dänischen Hinterland. Nur auf den ersten Blick erzählt der 2006 mit dem Gläsernen Bären des Kinderfilmfestes ausgezeichnete „Der Traum“ von Niels Arden Oplev eine Geschichte aus einer pädagogischen Steinzeit, in der Erwachsene glaubten, Kindern mit Gewalt etwas beibringen zu können. Denn nicht nur ist Gewalt als Mittel der Erziehung keineswegs so vergangen, wie man sich das vorstellt oder wünscht; der Konflikt zwischen Frits und Svendsen handelt von weit mehr als dieser einen drastischen Körperverletzung. Er handelt vom Mut, den es braucht, die Verhältnisse zu verändern. Denn der Direktor der Schule genießt selbstverständlich hohes Ansehen im überschaubaren Gemeinwesen, und Frits’ Eltern – Bauer Peder und Schulkrankenschwester Stine – stehen mit ihm gesellschaftlich nicht auf Augenhöhe. Tatsächlich sind Peder und Stine sogar leicht einzuschüchtern, sie zögern und hadern – und sie sind keineswegs die einzigen Erwachsenen, die den rechten Weg nicht von der eingefahrenen Bahn unterscheiden können. Sie schlagen sich auf die Seite des Stärkeren vielleicht auch, weil sie sich vor der eigenen Courage fürchten. Also braucht es entschlossene Kinder und einen jungen Lehrer, der ein wenig wie ein Hippie-Klischee wirkt, um den mächtigen Svendsen zu Fall zu bringen. Und selbst dann ist es noch ziemlich schwierig. „Der Traum“ ist kein Film der einfachen Lösungen. Niels Arden Oplevs Inszenierung verweigert sich der klassisch-gradlinigen dramaturgischen Entwicklung, an deren Ende der Underdog einfach nur strahlender Sieger und Held ist. Stattdessen erzählt er diese auf tatsächlichen Begebenheiten beruhende Widerstandsgeschichte mit allen wechselnden Allianzen und hässlichen Verrätereien, solcherart die Grenze zwischen den Reaktionären und den Idealisten immer durchlässig haltend. Selbst der Triumph am Ende ist ebensowohl einer von Durchhaltevermögen und langem Atem, wie er einer der brutalen Rohheit ist. Oplev mag Figuren wie Publikum einiges zumuten, aber er verschließt die Augen auch nicht vor dem Preis, den seine entschlossenen Kämpfer zu zahlen haben: den Verlust der Unschuld. Der Traum (Drřmmen) Dänemark/Großbritannien 2005. Berthelsen u. a. Vertrieb Arsenal Preise (Auswahl): Internationale Filmfestspiele Berlin 2006: Gläserner Bär (Kinderfilmfest); Le Carrousel International du Film de Rimouski 2006, Quebec: Prix Camério für den besten Film und den besten Schauspieler (Janus Dissing Rathke); Chicago International Children’s Film Festival 2006: Children’s Jury Award; Cinekid Amsterdam 2006: Cinekid Film Award; Robert Festival, Kopenhagen 2007: „Robert“ für den Besten Film und die Beste Regie; Film Festival Zlín 2006: Publikumspreis, Bester Film. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere: 10.04.2006 arte
    Originalsprache: Dänisch
    1. DVD und Blu-ray
    2. Sendetermine
    3. Cast
    4. Crew
    5. Reviews/Kommentare

    DVD und Blu-ray

    Sendetermine

      Mi 16.09.2015
    12:20–14:10
    12:20–ORF III
      Di 15.09.2015
    22:30–00:20
    22:30–ORF III
      Mi 25.04.2012
    13:25–15:10
    13:25–SF 1
      Sa 15.10.2011
    14:10–16:05
    14:10–SF zwei
      Sa 11.09.2010
    15:05–17:10
    15:05–SF zwei

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    Crew

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