Chrysanthemum
- D 2025 (10 Min.)
- Animation
- Kurzfilm
Der experimentelle Kurzfilm zeigt das Trauma eines Todes, der von dem Staat, der ihn verursacht hat, unsichtbar gemacht wird. Was bedeutet es, die eigene Mutter an das Quarantäneregime eines Staats zu verlieren, inmitten einer globalen Pandemie? Die Nachwuchsregisseurin Jingyan Luo nähert sich dieser Frage anhand des Falls einer chinesischen „Selbstmordspringerin“ an. „Chrysanthemum“ erhielt bei den „Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen“ 2025 den Förderpreis des NRW-Wettbewerbs. Aus der Begründung der Jury: „Eine ohnmächtige Trauer, verschwiegen und verdeckt von staatlicher Zensur.
Eine Annäherung aus der Distanz. Feinsinnige Animationen und wiederholende Bewegungsmuster schaffen einen poetischen Versuch, das Ungreifbare in Gedenken zu wandeln.“ Jingyuan Luo, geboren 1996, ist eine transmediale Künstlerin und studiert an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihr Werk hinterfragt anhand einzelner, intimer Momentaufnahmen die Funktionsweise von Gesellschaft in der Krise. 3sat zeigt „Chrysanthemum“ als TV-Premiere im Rahmen seines alljährlichen Kurzfilmprogramms, das die Medienpartnerschaft von 3sat und den „Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen“ begleitet. (Text: 3sat)
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