10 Folgen
1. Griechenland (Grèce: l’Acropole, Mykonos, les Météores)
Folge 1 (26 Min.)Der erste Teil der Dokumentationsreihe wirft einen Blick von oben auf drei berühmte Orte in Griechenland, dem Reich der Götter.(1): Die Rettung der Athener Akropolis Der Beitrag zeigt die wohl umfangreichsten Restaurierungsarbeiten der Welt, die an dem berühmten Kulturdenkmal vorgenommen werden. Seit über 30 Jahren bemühen sich Ingenieure, Archäologen, Chemiker, Architekten, Bildhauer und Zeichner um die Erhaltung dieses 2.500 Jahre alten Ensembles. Viele der verwendeten Methoden ähneln medizinischen oder zahnmedizinischen Techniken: Reinigung mit Wasserstoffperoxyd, Einsatz von Titan oder Schläuche, die an Infusionen erinnern. Die Akropolis gleicht einer Schwerkranken auf dem Wege der Genesung. (2): Die Kykladen-Insel Mykonos Auf der kleinen Insel Mykonos soll es mehr Kirchen und Kapellen geben als in Rom. Fest steht, dass Mykonos von allen Kykladen-Inseln die meisten religiösen Bauwerke hat, nämlich 360. Die Kapellen wurden errichtet, um Gott für die glückliche Heimkehr der Seeleute nach langer Fahrt zu danken. Heute leben auf Mykonos neben alteingesessenen, traditionsverbundenen Menschen auch zahlreiche Neubewohner in außergewöhnlichen Behausungen. Ein auf der Insel ansässiger Architekt stellt diese Bauwerke vor. (3): Meteora-Klöster in schwindelnder Höhe Diese beeindruckende Stätte ist eine einmalige geologische Formation und zugleich eine höchst ungewöhnliche Klosteranlage. Seit über 1.000 Jahren führen Mönche der Meteora-Klöster im Gebirge von Thessalien ein asketisches Leben. Fünf der 24 Gebäude sind heute noch von Mönchen oder Nonnen bewohnt. Der Beitrag zeigt den Tagesablauf einer Nonne in einem der Klöster zwischen Himmel und Erde. Meteora ist ein spektakulärer Ort, zu dem Fernsehkameras nicht jeden Tag Zugang haben. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 21.08.2006 arte Original-TV-Premiere Mo. 21.08.2006 arte France 2. Großbritannien und Irland (Royaume Uni et Irlande)
Folge 2 (26 Min.)Der zweite Teil der Dokumentationsreihe lädt zu einer Entdeckungsreise nach Großbritannien und Irland ein. Auf den beiden Inseln haben sich trotz der hohen Industrialisierung Naturräume und zahlreiche Traditionen über Jahrhunderte erhalten.(1): Der Londoner Stadtteil Westminster Im Londoner Stadtteil Westminster gibt es viel zu sehen und zahlreiche Geschichten zu erzählen: die Statuen der Märtyrer des 20. Jahrhunderts an der Fassade der Westminster Abbey und die Geschichte Oliver Cromwells, dessen abgeschlagener Kopf 25 Jahre lang auf dem Dach der Abtei aufgepflanzt blieb, sowie die des Boxers „Big Ben“ Caunt, der dem berühmten Glockenturm seinen Namen gab. Eine „lebendige Sehenswürdigkeit“ ist Brian Haw, der hartnäckig tagaus, tagein vor dem Parlament gegen den Krieg im Irak demonstriert und gegen den die Staatsgewalt machtlos ist. (2): Die Universität Oxford Die traditionsreiche Hochschule umfasst 39 Colleges mit insgesamt 17.000 Studenten. Zwischen den verschiedenen Colleges herrscht seit jeher lebhafte Konkurrenz, die sich heutzutage im Wetteifern um architektonisches Prestige sowie sportlichen und akademischen Erfolg niederschlägt. Doch nicht immer fand die Rivalität einen so friedlichen Ausdruck. (3): Die irischen Araninseln Die Bewohner der drei Eilande halten die gälischen Traditionen aufrecht, die im restlichen Irland immer mehr verloren gehen. Die Frauen stricken noch heute Pullover in den „Aranmustern“, die sich durch große Formen- und Farbenvielfalt auszeichnen. Früher hatte jede Familie ihre eigenen Muster, an denen man an Land gespülte tote Fischer und Seeleute erkannte. Die Inselbewohner sind wortkarg und reden nicht viel miteinander, aber sie pflegen abends im Pub den traditionellen „Sean-nos“-Gesang, den Gesang „auf alte Art“. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Di. 22.08.2006 arte Original-TV-Premiere Di. 22.08.2006 arte France 3. Skandinavien (Pays nordiques)
