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    • 8. Die Säkularisation
      Folge 8
      Bayerisches Fernsehen BAYERN MACHT GESCHICHTE, "Die Säkularisation", am Mittwoch (18.02.15) um 22:00 Uhr. Die Säkularisation - die Enteignung und Aufhebung der Klöster - war einer der größten Umbrüche der bayerischen Geschichte. 1802/03 hat sie eine tausend Jahre alte Ordnung vernichtet, dabei vieles zerstört, zugleich aber auch Neues möglich gemacht. Die Dokumentation gibt Einblick in diese Umbruchszeit, deren Folgen bis in unsere Zeit hineinreichen. Kloster Benediktbeuern. – Bild: BR
      Bayerisches Fernsehen BAYERN MACHT GESCHICHTE, "Die Säkularisation", am Mittwoch (18.02.15) um 22:00 Uhr. Die Säkularisation - die Enteignung und Aufhebung der Klöster - war einer der größten Umbrüche der bayerischen Geschichte. 1802/03 hat sie eine tausend Jahre alte Ordnung vernichtet, dabei vieles zerstört, zugleich aber auch Neues möglich gemacht. Die Dokumentation gibt Einblick in diese Umbruchszeit, deren Folgen bis in unsere Zeit hineinreichen. Kloster Benediktbeuern. – Bild: BR

      Die Säkularisation – die Enteignung und Aufhebung der Klöster – war einer der größten Umbrüche der bayerischen Geschichte. 1802/03 hat sie eine tausend Jahre alte Ordnung vernichtet, dabei vieles zerstört, zugleich aber auch Neues möglich gemacht. Die Dokumentation gibt Einblick in diese Umbruchszeit, deren Folgen bis in unsere Zeit hineinreichen. Um 1800 gibt es im heutigen Bayern eine Vielzahl von Klöstern und unabhängigen geistlichen Staaten. Von den bettelnden Franziskanern über die reichen Prälatenklöster bis hin zu adligen Damenstiften, komfortablen Versorgungsstätten unverheirateter adliger Fräuleins, – die verschiedenen Formen des Lebens in religiösen Gemeinschaften widersprechen dem herrschenden Zeitgeist der Aufklärung. Im Februar 1799 beginnt unter dem neuen Kurfürsten Max Joseph eine von einschneidenden Reformen geprägte Epoche der bayerischen Geschichte. Gemeinsam mit seinem Minister Maximilian von Montgelas will er ein modernes Bayern nach aufklärerischen Prinzipien schaffen. Diese neue Regierung treibt die Säkularisation voran, und nicht nur aus ideologischen Gründen, vor allem geht es um Macht und Geld. An vielen Orten wird um 1800 in Europa säkularisiert – doch besonders schnell und besonders radikal in Bayern. Alles Wertvolle und Besondere wird nach München gebracht – die Residenzstadt erlebt einen unvergleichlichen kulturellen Aufschwung, während das Land kulturell verödet. Was sich für den Staat lohnt, ist die Übernahme und Nutzbarmachung der Klosterwaldungen, organisiert durch die Forstkommission. Ansonsten ist die Säkularisation für die ländliche Wirtschaft ein schwerer Schlag, denn sie vernichtet mit den Klöstern auch wirtschaftliche Zentren und Auftraggeber ihrer Region. Besonders die ehemaligen Klosterbediensteten stürzt die Aufhebung der Klöster meist in bittere Armut. Letztlich entsteht durch Max Josephs und Montgelas’ Politik ein einheitliches Rechts- und Verwaltungsgebiet Bayern: die Grundlage dafür, dass die Bewohner ihr eigenes Schicksal gestalten können. Auf dieser Basis ist eine neue gesellschaftliche Mobilität und Dynamik möglich geworden, die es ohne Säkularisation nicht hätte geben können. (Text: Bayerisches Fernsehen)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 18.02.2015 Bayerisches Fernsehen

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      Do
      19.02.201502:35–03:20Bayerisches Fernsehen
      02:35–03:20
      Mi
      18.02.201522:00–22:45Bayerisches Fernsehen NEU
      22:00–22:45

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