America, who are you? Folge 2: Kapitalismus und Supermacht
Folge 2
2. Kapitalismus und Supermacht
Folge 2 (55 Min.)
Die Unabhängigkeitserklärung von 1776, das Eintreten für Freiheit und Selbstbestimmung, gilt bis heute als Kern der amerikanischen Identität. Allerdings wurden die USA im Laufe ihrer Geschichte diesem Anspruch selbst nicht immer gerecht: Rassendiskriminierung, Ungleichheit, Bürgerrechtsbewegungen bis hin zu aktuellen Konflikten. Bei allem fasziniert der American Dream bis heute: Er verspricht jedem Menschen Wohlstand und Erfolg durch harte Arbeit, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Auch diese Idee reicht bis in die Gründungszeit der USA zurück.
Mit der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Glaube an Erfolg und Aufstieg dann neue Formen an, etwa im Slogan „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Umso dramatischer war der Wirtschaftszusammenbruch 1929. Erst dem neugewählten
Präsidenten Franklin D. Roosevelt gelang es, das Ruder mit seinem New Deal herumzureißen. Neu war die Orientierung auf die soziale Verantwortung des Staates. Der New Deal begründete aber auch den Konflikt zwischen den beiden großen Parteien um die Rolle des Staates.
Während die Demokraten für einen fürsorglichen Staat stehen, betonen die Republikaner – in puritanischer Tradition – die individuelle Eigenverantwortung und kritisieren die Ausweitung staatlicher Macht. Dieser Konflikt spaltet die USA bis heute. Dabei ist Patriotismus nach wie vor von zentraler Bedeutung, ebenso wie das amerikanische Sendungsbewusstsein. Donald Trump hat mit der langen Tradition der USA als „leader of the free world“ gebrochen. Er und seine „MAGA“-Bewegung stehen heute eher für einen neuen Isolationismus. (Text: arte)
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