Staffel 1, Folge 1–4

    • Staffel 1, Folge 1
      Seit mehr als 22 Jahren ist Marie-Luise Marjan immer wieder sonntags in der Lindenstraße zu sehen. Als „Mutter Beimer“ beschwört sie geradezu das Idyll der heilen Familienwelt. Diese und 25 andere Mutterrollen haben Marie-Luise Marjan mittlerweile den Titel „Mutter der Nation“ eingebracht. Ein Image, das mit ihrem wirklichen Leben nichts zu tun hat: Sie selbst weiß so gut wie nichts über ihre leibliche Mutter und ihren wirklichen Vater hat sie auch nie kennengelernt. „Meine Ahnenforschung beginnt eigentlich bei meiner Geburt, denn in meiner Geburtsurkunde steht nur:“Vater unbekannt!’Fast alle Menschen haben eine Geburtsurkunde, da stehen Vater und Mutter drin, nur ich weiß es nicht.“ Marie-Luise Marjan wurde bereits als Kleinkind zur Adoption freigegeben. Erst mit 16 Jahren hat sie zum ersten Mal ihre leibliche Mutter getroffen, doch Mutter und Tochter blieben sich für immer fremd. Auch den Namen des Vaters wollte die leibliche Mutter nie preisgeben. Nebulös erzählte sie etwas von einem Luftwaffenoffizier aus Würzburg, der allerdings kaum zwei Jahre nach Geburt der kleinen Marie-Luise als Kampfflieger ums Leben kam. Von der Reise in die Vergangenheit erhofft sich Marie-Luise Marjan, nun Licht ins Dunkel zu bringen: „Wenn eine Mutter sagt: ‚Der ist dein Vater!‘, dann glaubt man ihr. Skeptisch wurde ich erst, als ich nachfragte und sie nichts erzählte. Wäre alles normal, hätte sie erzählt. Aber so? Ich hoffe, dass ich durch die Ahnenforschung meinen Vater finde, und das man auch belegen kann, dass es mein Vater ist.“ Die Suche nach ihrem Vater, nach ihrer leiblichen Familie, hat die Schauspielerin nie losgelassen. Sie führt Marie-Luise Marjan nun durch die ganze Bundesrepublik. Vom Ruhrgebiet bis ins Frankenland, von Westfalen bis ins Allgäu. Sie durchstöbert Archive, begegnet Zeitzeugen, unterzieht sich auf der Suche nach ihrem Vater einem DNA-Test und erlebt unvorstellbare Überraschungen. Ihre Ahnenforschung wird zu einer Reise durch das Deutschland des letzten Jahrhunderts, durch ein Land, in dem zwei Kriege jedes Schicksal mitbestimmt haben. Tatsächlich wird die Spurensuche das Geheimnis um ihre Familie lüften und das Leben der Marie-Luise Marjan verändern: „Man kann dem lieben Gott nur danken. Die Ahnenforschung hat mir so viele neue Verwandte beschert. Und das Wichtigste: Ich habe meine leibliche Mutter immer innerlich abgelehnt, weil ich ihr Verhalten einfach nicht nachvollziehen konnte. Das hat sich jetzt geändert. Ich verzeihe ihr, von ganzem Herzen.“ (Text: ARD)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 31.03.2008Das Erste
    • Staffel 1, Folge 2
      „Ich weiß nur: Wir kommen aus der Nähe von Danzig, Westpreußen. Vielleicht waren meine Vorfahren alles Bauern, die Hunderte von Jahren langweilig auf demselben Acker rumgestiefelt sind. Aber vielleicht waren ja auch Henker, Brandstifter und was weiß ich dabei“, sagt Armin Rohde und zieht sich einen weißen Schutzhelm auf. Der Schauspieler Rohde, der in „Rossini“, „Der bewegte Mann“ oder „Lola rennt“ zum Publikumsliebling avancierte, mit Goldener Kamera, Grimme-Preis und Bambi geehrt wurde, begibt sich nun auf seine Reise in die Vergangenheit seiner Familie. Sie beginnt unter Tage: in 1.000 Metern Tiefe schultert er den Kohle-Abbauhammer. Zum ersten Mal erfährt der 52-jährige Rohde, wie sein Vater Kurt als Bergmann für die Familie geschuftet hat. „Mein Vater wollte immer, dass wir es mal besser haben“, erzählt Armin Rohde: „Ich kann ihm nur unendlich dankbar sein, dass er mir dieses privilegierte Leben als Schauspieler ermöglicht hat. „Die Zeche in Bottrop ist der Ausgangspunkt für Rohdes Suche nach seinem Großvater Hermann, der aus dem Zweiten Weltkrieg nicht heimkehrte und bis heute als verschollen gilt. Wie über eine Million andere ungeklärte Schicksale. Armins Vater Kurt Rohde unterstützt seinen Sohn bei der detektivischen Arbeit. Mit Hilfe des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, Wehrmachtsarchiv und Kriegsgräberfürsorge versuchen die beiden, das Rätsel zu lösen. Der Autor Wolfgang Klauser war bei Rohdes Reise in die Vergangenheit ganz dicht dran an dem Star aus dem Ruhrpott. „Es gab Momente bei den Dreharbeiten“, sagt Klauser, „wo uns allen die Tränen in den Augen standen.