Der Ehekandidat

    F / I 1963 (La visita, 100 Min.)
    • Komödie

    Über eine Heiratsanzeige treten die 35-jährige Pina und der unwesentlich ältere Adolfo in Kontakt. Ihr Briefverkehr weckt bei ihnen den Wunsch nach einer persönlichen Begegnung. Adolfo ist Römer und nimmt am Freitagabend den Nachtzug ins kleine norditalienische San Benedetto Po. Pina holt ihn mit ihrem Automobil am Bahnhof ab. Bei einem Halt nähert sich der Dorftrottel Cucaracha auf bedrohliche Weise Adolfo und erklärt ihm, dass er ihn nicht mag. Pina wohnt mit ihrem Hund Titina, ihrer Schildkröte Consuelo und ihrem Papagei Silvestro in einem kleinen Häuschen. Sie serviert ihrem Gast Kaffee. Rückblenden erläutern den Lebenshintergrund des Mannes und der Frau. Adolfo ist Verkäufer in einer Buchhandlung. In der großen Stadt fühlt er sich verloren und einsam, und niemand mag ihn wirklich; sein Vorgesetzter gibt ihm offen zu verstehen, dass er ihn eigentlich gerne los wäre. Adolfo stellt sich das Leben in einem kleinen Ort, in dem jeder jeden kennt und grüßt, als schöner vor. Pina erträgt die Einsamkeit schlecht, besonders im Winter. Als Angestellte in einem Betrieb für Landwirtschaftsmaschinen ist sie von wenig gebildeten, vulgären Männern umgeben und träumt von einem Leben im mondänen Rom, wo mehr los ist. Pina geht kurz aus dem Haus. In dieser Zeit stellt Adolfo ein paar Möbel um und beschädigt dabei eine Lampe. Genervt von den Viechern, quält er sie; die Türglocken findet er lächerlich und plant, sie zu entfernen. Angetan ist er von ihrem Vermögen und Einkommen. Während ihrer anschließenden Spaziergänge und einer Bootsfahrt wird Adolfo von Cucaracha mit Steinen beworfen. Auch in der Tanzlaube drängt er sich in ihre Nähe. Wegen taktloser Bemerkungen gilt Adolfo bei der örtlichen Bevölkerung bald als anmaßender Römer und bringt sie alle gegen sich auf. Den Abend über ist er ununterbrochen am Trinken. Zurück in Pinas Gartenschaukel fasst er ihr an Bein und Busen. Sie betreten ihr Schlafzimmer, wo ein Mann auf dem Bett liegt. Es ist Renato, ein verheirateter Lastwagenfahrer, mit dem sie eine Affäre unterhalten und der sie regelmäßig besucht hat. Renato hat nicht gewusst, dass sie heute Besuch hat, und fährt, auch um dem stockbesoffenen Adolfo zu entkommen, davon. Pina wirft Adolfo seine charakterlichen Mängel vor, die er alle zugibt. Er sieht darüber hinweg, dass sie Affären hatte, und sie küssen sich. Am Sonntagvormittag fährt sie ihn zum Bahnhof. Unmittelbar nach seiner Abfahrt denken sich beide aus, was sie einander in ihrem nächsten Brief schreiben werden: „Verzeihen Sie, dass ich so lange nicht geantwortet habe…“

    Dieser Text basiert auf dem Artikel Der Ehekandidat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

    Internationaler Kinostart28.12.1963

    Originalsprache: Italienisch

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