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    bisher 5 Folgen, Folge 1–5

    • Folge 1
      Ob Wohnung oder Haus, Eigentum oder Miete – viele Deutsche träumen vom idealen Zuhause. Ein Traum, dem oft überteuerte Mieten, fiese Makler-Tricks oder Pfusch am Bau im Weg stehen. Sei es Entmietung der ursprünglichen Bewohner oder Betrug bei der Wohnungssuche – der Haus- und Wohnungsmarkt für Mieter ist extrem belastend geworden. Auch das Eigenheim als sicheres Zuhause ist bedroht. Abzocke bei der Miete – seit der Einführung der Mietpreisbremse sollte das eigentlich der Vergangenheit angehören. Doch noch immer gehen die Mieten vor allem in den Großstädten steil nach oben und lassen sich nicht stoppen. Familie Nosber sucht inzwischen seit fast einem Jahr, hat weit über hundert Bewerbungen geschrieben – doch kaum ein Dutzend Besichtigungstermine erhalten.
      Ihr „Handicap“: Das junge Paar erwartet im Herbst das zweite Kind, beide Elternteile studieren noch – doppeltes Abschreckungspotenzial für Vermieter. Jasmin und Niklas Nosber führen inzwischen ein Videotagebuch und drehen mit versteckter Kamera bei sogenannten „offenen Wohnungsbesichtigungen“. Doch trotz ihrer bisherigen Erfolglosigkeit in Sachen Wohnungssuche verlieren sie nicht den Mut. Wer bereits eine Wohnung hat, muss vor allem Mieterhöhungen nach Luxussanierungen fürchten. „Kalte Entmietung“ nennt man das. Maike Ahlers und Sven Fischer berichten, was sie seit vier Jahren in ihrem Berliner Mietshaus ertragen mussten: Leben hinter Folie, alle Fenster herausgebrochen, keine Heizungen, ein Leben auf der Baustelle. Alle anderen Mietparteien haben bereits aufgegeben und sind weggezogen. Fischer und Ahlers wollen bleiben.
      Doch steht jetzt eine Mieterhöhung bevor: Statt wie bisher 644 Euro kalt, sollen sie nach Abschluss der Sanierungsarbeiten 2375 Euro zahlen – untragbar für das Paar. Der Vermieter ist nicht gesprächsbereit, man wird sich wohl vor Gericht treffen. Doch nicht nur Vermieter, auch Vormieter können die Bösewichte sein. Immer öfter betreiben sie Wohnungsbetrug: Über ein Portal gibt sich ein Mieter, der selber kurz vor dem Auszug steht, als Eigentümer aus und bietet seine Wohnung in bester Lage zu einem guten Preis an. Bei der Besichtigung kassiert er „als Sicherheit“ die Kaution in bar und verspricht, den Mietvertrag und Schlüssel mit der Post zu schicken. Viele verzweifelte Wohnungssuchende stimmen in ihrer Not zu und spielen dem Betrüger damit in die Hände. Denn diese Masche funktioniert bei etlichen Besichtigungen hintereinander.
