Dokumentation in 3 Teilen

  • Folge 1 (26 Min.)
    Das vor fast hundert Jahren entstandene Paimio Sanatorium in Finnland gilt als Vorreiter der heilungsfördernden Architektur – heute ist es ein Museum. – Bild: Sabine Reeh/​BR
    Das vor fast hundert Jahren entstandene Paimio Sanatorium in Finnland gilt als Vorreiter der heilungsfördernden Architektur – heute ist es ein Museum.
    Krankenhäuser. Sie müssen funktionieren. Sie müssen hohe Standards an Technik, Hygiene und Logistik erfüllen. Und das bei fast immer sehr knappen Budgets. Diese Zwänge zeigen sich in der Qualität von Architektur und Innenraumgestaltung. Schlicht, funktional, steril – das ist die Welt, die Erkrankte meist vorfinden. Doch den hocheffizienten, maschinenbasierten Medizinfabriken fehlt meistens etwas Entscheidendes. Etwas, was vor allem kranke Menschen dringend brauchen: Lebensqualität. Wärme, Geborgenheit, Ruhe. Rückzugsmöglichkeiten. Eine freundliche, einladende Atmosphäre. Immer mehr Studien belegen, was jeder Mensch instinktiv fühlt: Licht, Luft, Farben, attraktive Ausblicke – all das trägt dazu bei, dass man sich gerne in einem Raum aufhält. Und wer sich wohlfühlt, wird schneller gesund. Auch dafür gibt es zunehmend wissenschaftliche Nachweise. Wie können wir also die Architektur im Gesundheitswesen so verbessern, dass schon die Räume selbst den Heilungsprozess fördern? Die erste Folge stellt das Zentrum für Krebs und Gesundheit in Kopenhagen vor. Hier wurde alles umgesetzt, was nach heutigem Wissensstand gut für die Genesung ist. Und das mit einem regulären Budget. Schon vor fast hundert Jahren haben die Architekturlegenden Aino und Alvar Aalto beim Paimio Sanatorium in Finnland viele der Gestaltungskriterien angewendet, die heute als gesichert heilungsfördernd gelten. Das Sanatorium ist inzwischen ein Museum, wo man besichtigen kann, was „Healing Architecture“ ausmacht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 arteDeutsche Streaming-Premiere So. 05.04.2026 arte.tv
  • Folge 2 (26 Min.)
    Eine Krebserkrankung ist immer ein Schock. Die Betroffenen müssen nicht nur mit den Strapazen der Behandlung fertig werden, sondern auch mit den psychischen Belastungen, die eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit mit sich bringt. Für die daraus entstehenden Bedürfnisse bieten Krankenhäuser keinen Raum. Im Gegenteil. Oft sind sie anonyme, maschinenbasierte Medizinfabriken, getrimmt auf reibungslose Abläufe und Effizienz. Strenge Regularien und straffe Budgets zwingen sie dazu. Eine freundliche, schützende Umgebung kann dagegen helfen, Stress und Ängste abzubauen, das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten zu fördern. Dass das den Heilungsprozess maßgeblich unterstützen kann, ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen. Und deshalb gibt es die Maggie’s Centres. Sie sind so gestaltet sind, dass sich jeder Besucher willkommen und geschützt fühlen kann. Jenseits der strikten klinischen Hygieneauflagen bieten sie eine Umgebung, die an zu Hause erinnert. Wie machen sie das? Obwohl baulich kein Zentrum dem anderen gleicht, folgen sie alle dem umfassenden Maggie’s-Kriterienkatalog mit seinem strikten Raumprogramm, das sowohl große, offene Begegnungszonen als auch kleine, intime, eher geschlossene Räume für vertrauliche Gespräche vorsieht. Jedes Centre hat helle, lichtdurchflutete Räume mit großen Fenstern und Ausblicken in die Natur, hochwertige Designermöbel und eine Küche, wo man sich bei einer Tasse Tee mit anderen Betroffenen austauschen kann. Folge 2 stellt die Zentren in Dundee (Frank Gehry), Aberdeen (Snöhetta), Glasgow (OMA) und Leeds (Heatherwick Studio) vor. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 arteDeutsche Streaming-Premiere So. 12.04.2026 arte.tv
  • Folge 3 (26 Min.)
