Alice Cooper: A Paranormal Evening at the Olympia Paris

    F 2017
    Musik (60 Min.)

    Am 7. Dezember 2017 lässt Alice Cooper das Abschlusskonzert seiner „Paranormal Welttournee“ in Paris aufzeichnen und begeistert das Publikum mit seinen Hits in einem aufwendigen Bühnenspektakel. Kraftvoll und souverän singt sich der Schock-Rocker mit Kultstatus durch ein Best-of-Programm. Die Kritik schreibt: „Cooper präsentiert sich hier einmal mehr als der geborene Entertainer, wie man ihn kennt und liebt.“ Begleitet wird Alice Cooper von der Gitarristin Nita Strauss, dem Bassisten Chuck Garric, dem Schlagzeuger Glen Sobel und den beiden weiteren Gitarristen Tommy Henriksen und Ryan Roxie. Wenige Wochen nach dem Auftritt im Olympia sagt Cooper dem Nachrichtensender ntv: „Solange die Musik wirklich gut ist, kannst du alles sein, was Du willst: Dann kannst du die Musik auf die Bühne bringen und mit allem dekorieren, was du willst. Aber das Lied steht an erster Stelle. Der Kuchen kommt vor der Glasur. Und ich habe halt einen Kuchen mit sehr viel Glasur.“ Alice Cooper wird am 4. Februar 1948 in Detroit, Michigan, als Vincent Damon Furnier geboren. Sein Markenzeichen werden seine raue Stimme und seine Bühnenshows mit Pyrotechnik, Guillotinen, Theaterblut und Würgeschlangen. Er wird zum „Godfather des Schock-Rocks“ und macht auch als Schauspieler eine große Karriere. Sein Vater war Evangelist in der „Church of Jesus Christ“, sein Großvater war Pastor in derselben Kirche. Mit 16 Jahren beginnt Alice Cooper seine Karriere in einer Schulband, und 1969 erscheint sein erstes Album „Pretties for You“. Den Ruf als „Schock-Rocker“ erhält Alice Cooper durch einen Zufall: Während eines Konzerts im September 1969 in Toronto verirrt sich ein Huhn auf die Bühne. Cooper nimmt an, dass das Huhn fliegen kann, und wirft es in die Luft. Das Huhn fällt ins Publikum und wird dort zerrissen. Der Vorfall geht als „Chicken Incident“ in die Bandgeschichte ein. Am nächsten Tag sind die Zeitungen voll und schreiben fälschlicherweise, dass Cooper dem Huhn den Kopf abgebissen und sein Blut getrunken habe. Frank Zappa ruft bei Alice Cooper an und will wissen, ob die Geschichte stimmt. Cooper erklärt ihm, dass alles erstunken und erlogen sei, doch Zappa rät ihm: „Nun, was immer Du auch tust, erzähl’ niemandem, dass Du es nicht getan hast.“ Während Love-and-Peace-Hippie-Bands die Szene Anfang der 1970er-Jahre beherrschen, bleibt Cooper mit seiner Band lieber bei „Spaß, Sex, Tod und Geld“. Er fühlt sich als „Holzpflock, der durch das Herz der Love-Generation getrieben wird“. In den nächsten Jahren baut er einen elektrischen Stuhl in seine Inszenierungen ein und lässt sich Glam-Rock-Kostüme schneidern. 1972 wird er mit der Single „School’s Out“ über Nacht weltberühmt. In den USA erreicht der Song Platz 2 der Hitparade, in England stürmt der Song auf Platz 1. 1973 macht das Album „Billion Dollar Babies“ Alice Cooper zum Superstar, zum gern gesehenen Gast in TV-Shows und zum Schauspieler: 1974 spielt er einen „Satanic Cult“-Sänger. 1977 weist sich Alice Cooper selbst in eine Entzugsklinik ein, sein übermäßiger Alkoholkonsum zwingt ihn dazu. Bis heute steht Alice Cooper auf den Konzertbühnen und vor den Filmkameras. Er spielt 1987 im Horror-Schocker „Prinz der Finsternis“ unter der Regie von John Carpenter, wird 1988 bei einem Bühnenunfall fast stranguliert, geht auf Tourneen mit seiner Band und singt als Gast bei dem Guns-N’-Roses-Album „Use your Illusion 1“. 1992 spielt er sich selbst in der Komödie „Wayne’s World“, bekommt 2003 seinen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, hat ab 2004 seine eigene Radioshow „Nights with Alice Cooper“, erhält 2006 den „Classic Rock Roll of Honour Award“ in der Kategorie „Lebende Legende“ und wird am 15. Dezember 2010 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 2015 macht Alice Cooper weltweit Schlagzeilen: Zusammen mit Schauspieler Johnny Depp und Aerosmith-Gitarrist Joe Perry gründet er die Supergruppe „Hollywood Vampires“. Nebenbei spielt Alice Cooper begeistert Golf und soll ein Handicap von zwei haben. (Text: 3sat)

    Deutsche TV-Premiere31.12.20203sat

    Streams & Mediatheken

    Sendetermine

    So 17.10.2021
    04:10–05:10
    04:10–
    Sa 24.07.2021
    07:05–08:05
    07:05–
    Fr 01.01.2021
    01:02–02:01
    01:02–

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