Folge 3 (26 Min.)Der dritte Teil der zehnteiligen Dokumentationsreihe zeigt die drei skandinavischen Länder Dänemark, Schweden und Finnland mal „von oben“ und mal „von unten“.(1): Dänemark: Kopenhagen Im Herzen der dänischen Hauptstadt liegt ein ungewöhnlicher Ort: der Freistaat Christiania. Er befindet sich auf einem ehemaligen Militärgelände, das 1970 von einer Gruppe Hippies besetzt wurde. Christiania wurde zum „Freistaat“ erklärt, in dem die Bewohner unabhängig vom dänischen Staat nach alternativen Vorstellungen von Demokratie und Kultur leben. Heute hat Christiania zirka 800 feste Einwohner, ist jedoch weit über seine Grenzen hinaus bekannt und zieht viele internationale Besucher an. (2): Schweden: Die Stockholmer Schären Vor Stockholm liegen etwa 24.000 Inseln, Schären genannt, von denen einige Tausend bewohnt sind. Zu den Bauernfamilien, die auf den Schären leben, kommen sowohl Lebensmittel als auch der Arzt und der Briefträger mit dem Schiff. Und auch die Kinder fahren mit dem Boot zur Schule. Das Land wird den Bauern von einer Stiftung kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung kümmern sie sich um 18 kleine Inseln, auf denen ihre Schafe weiden. Obwohl die meisten Grundstücke in Privatbesitz sind, genießen die Schweden in den Schären ein Gewohnheitsrecht, das individuelle Freiheit mit der Achtung vor den Rechten anderer vereint. Jeder darf hier fremden Grund betreten oder in fremden Gewässern fahren, Blumen pflücken oder Beeren und Pilze sammeln, solange man Gärten und bestellte Felder respektiert, Lärm vermeidet, nichts beschädigt oder verschmutzt und Weidezäune wieder hinter sich schließt. (3): Finnland: Die Burg von Savonlinna Der Saimasee in Karelien liegt wie ein Binnenmeer an der Grenze zwischen Europa und Russland. In dieser Region, die für die großen Nachbarländer stets ein Objekt des Begehrens war, fanden im Lauf der Geschichte etwa ein Dutzend Kriege statt. Heute verläuft die russisch-finnische Grenze mitten durch Karelien. Die Burg Olavinlinna im finnischen Savonlinna, einst Schauplatz blutiger Schlachten, wird heute anlässlich von Festspielen, bei denen fünf große Opern zur Aufführung kommen, alljährlich für einige Tage zu einem europäischen Treffpunkt. Im Film kommen sowohl beteiligte Künstler als auch von weit her angereiste Zuschauer zu Wort. Darüber hinaus gibt es rund um den Saimasee noch viele andere überraschende Ereignisse und Begegnungen. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mi. 23.08.2006 arte Original-TV-Premiere Mi. 23.08.2006 arte France 4. Südliches Mitteleuropa (Europe centrale sud)