    Als seine kleine Tochter an Krebs erkrankte und viel Zeit im Krankenhaus verbringen musste, hatte der norwegische Rockmusiker Håvard Hernes eine Vision: Eine winzige, windschiefe Holzhütte in der Natur. Frische, würzige Waldluft. Stille. Ein Ort, an dem er mit seiner kranken Tochter und deren Schwester Zuflucht finden könnte vom anonymen Alltag auf der Kinder-Krebsstation. Håvard trat mit seiner Idee an das Osloer Architekturbüro Snøhetta heran. Zusammen entwarfen sie das ʺWaldkrankenzimmerʺ: Eine Holzhütte mit großen Fenstern und gemütlichen Innenräumen, ein Refugium nicht nur für Håvard und seine Kinder, sondern für alle Patientinnen und Patienten des Osloer Universitätskrankenhaus. In der Kinderpsychologin Dr. Maren Østvold Lindheim fand er eine engagierte Mitstreiterin. Sie entführte vom sterilen Klinikumfeld eingeschüchterte kleine Patientinnen und Patienten in die fast märchenhafte Atmosphäre der Hütte. Und siehe da: Hier konnten sie sich viel besser für Therapiegespräche öffnen. Seither hat die Stiftung Waldkrankenzimmer eine zweite Hütte in Kristiansand gebaut. Zwei weitere sind in Planung. Ähnlich und doch ganz anders: Die Waldkliniken Eisenberg von Matteo Thun. Im Thüringer Wald hat der Architekt sein ʺHospitectureʺ-Konzept umgesetzt. Für ihn sollte ein Krankenhaus gastfreundlich und komfortabel sein wie ein gutes Hotel. Die Erkrankten, die für einen Aufenthalt in die Klinik kommen, sind für ihn Gäste. Die umgebende Natur, ökologische Baumaterialien und eine hochwertige Ausstattung sind zentrale Faktoren des ganzheitlichen Gesundheitsprogramms. Hotelkomfort und Waldbaden für Kassenpatienten: So kann ʺHealing Architectureʺ funktionieren. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 arteDeutsche Streaming-Premiere So. 19.04.2026 arte.tv
  • Folge 4 (26 Min.)
    Bunte Farben, Raum zum Spielen und viel Tageslicht – ʺHealing Architectureʺ kann dazu beitragen, dass Klinikaufenthalte für Kinder angenehmer werden. Eine freundliche, einladende Umgebung hilft, Stress zu reduzieren und baut Ängste ab. Stress belastet das Immunsystem, und wenn Kinder sich entspannen können – vielleicht sogar wohlfühlen – trägt das wesentlich zum Heilungsprozess bei. In der chinesischen Metropole Shenzhen haben die ʺHealing Architectureʺ-Expertinnen und -Experten vom Münchner Architekturbüro Nickl & Partner ein riesiges Kinderkrankenhaus mit vielen Fenstern, viel Farbe und nicht zuletzt viel Grün gebaut. Zahlreiche Studien haben belegt, dass der Aufenthalt in der Natur genesungsfördernd ist – für Jung und Alt. Deshalb ist auch das Alzheimerdorf im südfranzösischen Dax von einer großzügigen Grünanlage umgeben, in der sich die Erkrankten frei bewegen können. Das baut Stress und Ängste ab und hält fit. Die Patientinnen und Patienten fühlen sich besser und benötigen erwiesenermaßen weniger Medikamente. Dazu trägt auch bei, dass das gesamte Areal angelegt ist wie ein ganz normales Dorf – mit Wohnhäusern, Marktplatz, Lebensmittelladen und Frisör. Das hilft, sich besser zurechtzufinden. Auch für das ʺKrankenhaus der Zukunftʺ spielt Grün eine zentrale Rolle. Der Entwurf des Rotterdamer Architekturbüros OMA sieht ein Raster von Räumen vor, die sich so um kleine Gärten gruppieren, dass jedes Zimmer einen Blick ins Grüne hat. Heilende Räume tun allen gut, Kindern wie Alten. Mit den Prinzipien der ʺHealing Architectureʺ zu bauen, wird daher in Zukunft immer wichtiger werden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 arte
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