“ Auch während eines Besuchs bei Tante Irmel. Sie überrascht den Schauspieler mit einem grauenhaften Kapitel aus der Familiengeschichte. Dann brechen Vater und Sohn nach Danzig auf. Im Staatsarchiv fahnden sie nach ihren Vorfahren, begeben sich auf die schwierige Spurensuche in den Dörfern der Danziger Höhe, aus denen nahezu alle Deutschen am Ende des Krieges vertrieben wurden. Die Doku zeichnet nicht nur eine spannende Familiengeschichte, sondern ist überdies ein sehr persönliches Porträt eines der bekanntesten deutschen Schauspieler. Wird Armin Rohde am Ende seiner Reise das Geheimnis seines Großvaters lüften? (Text: ARD)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 07.04.2008Das Erste
    • Staffel 1, Folge 3
      Es ist ein altes Familienfoto, das die Schauspielerin Christine Neubauer neugierig macht: irgendwie vertraute und doch unbekannte Gesichter. (Text: ARD)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 14.04.2008Das Erste
    • Staffel 1, Folge 4
      Er kann sich noch genau erinnern an jenen Tag, den 23. August 1963. Er war 14 Jahre alt, als er Rumänien verließ, verlassen musste. Seine Familie wurde von Verwandten aus Deutschland freigekauft. Seitdem hat ihn das Land, die Region, in der er geboren ist, nicht weiter interessiert. Peter Maffay, der eigentlich Peter Alexander Makkay heißt, musste erst einmal die Welt erobern. Er musste der erfolgreichste Rockstar Deutschlands werden. Keiner verkaufte mehr Scheiben als er, kein Westernhagen, kein Grönemeyer. Doch bald wird er 60 und jetzt kommen die Fragen. Woher komme ich eigentlich? Peter Alexander Makkay wird am 30. August 1949 in Kronstadt in Siebenbürgen geboren. Die Stadt hat viele Namen. Sie heißt auf Ungarisch Brassó, auf Rumänisch Brasov und auf Deutsch – einem Deutsch, bei dem das R ein bisschen mehr rollt als anderswo – Kronstadt. Dort in Siebenbürgen leben Rumänen, Ungarn und Siebenbürger Sachsen fast schon immer Seite an Seite. Gemeinsam mit seinem Vater Wilhelm macht sich Peter Maffay auf die Suche nach seinen Wurzeln. Alles, was die beiden haben, sind ein paar Erzählungen von früher, ein paar Fotos und ein paar Legenden im Gepäck. „Ich bin Mischmasch, ich liebe Mischmasch“, sagt Peter Maffay. Seine väterliche Linie, so glaubt er, sind stolze Männer mit ungarischen Wurzeln. Sein Opa Egon Makkay ist einer der Ersten, der in Kronstadt ein Kino aufmacht, zu der Zeit, in der sie noch Lichtspielhäuser heißen und das Besorgen der Filme ein echtes Abenteuer ist. Opa Egon fährt immer wieder über Nacht nach Wien, die neuesten Streifen besorgen. Aber danach? Wer waren diese Makkays? Eine Familienlegende erzählt, dass der Ur-Ur-Opa Stiefelmacher am Hofe des ungarischen Königs gewesen sei. Die mütterliche Linie, das sind alte Siebenbürger, so erzählt man es sich. Ein Leben, Generation um Generation, zwischen und mit Ungarn und Rumänen. Ein Deutschsein weit weg von den anderen. Die Familie seiner Mutter kommt aus Brenndorf, ein kleines Dorf im siebenbürgischen Burzenland, soviel wissen sie. Peter Maffay und sein Vater Wilhelm gehen auf eine spannende Spurensuche. Sie treffen Menschen, die mehr über ihre eigene Geschichte wissen, als sie selbst. Sie betreten die Orte, an denen ihre Vorfahren gelebt und geliebt haben, an denen sie traurig und an denen sie glücklich waren. Peter Maffay, ein einzelner Mensch, der viele verschiedene Strömungen der Geschichte in sich vereint. Ein Mensch, der wie kaum ein anderer die Brüche einer Region widerspiegelt. (Text: ARD)
      Deutsche ErstausstrahlungMo 28.04.2008Das Erste

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