      Dann ist der alte Mieter weg, das Geld auch – aber einen Vertrag hat keiner der Wohnungssuchenden erhalten. Und die echten Vermieter wissen von nichts. Kein Mietshaus, sondern den Traum vom Eigenheim hatte sich Familie Baumgärtner erfüllen wollen. Doch zogen sie nicht in ihr Traumhaus ein, sondern in einen Wohnwagen. Ihr Eigentumshaus ist unbewohnbar: Baupfusch. Inzwischen übersteigen laut einem seriösen Gutachten die Sanierungskosten sogar die ursprünglichen Gesamtkosten des Hauses. Jahrelang kämpften Baumgärtners gegen den Bauträger, um den entstandenen Schaden ersetzt zu bekommen. Nun nimmt die Baufirma erstmals Stellung. (Text: ZDF)
      Deutsche TV-PremiereSo 02.07.2017ZDFinfo
    • Folge 2
      Unser Zuhause sollte ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit sein. Einbrüche, Pfusch am Bau oder explodierende Mieten machen das Thema Wohnen jedoch zur Herausforderung. Doch auch Vermieter haben oft Grund zum Verzweifeln, zum Beispiel wenn Mietnomaden große Schäden anrichten oder Immobilien dauerhaft leer stehen und abgerissen werden müssen. Gibt es neue Lösungen für Mieter und Eigentümer? Verzweifelt und wütend sind die Mieter der Habersaathstraße 40–48 in Berlin. Seit vor zwei Jahren die Wohnungsbaugesellschaft Arcadia Estates die Immobilie mit 106 Wohnungen gekauft hat, erleben die Bewohner einen gnadenlosen Verdrängungskampf. Mit fristlosen Kündigungen, Drohungen und Schikanen aller Art sollen hartnäckige Mieter mürbe gemacht und zum Auszug bewegt werden. Das Ziel der neuen Eigentümer: Entmietung, Luxussanierung, Neuvermietung.
      Doch in Berlin wie auch in anderen Ballungszentren wehren sich immer mehr Bewohner gegen die aus ihrer Sicht ungerechte Entmietung: mit Demos, Medienkampagnen und aktivem Widerstand. Ein ganz anderes Bild bietet sich in Altena im Sauerland. In der Stadt mit 17 000 Einwohnern stehen seit Jahren ganze Straßenzüge leer, weil immer mehr Bürger abgewandert sind. Der Erhalt der ungenutzten Wohnungen wurde über die Jahre so teuer, dass sich die Eigentümergesellschaft in Absprache mit dem Bürgermeister Andreas Hollstein dazu entschloss, die Gebäude abzureißen. Gemeinsam plant man nun eine Umgestaltung des städtischen Raums, um Altena für alle Einwohner attraktiver zu machen. Wer keine Lust mehr hat auf ständigen Stress mit dem Vermieter, baut sich ein Eigenheim – schließlich sind die Zinsen günstig wie nie.
      Doch dabei erlebt mancher Bauherr Übles: Wasser im Keller, gerissene Wände, marode Dächer. Familie Trefzger aus Baden-Württemberg unterschrieb im Sommer 2014 den Vertrag mit einer Baufirma, neun Monate waren für die Fertigstellung ihres Eigenheims vorgesehen. Vier Jahres später stehen sie immer noch vor einem Rohbau und sind mit den Nerven am Ende. Mit einem völlig neuen Wohnkonzept erwecken Philipp Sanders und Stefanie Beck großes Interesse. Im oberfränkischen Mehlmeisel errichtet das junge Paar gerade ein ganzes Wohnviertel aus sogenannten Tiny Houses. Diese Mini-Häuser sind mit einer Wohnfläche von circa 50 Quadratmeter vergleichsweise winzig, aber bis ins Detail durchdacht. Die geringe Hausgröße veranlasst dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
      Rentner sind von dem bewusst reduzierten Angebot genauso begeistert wie junge Familien und Singles. Der Preis von circa 40 000 Euro für ein fertig ausgebautes Haus macht dieses neue Konzept zusätzlich attraktiv. (Text: ZDF)
      Deutsche TV-PremiereSa 24.11.2018ZDFinfo
    • Folge 3
      Während in Ballungsgebieten viele verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum suchen, lassen Eigentümer Immobilien leer stehen oder vermieten lieber an Touristen. Doch es regt sich Widerstand. Mit Unterstützung von Mietervereinen wehren sich Mieter gegen Wuchermieten. In Hamburg wurde nun erstmals eine Immobilie, die jahrelang leer stand, „enteignet“, saniert und neu vermietet. Erst nach Erstattung der Kosten erhielt der Eigentümer sein Haus zurück. Vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München sind Wohnungen zu Spekulationsobjekten geworden: Investoren kaufen ganze Wohnblocks, entmieten sie und warten darauf, dass die Preise weiter steigen. Das kann man zum Beispiel in der Berliner Habersaathstraße mit 105 Wohnungen in beliebter und zentraler Lage beobachten. Der Gebäudekomplex gleicht einem Geisterhaus.
