Der Rote Kakadu
- D 2006 (120 Min.)
- Geschichtsdrama

Dresden, 1961, vier Monate vor dem Mauerbau: Der junge Bühnenmaler Siggi freundet sich mit der Dichterin Luise und deren Mann Wolle an, einem politischen Querdenker, der immer wieder aneckt. Gemeinsam besuchen sie regelmäßig das legendäre Tanzlokal „Roter Kakadu“, in dem Jazz- und Rock-’n’-Roll-Musik gespielt wird. Bald geraten die drei Freunde ins Visier der Stasi, die den „Roten Kakadu“ für eine Keimzelle staatsfeindlicher Umtriebe hält. Zu Konflikten innerhalb der Gruppe kommt es, als Siggi sich in Luise verliebt.
Dresden, im Mai 1961: Noch ahnt niemand, dass die sozialistischen Machthaber den Bau einer Mauer planen, die die DDR von Westdeutschland abschotten soll. Der 20-jährige Siggi ist erst kürzlich aus der Provinz in die Metropole zu seiner Tante Hedy gezogen und bereitet sich auf sein Studium an der Theaterhochschule vor. Eines Tages lernt er Luise kennen. Die idealistische Sozialistin träumt von einer Karriere als Lyrikerin, doch ihre Gedichte werden von den Kulturoffiziellen als „dekadent“ eingestuft und dürfen nicht publiziert werden.
Auch ihr Mann Wolle glaubt an den Sozialismus, dennoch verabscheut er die Überwachungsmethoden des SED-Regimes und eckt mit seiner rebellischen Art immer wieder an. Siggi fühlt sich auf den ersten Blick zu Luise hingezogen und spürt sie im „Roten Kakadu“ auf, einem berühmt-berüchtigten Tanzlokal, das wegen seiner westlichen Rock- und Jazzmusik der Stasi schon lange als Hort staatsfeindlicher Umtriebe gilt. Vor allem die Clique um Wolle – und damit auch Luise und Siggi – gerät ins Visier der Agenten.
Bald zieht die Stasi alle Register, um die Freunde unter Druck zu setzen. Zusätzlich kommt es zu Spannungen, als Siggi sich in Louise verliebt. Als Wolle verhaftet wird, wird deutlich, dass es in der Clique einen Verräter geben muss. Eine Flucht in den Westen scheint für die Freunde der einzige Ausweg. „Der Rote Kakadu“ erzählt eine Liebesgeschichte aus der DDR kurz vor dem Mauerbau und greift dabei auf die persönlichen Erinnerungen des Drehbuchautors Michael Klier zurück.
Der vielfach preisgekrönte Regisseur Dominik Graf inszenierte die dramatische Geschichte mit großem Gespür für Zeitkolorit und das Lebensgefühl im realsozialistischen Dresden jener Jahre. Das titelgebende Tanzlokal existierte tatsächlich und war Treffpunkt für künstlerische Freigeister, politische Querdenker und junge Menschen, die ausgelassen feiern wollten. Die Hauptrollen spielen Max Riemelt, der für seine Leistung mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt wurde, Jessica Schwarz und Grafs Stammschauspieler Ronald Zehrfeld. (Text: BR)
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