Dokumentation in 4 Teilen
    Deutsche Erstausstrahlung: 20.01.2006 WDR

    Westdeutschland im Sommer 1945: Der Krieg ist zu Ende, seine Auswirkungen sind furchtbar, und die Wiederkehr eines „normalen“ Lebens kaum vorstellbar. Die großen Städte an Rhein und Ruhr liegen in Trümmern, Hunderttausende Männer sind gefallen, vermisst oder in Gefangenschaft, Frauen und Kinder strömen aus der Evakuierung oder der Kinderlandverschickung zurück. Die Organisation des Alltags, die Wirtschaft, das zaghafte politische Leben nach der Diktatur – alles steht unter der wachsamen Kontrolle der britischen Besatzer. Sie vermuten, dass es zwei Jahrzehnte dauern wird, bis aus dem völlig zerstörten Land wieder ein funktionierendes Gemeinwesen werden kann. Sie irren sich. Neubeginn und Wiederaufbau entwickeln eine in der Rückschau unglaubliche Dynamik. Am Ende des Jahrzehnts wird zwar noch vieles an den Krieg erinnern, aber das Land zwischen Rhein und Weser ist jetzt ein einheitliches neues Bundesland innerhalb der jungen Bundesrepublik – mit der damals noch provisorischen Hauptstadt Bonn.

    Der Alltag in den „Trümmerjahren“ und die Leistungen des Wiederaufbaus sind ein zentraler Gründungsmythos der Bundesrepublik geworden. Die vierteilige Dokumentation schildert das Lebensgefühl dieser Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven aus der Erinnerung von Menschen, die die Jahre nach dem Krieg erlebt haben. (Text: 3sat)

    Cast & Crew