Folge 22

  • 22. Daniel Buren und Patrick Bouchain

    Folge 22 (51 Min.)
    Das von ihnen entworfene „Bühnenbild“ entstand mit jeder Sendung neu: Der jeweilige Gast durfte eine Farbe wählen, die während des Studiogesprächs langsam aus den Farbrinnen floss und am Ende der Sendung zusammen mit der unveränderlichen Zweitfarbe Weiß ein Streifenmuster ergab. In der Sendung blicken Patrick Bouchain und Daniel Buren auf das Abenteuer zurück, das sie 1985 zusammenführte: die Restaurierung des Ehrenhofs des Pariser Palais Royal. Ursprünglich ein Stein des Anstoßes, gehören die so genannten „Buren-Säulen“ heute zu der absoluten Sehenswürdigkeit der französischen Hauptstadt. Der Name Daniel Buren wird automatisch mit dem von ihm entworfenen Längsstreifenmuster in Verbindung gebracht. Die Grundkombination aus weißen und farbigen Streifen wandelt Buren in unzähligen Varianten ab, denn jedes seiner vor Ort geschaffenen Kunstwerke reflektiert die Charakteristika seines Umfelds. Präzision und Radikalität zeichnen den international anerkannten Konzeptkünstler aus, dessen Werke oft nur für die Dauer einer Ausstellung existieren. Der Architekt Patrick Bouchain schuf in den letzten 20 Jahren einige der gelungensten Kulturstätten in Frankreich und im Ausland. Mit seinen Raumkreationen, die die Menschen sich zu Eigen machen können, wehrt sich der Nonkonformist gegen alle schwerfälligen Regeln, die Eigeninitiative und Unternehmergeist beschränken. Als Gastarchitekt der ersten BauNetz-Biennale in Venedig 2006 verwandelte er den französischen Pavillon
    gemeinsam mit Daniel Buren und anderen Künstlern in eine „Métavilla“, die, so Bouchain, „vom Menschen in Beschlag genommen werden kann. Der aus Industriegerüst-Stangen bestehende Pavillon wurde für kurze Zeit zum Wohn- und Arbeitsraum und machte das Biennale-Thema der globalen Verstädterung am kleinen Modell nachvollziehbar. Der Maler und Bildhauer Daniel Buren wird 1938 in Boulogne-Billancourt bei Paris geborgen. In den 60er Jahren sorgt er erstmals mit seinen schwarzweißen Streifenmustern für Aufsehen. In den 80er Jahren bekommt er erste Aufträge für die Gestaltung öffentlicher Räume, der bekannteste Raum „Les Deux Plateaux“ befindet sich im Ehrenhof des Palais Royal in Paris. Auf der Biennale in Venedig wird Buren 1986 für diese Arbeit mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In den 90er Jahren geht er dazu über, Räume nicht nur zu dekorieren, sondern sie zu verformen: Er baut in ihnen Trennwände, Korridore und begehbaren Kuben ein. Patrick Bouchain, französischer Architekt, wird 1945 in Paris geboren. Neben seiner Tätigkeit als Architekt unterrichtet er bis in die 80er Jahre an verschiedenen Hochschulen und wird schließlich Berater des Kulturministers Jack Lang sowie des Präsidenten des Louvres. Als Architekt gestaltet er neben Geschäften und Firmensitzen vor allem Theaterbauten wie das Théâtre Zingaro in Aubervilliers, Zirkuszelte und -schulen. Im Laufe seiner Karriere arbeitet er immer wieder mit zeitgenössischen Künstlern zusammen wie Daniel Buren, Claes Oldenburg und Jean-Luc Vilmouth. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 09.11.2006 arte

Sendetermine

Fr. 10.11.2006
00:15–01:10
00:15–
NEU

evtl. ältere Sendetermine sind noch nicht erfasst

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