Folge 4 (26 Min.)Der vierte Teil der Reihe führt ins Dreiländereck Ungarn, Slowenien und Österreich. Die drei Staaten im Herzen Mitteleuropas sind durch eine gemeinsame Geschichte unter der Herrschaft der Habsburger eng verbunden.(1): Ungarn: Budapest Die Thermalbäder der ungarischen Hauptstadt blicken auf eine tausendjährige Geschichte zurück und haben bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Sie sind ein Stück Lebenskunst in einer Stadt mit unvergänglichem Charme. Die Budapester lieben ihre Bäder, die in prachtvollen Gebäuden untergebracht sind. Aber auch die Freibäder Budapests sind mit reichem Jugendstildekor ausgestattet und sind im Film aus der Vogelperspektive zu sehen. (2): Slowenien: Bled Die Stadt im Süden der slowenischen Alpen ist einer der bezauberndsten Orte Europas. Im Bleder See liegt die einzige Insel des Landes. Sie ist nur per Ruderboot zu erreichen, denn Motorboote sind auf dem See verboten. Nur 20 Familien haben einen Kahn. Diese Familien stammen aus dem ärmsten Dorf der Gegend, und der Besitz eines Bootes ist ein Privileg, das ihnen bis heute erhalten blieb. – In Bled scheint die Zeit wahrhaft stillzustehen. (3): Österreich: Salzburg Dem Salz – auch „weißes Gold“ genannt – verdankt die Stadt Salzburg ihren Namen und ihren Reichtum. Die Kirchenfürsten bauten während ihrer 800-jährigen Herrschaft den Ort zu einer befestigten Stadt aus, die den damaligen europäischen Metropolen in nichts nachstand. Die Festung Hohensalzburg, die oft mit dem Vatikan verglichen wird, befindet sich im Zentrum der Stadt. Bei ihrem Bau wurde die Burg durch Geheimgänge mit den wichtigsten Gebäuden des Erzbischofssitzes verbunden. Diese Gänge durften außer von den Erzbischöfen nur von wenigen Privilegierten benutzt werden und sind nach wie vor der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Film gewährt Einblick in diese Gänge. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Do. 24.08.2006 arte Original-TV-Premiere Do. 24.08.2006 arte France 5. Frankreich (France)
Folge 5 (26 Min.)Der fünfte Teil der zehnteiligen Dokumentationsreihe zeigt das Dorf Bonifacio, das Schloss Chenonceau und den Mont Saint-Michel. Alle drei Orte, an denen das Wasser allgegenwärtig ist, gehören ohne Zweifel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs, wenn nicht gar Europas.(1): Bonifacio Das Dorf liegt in Schwindel erregender Höhe auf einer Klippe mehr als 60 Meter über dem Meer und ist wohl das schönste Dorf Korsikas. Im umliegenden Naturschutzgebiet wird nach den seltenen Roten Korallen getaucht, deren Ernte streng reglementiert ist. Der Film zeigt die Begegnung mit einem Taucher, der in mehr als 100 Metern Tiefe arbeitet. (2): Schloss Chenonceau Chenonceau, eines der prunkvollsten Loire-Schlösser, trägt den Beinamen „Schloss der Frauen“. Das elegante Bauwerk wurde von so einflussreichen Frauen wie den erbitterten Rivalinnen Diane de Poitiers und Catherine de Medici bewohnt. Sicherlich haben die Damen hier auch Verschwörungen angezettelt und Mordpläne geschmiedet. (3): Der Mont Saint-Michel Auf dem Mont Saint-Michel entstand in tausend Jahren härtester Arbeit das „Wunder des Abendlandes“. Unter anderem erzählt Bruder François, einer der Mönche der Abtei, die Geschichte des Mont Saint-Michel und berichtet über sein Leben an diesem Ort des Gebets und der geistigen Einkehr. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Fr. 25.08.2006 arte Original-TV-Premiere Fr. 25.08.2006 arte France 6. Deutschland (Allemagne)