      80 Prozent der Wohnungen stehen leer und werden trotz Wohnungsnot nicht neu vermietet. Und auch in Hamburg im beliebten Schanzenviertel und in St. Pauli werden große Mehrfamilienhäuser teilweise seit Jahren dem Markt entzogen. Wohnungen werden außerdem über Homesharing-Plattformen an Touristen statt an Dauermieter vergeben. Nach München beispielsweise kommen jedes Jahr über sieben Millionen Touristen. Doch nicht alle übernachten in Hotels oder Pensionen. Viele Urlauber buchen ihre Unterkunft auf Internetportalen wie Airbnb. Laut Statistischem Bundesamt sind rund 20 Prozent der Gästebetten in München Airbnb-Angebote. Häufig sind diese Vermietungen illegal. Deshalb setzt die Stadt München ein ganzes Team von Ermittlern gegen diese Zweckentfremdung von Wohnraum ein.
      Bürgervereine wie das „Bündnis Bezahlbares Wohnen“ befürworten das rigorose Vorgehen der Stadt. Bußgelder bis 500 000 Euro werden bei erwiesener Zweckentfremdung verhängt. Aber man muss als Eigentümer seine Immobilie nicht als Ferienwohnung vermieten, um Wucherpreise zu erzielen. Wer sehr dringend eine Mietwohnung sucht, nimmt im Zweifelsfall, was angeboten wird. So wie Nicolai R. aus Hamburg. Er und seine Mitbewohnerin zahlen für eine 51-Quadratmeter-Wohnung 720 Euro kalt. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 13,99 Euro, erlaubt wären im Rahmen der Mietpreisbremse aber maximal 10,74 Euro. Nicolai bezahlt also seit seinem Einzug im September 2018 jeden Monat 167,28 Euro zu viel. Mit Unterstützung des Mietervereins Hamburg wehrt Nicolai R. sich nun gegen die Wuchermiete. (Text: ZDF)
      Deutsche TV-PremiereDo 13.06.2019ZDFinfo
    • Folge 4
      In Deutschland werden 2015 rund 110.000 Wohnhäuser errichtet. Einige Bauträger stehen am Ende jedoch mit einem desaströsen Ergebnis da. – „Albtraum Wohnen“ über den Zustand deutscher Baustellen. (Text: Sky)
      Deutsche TV-PremiereFr 17.01.2020ZDFinfo
    • Folge 5
      Die finanzielle Situation für Mieter verschärft sich weiter. Der vielfache Wunsch nach einem schönen Zuhause und fehlende bezahlbare Angebote führen zu bizarren Auswüchsen auf dem Markt. Der Wohnungsmarkt scheint zum Schauplatz eines neuen Klassenkampfes geworden zu sein. Gut verdienende Paare mit deutschen Namen werden bevorzugt, und die Mietpreisbremse wird umgangen, indem Wohnungen komplett möbliert und zum Pauschalpreis angeboten werden. In den begehrten Stadtlagen von Hamburg, Berlin, München oder Frankfurt muss man heute teilweise doppelt so viel für eine Wohnung ausgeben wie noch vor zehn Jahren. Und selbst in weniger gefragten Lagen haben die Preise deutlich angezogen.
      Aufgrund des extrem angespannten Mietmarktes finden auch immer wieder radikale Auseinandersetzungen statt, bei denen es zu massiver Sachbeschädigung auf Baustellen großer Wohnunternehmen kommt: brennende Kräne, demolierte Fahrzeuge, zerschlagene Fensterscheiben und Farbattacken. Das Bundeskriminalamt registrierte 2019 Straftaten gegen große Wohnungsbauunternehmen „im mittleren zweistelligen Bereich“ – pro einzelnem Unternehmen. (Text: ZDF)
      Deutsche TV-PremiereFr 30.04.2021ZDFinfo

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