Beachtliche Bauten und ihre wilden Nachbarn Folge 11: Am Wasser
Folge 11
11. Am Wasser(Secrets sauvages du patrimoine)
Folge 11 (43 Min.)
Bild: Arte
Am Mont-Saint-Michel herrschen Gezeiten, die zu den stärksten in Kontinentaleuropa zählen. Sie machen die Bucht rund um die mehr als tausendjährige Abtei zu einem sich ständig wandelnden Lebensraum für Seehunde, Zugvögel und Trichterwürmer. Weiter nördlich, auf der schottischen Isle of Mull, tummeln sich Papageitaucher an der Küste, über der die Burg Duart Castle thront. Über den Klippen schwebt wieder der majestätische Seeadler. Der große Raubvogel war fast ausgestorben und gilt heute als Symbol für erfolgreichen Artenschutz. Im Loiretal bieten die Schlösser Chambord, Villandry und Chenonceau eine unerwartete Kulisse für eine vielfältige und verborgene Tierwelt. In den königlichen Wäldern verstecken sich
Rothirsche, in den Feuchtgebieten seltene Salamander; Fledermäuse nisten auf alten Dachböden, und Schwalben bauen ihre Nester unter den Steinbögen.
Weiter südlich offenbart die Alhambra in Granada eine weitere Facette der Beziehung zwischen Mensch und Wasser. Die Nasriden waren geniale Architekten und schufen mit ihrem wasserdurchfluteten Bauwerk eine wahre Oase für Insekten und seltene Amphibien. Die Reise endet am Pont du Gard, einem Meisterwerk römischer Ingenieurskunst. Am Fluss Gardon unter dem Aquädukt leben Biber, Vipernattern und Etruskerspitzmäuse. Ein weiterer Beweis, dass die größten Bauwerke zu Refugien für allerlei Lebewesen werden können, wenn Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. (Text: arte)