Folge 6 (26 Min.)Im sechsten Teil der Dokumentationsreihe werden drei der bekanntesten deutschen Bauwerke aus der Vogelperspektive und vom Boden ins Visier genommen: Der Kölner Dom, der Berliner Reichstag und das bayerische Schloss Neuschwanstein.(1): Der Kölner Dom: Nur wenige katholische Gotteshäuser gelten wie der Kölner Dom als „himmlische Stadt“ aus Stein und Klang. Bei seiner Einweihung im Jahre 1880 war der 157 Meter hohe Dom das höchste Bauwerk der Welt. Es blieb eine ewige Baustelle. Die Kölner sagen gern, dass an dem Tag, an dem der Dom kein Gerüst mehr hat, die Welt untergeht. Claus Doering ist einer der 60 Mitarbeiter des Restaurationsteams, das den Dom instandsetzt. Er berichtet, wie er vor 20 Jahren das erste Falkenpaar für den Einsatz auf der Kathedrale abrichtete. Seitdem machten bereits mehrere Generationen dieser Raubvögel hier Jagd auf die unzähligen Tauben, die den Dom beschmutzen. (2): Der Berliner Reichstag: Der Reichstag ist Symbol der Niederlage, der Hoffnung und der Erneuerung. Nachdem es mehrere Jahrzehnte lang ungenutzt geblieben war, ist das Gebäude seit sieben Jahren wieder Sitz des Deutschen Bundestages. 1995 wurde der Reichstag von dem Künstler Christo verhüllt und bleib zwei Wochen lang „eingepackt“. Der Historiker Michael Cullen, Kenner der Reichstagsgeschichte und Initiator der Verhüllung, führt durch das Gebäude. Für 180 Menschen hat der Reichstag eine besondere persönliche Bedeutung: Sie wurden in den letzten beiden Kriegsjahren im Keller des Parlamentsgebäudes geboren. Der Film zeigt ein Gespräch mit einem dieser „Reichstagskinder“. (3): Schloss Neuschwanstein: Für den Bayernkönig Ludwig II. war Schloss Neuschwanstein das Paradies auf Erden, das er seinen Träumen gemäß erbauen ließ. Der Mythos des Märchenkönigs liegt über dem Bauwerk und zieht die Menschen in seinen Bann, so wie Maximilian Kühne, der seine Kindheit am Fuß des Schlosses verbrachte. Ludwig II. wohnte nur 175 Tage in seinem Zufluchtsort. Die Bauarbeiten mussten unterbrochen werden, weil dem König das Geld ausging. Neuschwanstein wurde nie fertig gestellt. Daher sind nur 15 Räume eingerichtet und Besuchern zugänglich. In den 65 anderen Räumen, in denen seit 1886 nichts verändert wurde, gibt es nur nacktes Mauerwerk zu sehen. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 28.08.2006 arte Original-TV-Premiere Mo. 28.08.2006 arte France 7. Italien (Italie)
Folge 7 (26 Min.)Der siebte Teil der zehnteiligen Dokumentationsreihe besucht drei historisch bedeutende Orte in Italien.(1): Der Ponte Vecchio in Florenz: Über den Arno führt eine der berühmtesten Brücken der Welt, der Ponte Vecchio. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Brücke von Juwelierläden gesäumt. Die letzte echte Juwelierwerkstatt auf dem Ponte Vecchio ist heute das Geschäft der Fratelli Piccini. Bereits seit vier Generationen geht die Familie auf der Brücke ihrem Gewerbe nach. Der Ponte Vecchio birgt auch ein Geheimnis. Über den Ständen und Werkstätten verläuft ein Teil des „Corridoio Vasariano“, eines ein Kilometer langen geheimen Gangs. (2): Das Kolosseum in Rom: Vor 2000 Jahren zog das Amphitheater bis zu 70.000 Zuschauer an. Die Archäologin Marina Giustini, die im Kolosseum arbeitet, beschreibt den Ablauf eines Tages, an dem Spiele ausgetragen wurden: Das Amphitheater war 50 Meter hoch und hatte einen Umfang von 530 Meter, das Fundament war 13 Meter tief. Am Vormittag fanden Raubtierkämpfe statt. Die Käfige der Tiere befanden sich in den unterirdischen Gewölben, in denen auch das Dekor für die Spiele gebaut wurde. 