Dokumentation in 2 Teilen

  • Folge 1 (45 Min.)
    Es ist eine völlig verrückte Idee: Die Mauer ist gerade gefallen, Berlin steht Kopf – und drei Radiomacher vom Sender Freies Berlin beschließen, ein Konzert für Zehntausende zu organisieren. Noch am selben Wochenende. In nur 50 Stunden. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Doch plötzlich scheint alles möglich. BAP sagt sofort zu. Nina Hagen auch. Die Toten Hosen erfahren in Paris vom Mauerfall und machen sich auf den Weg nach Berlin. Udo Lindenberg will unbedingt dabei sein. Und auch Melissa Etheridge, Joe Cocker und Bruce Springsteen stehen auf der Wunschliste. Während Millionen Menschen nach Westberlin strömen, telefonieren sich die drei Organisatoren die Finger wund. Sie suchen Künstler, buchen Flüge und Hotelzimmer und versuchen, auch die wichtigsten Bands aus der DDR zu erreichen. Vieles klappt nur durch Zufall, Improvisation und die Euphorie dieses außergewöhnlichen Moments. Das Konzert soll vor dem Reichstag stattfinden – direkt an der gerade geöffneten Mauer. Doch dann, 29 Stunden vor dem geplanten Beginn, der Schock: Die Stadt sagt den Veranstaltungsort aus Sicherheitsgründen ab. Die ersten Stars sind bereits unterwegs, aber das Konzert hat keine Bühne mehr. „Das legendäre Konzert für Berlin ’89“ erzählt in dieser Folge von einer wahnwitzigen Idee, einem Berlin im Ausnahmezustand und drei Radiomachern, die fest entschlossen sind, das Unmögliche möglich zu machen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.11.2026 3sat
  • Folge 2 (45 Min.)
    Die Bands haben zugesagt, einige sind bereits auf dem Weg nach Berlin – doch das Konzert zum Mauerfall hat keinen Veranstaltungsort mehr. Nur noch 29 Stunden bleiben. Was nun? Die verzweifelte Suche führt schließlich zur Deutschlandhalle. Ihr Chef sagt spontan zu, die Bühne eines Countryfestivals bleibt einfach stehen. Damit beginnen die nächsten Probleme: Wie sollen Zehntausende innerhalb weniger Stunden von dem Konzert erfahren? Wie sollen die Künstler durch das völlig verstopfte Berlin kommen? Und wie bekommt man Joe Cocker rechtzeitig aus Dänemark in die Stadt? Am 12. November 1989 öffnen sich die Türen. Künstler aus Ost und West stehen gemeinsam auf der Bühne: BAP spielt erstmals vor seinen Fans aus der DDR, Udo Lindenberg dichtet seinen „Sonderzug nach Pankow“ um, die Toten Hosen bringen die Halle zum Kochen. Während des Konzerts kommt die Nachricht, dass der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze aufgehoben ist. In der Halle fließen Tränen. Elf Stunden dauert dieser musikalische Ausnahmezustand. Zum Finale versammeln sich fast alle Künstler um Joe Cocker und singen gemeinsam „With a Little Help from My Friends“. Die zweite Folge von „Das legendäre Konzert für Berlin ’89“ erzählt von Chaos, Mut und Improvisation – und von einer Nacht, in der Ost und West gemeinsam feiern und für einen kurzen Moment alles möglich scheint. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.11.2026 3sat
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