Arena (1993) Folge 28: Ukraine – Helfen, aber wie?
Folge 28
Ukraine – Helfen, aber wie?
Folge 28
«Was in der Ukraine passiert, kann auch in Estland passieren», sagt Andres Andrekson. Der unter dem Namen Stress bekannt gewordene Rapper hat bis 12-jährig in der damaligen Sowjetunion gelebt. «Putin macht mir Angst», sagt er. Was kann den russischen Präsidenten noch stoppen? Und: Gibt es im Krieg gegen die Ukraine noch eine Hoffnung auf eine diplomatische Lösung? Laut UNO sind seit Beginn des russischen Einmarschs über zwei Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Im Land selbst sind sieben Millionen Menschen auf der Flucht. Der Krieg bewegt auch die Schweizer Bevölkerung enorm: «Es ist eine fantastische Solidarität vorhanden», heisst es bei der Flüchtlingshilfe. Doch reichen Betten allein für Geflüchtete aus? Und: Kommen die Hilfslieferungen überhaupt an? «Das ist
ein Schlag ins Gesicht für die freie Welt», sagt Toni Frisch zum Vorgehen Putins. Der ehemalige Leiter der Humanitären Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA war jahrelang in der Ostukraine tätig. Er ist froh, dass die Schweiz die Sanktionen der EU gegen Russland übernommen hat. Hat die Schweiz damit ihre Neutralität aufgegeben? Oder sind die sogenannten Guten Dienste nach wie vor gefragt? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz in der «Arena»: - Toni Frisch, ehemaliger Leiter Humanitäre Hilfe DEZA; - Andres Andrekson alias Stress, Rapper; - Gregor Rutz, Nationalrat SVP/ZH; und - Marianne Binder, Nationalrätin Die Mitte/AG. Weitere Gäste: - Olga Parakkal, Ukrainerin; und - Christof Franzen, ehemaliger Korrespondent SRF, Russland. (Text: SRF)