28 Aufzüge brachten die Tiere und Kulissen in weniger als acht Minuten in die Arena. Die besten Plätze auf den unteren Rängen waren zugleich die gefährlichsten. Ein mit Elefantenstoßzähnen bestückter Metallzaun trennte sie von der Arena. Zusätzlich standen Bogenschützen zum Schutz der Zuschauer vor den Raubtieren bereit. Während der Mittagspause wurden Todesurteile vollstreckt. Die Hinrichtungen wurden wie Schauspiele inszeniert. So stellte man zum Beispiel den Ikarus-Mythos nach, indem man einem Verurteilten Flügel anschnallte und ihn von einem Felsen stürzte. Nachmittags gehörte die Arena den größten Helden der Römer: den Gladiatoren. (3): Der Stromboli: Der Vulkanologe Marco ist einer der offiziellen Vulkanführer am Stromboli. Zurzeit beaufsichtigt er im Auftrag des Zivilschutzes die Bauarbeiter, die an den gefährlichsten Stellen Schutzhütten errichten. Der Stromboli ist einer der aktivsten und bestüberwachten Vulkane der Welt. 2002 löste ein ungewöhnlich starker Lavafluss einen Tsunami aus. Am Vulkanhang liegt das Dorf Ginostra. Dessen Bewohner sind sich der Gefahr bewusst, in der sie leben. Am 5. April 2003 fielen glühende Lavabrocken auf die Häuser und Straßen. Monica und Gianluca, Inhaber des Gemischtwarenladens in Ginostra, erzählen, wie die 25 Dorfbewohner den Winter verbringen und wie sie mit der ständigen Bedrohung umgehen. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Di. 29.08.2006 arte Original-TV-Premiere Di. 29.08.2006 arte France 8. Die baltischen Länder (Pays Baltes)
Folge 8 (26 Min.)Im Ostseeraum zwischen Polen und Russland liegen die baltischen Länder, Lettland, Estland und Litauen. Nach Jahrzehnten hinter dem Eisernen Vorhang gelten sie heute als ein Geheimtipp für alle, die unberührte Natur suchen. Aber die drei Länder haben sich inzwischen auch modernster Technik geöffnet. Die Reise ins Baltikum führt uns in die lettischen und estnischen Hauptstädte Riga und Talinn und auf den litauischen Hügel der Kreuze.(1): Riga – Lettland: Über 40 Prozent der Einwohner Rigas sind Russen. Die lettischen und russischen Bevölkerungsgruppen leben in der Stadt nebeneinander her, ohne sich zu vermischen. Durch die Unabhängigkeit Lettlands wurden die russischsprachigen Minderheiten im Land staatenlos. Heute betrifft dies noch circa 600.000 Personen. Viele Bewohner Lettlands, die aus Russland, Weißrussland und der Ukraine stammen, durchlaufen das lettische Einbürgerungsverfahren, das einen Sprachtest sowie Prüfungen in lettischer Geschichte und Verfassungskunde beinhaltet. Nur bei Bestehen dieser Prüfung werden sie vollwertige lettische Staatsbürger. (2): Der Hügel der Kreuze in Litauen: Dieser Hügel ist eine Gedenkstätte für die zahlreichen Litauer, die von russischen Angreifern getötet wurden. Obwohl russische Bulldozer die Hunderttausende von Kreuzen mehrmals niederwalzten, tauchten immer wieder neue auf. Heute ist der Hügel ein viel besuchter Ort in Litauen. Ein Kunsthandwerker, der Kreuze fertigt, berichtet über diese Tradition. (3): Tallinn – Estland: Tallinn ist die besterhaltene mittelalterliche Stadt Europas und kann zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten vorweisen. Zugleich wird Hightech hier so groß geschrieben wie in kaum einer anderen europäischen Hauptstadt. Allen Esten steht ein kostenloser W-LAN-Anschluss zur Verfügung. Das Internet ist ein wichtiges Kommunikationsmittel in Estland. Die Regierung wendet sich über das Internet an die Bürger, und die Patienten in den Krankenhäusern bleiben per E-Mail in Kontakt mit ihren Familien. Auch Schulen nutzen das Internet, um Zeugnisse und andere Informationen an die Eltern zu schicken. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mi. 30.08.2006 arte Original-TV-Premiere Mi. 30.08.2006 arte France 9. Spanien (Espagne)
Folge 9 (26 Min.)Der neunte Teil der zehnteiligen Dokumentationsreihe zeigt die Sagrada Familia in Barcelona, die Kathedrale von Córdoba sowie Ronda, den Geburtsort des Stierkampfs.(1) Hinter den Kulissen der Sagrada Familia: Das Wahrzeichen Barcelonas ist eine ewige Baustelle. Seit mehr als 120 Jahren wird an der höchsten Kirche der Welt gearbeitet. Chefarchitekt Jordi Bonet führt durch das Bauwerk. (2) Die Moschee-Kathedrale von Córdoba: In Córdoba lebten 800 Jahre lang Angehörige der drei monotheistischen Religionen eng zusammen. Die Moschee-Kathedrale entstand mitten in „la Judería“, dem jüdischen Viertel der Stadt. Die Moslems waren die ersten, die die Anwesenheit der Juden duldeten und ihnen die Ausübung ihrer Religion gestatteten. (3): Ronda, der Geburtsort des Stierkampfs: Bereits im Mittelalter wurden auf dem Viehmarkt von Ronda Stiere verkauft, mit denen die Ritter sich im Kampf übten und dabei ihre Geschicklichkeit zur Schau stellten. Im 18. Jahrhundert wurde die Arena von Ronda gebaut. Zugleich löste der Stierkampf zu Fuß den Kampf zu Pferd ab, und es entwickelten sich die bis heute gültigen Regeln für die Corrida. Ursprünglich wurden die durch die Kämpfe gefährlich aggressiv gewordenen Stiere geschlachtet und ihr Fleisch an die Armen verteilt. So begann die Verwendung von Stierfleisch in der spanischen Küche. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Do. 31.08.2006 arte Original-TV-Premiere Do. 31.08.2006 arte France 10. Nördliches Mitteleuropa (Europe centrale nord)
Folge 10 (26 Min.)Der letzte Teil der Dokumentationsreihe besucht Danzig und die Burg Malbork in Polen, in der Slowakei steht die Hauptstadt Bratislava auf dem Programm.(1): Danzig – Polen: Zahlreiche Orte in Danzig sind mit der Geschichte der Gewerkschaft Solidarnosc verknüpft. Der bedeutendste ist Tor 2 der ehemaligen Leninwerft, wo alles begann. Auch die Kirche der Heiligen Brigide ist bekannt. In ihrem Glockenturm hielten Gewerkschafter und Geistliche – vor den Blicken der Miliz verborgen – geheime Versammlungen ab, denn neben den Einwohnern der Stadt unterstützte auch die katholische Kirche die Streikenden. Noch heute gibt es eine Kapelle, die Solidarnosc zugeeignet ist. (2): Burg Malbork (Marienburg) – Polen: Die Burg Malbork gilt als größter Backsteinbau aller Zeiten und größte mittelalterliche Festung Europas. Sie war das diplomatische, militärische und religiöse Zentrum sowie der wichtigste Handelsplatz der Deutschordensritter. 1945 wurde die Burg durch Luftangriffe fast völlig zerstört und nach Kriegsende wieder aufgebaut. Die heutige „mittelalterliche“ Burg ist also nur circa 60 Jahre alt. Seit 1997 gehört Burg Malbork zum Weltkulturerbe der UNESCO. (3): Bratislava – Slowakei: Laszlo Teren ist einer der gefragtesten Künstler in der Slowakei. Der Maler und Bildhauer stellt drei Orte in Bratislava vor. Die Altstadt mit ihren gepflasterten Straßen ist der letzte Überrest der Vergangenheit in der slowakischen Hauptstadt. Die Neue Brücke, Symbol des Sozialismus der 70er Jahre, verbindet die Altstadt und den Stadtteil Petrzalka, die größte Schlafstadt Europas. Das Hotel Kiew galt als das schönste Hotel in der Slowakei und hat sich seit seinem Bau in den 80er Jahren nicht verändert. Bratislava ist eine kleine Hauptstadt mit einer vielschichtigen Vergangenheit. Hier an der Donau treffen unterschiedliche Welten aufeinander. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Fr. 01.09.2006 arte Original-TV-Premiere Fr. 01.09.2006 arte France
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