Dresden

    Dresden

    D 2006
    Deutsche Erstausstrahlung: 05.03.2006 ZDF

    Dresden im Januar 1945: In der vom Krieg bislang kaum versehrten prächtigen Elbmetropole künden die Flüchtlingstrecks aus dem Osten vom Näherrücken der Front. Auch wenn die Nazi-Propaganda ungerührt vom „Endsieg“ tönt, sollen die wenigen in der Stadt verbliebenen jüdischen Mitbürger noch eiligst deportiert werden. Eine unbestimmte Anspannung liegt in der Luft.

    Das grausame Gesicht des Krieges erfährt auch die junge Anna Mauth, die sich als Krankenschwester am Martin-Luther-Krankenhaus um die täglich wachsende Zahl von verwundeten und schwer verletzten Frontsoldaten kümmert. Sie fühlt sich hingezogen zu dem Oberarzt Alexander Wenninger, der seine Kollegen während des Fliegeralarms in den Luftschutzkeller schickt und mit Annas Hilfe tollkühn weiter operiert. Anna, die ihr Medizinstudium wegen des Krieges aufgegeben hat, imponieren Alexanders ärztliche Kompetenz und Entschlossenheit. Mit seinem Heiratsantrag stellt er sich eher unbeholfen an. Anna ist verletzt, dass Alexander bereits das Einverständnis ihres Vaters, des Klinikchefs Carl Mauth, eingeholt hat, sagt aber dennoch ja.

    In England konzentrieren sich unterdessen die Planungen in High Wycombe, dem Hauptquartier des Bombenkommandos der britischen Luftwaffe, zunehmend auf die Städte im Osten Deutschlands. Stalins vorrückender Roter Armee soll geholfen, der Krieg noch schneller siegreich beendet werden. Auf dem Rückflug von einem Nachtangriff auf Magdeburg wird der Lancaster-Bomber des englischen Piloten Robert Newman abgeschossen. Robert und zwei seiner Kameraden können sich mit dem Fallschirm retten, geraten am Boden aber in einen aufgebrachten Lynchmob. Robert kann sich als einziger retten. Schwer verletzt schlägt er sich durch nach Dresden, wo er Nahrung und Verbandszeug zu finden hofft. Dort begegnet er des Nachts Anna, die den stummen Fremden, der sich in den Kellergewölben der Klinik versteckt, für einen deutschen Deserteur hält. Annas Bedürfnis, dem verletzten Mann zu helfen, siegt über ihr Misstrauen und ihre Angst, heimlich versorgt sie ihn mit Essen und pflegt seine Wunde.Was Anna sich noch nicht eingestehen mag: Robert hat etwas in ihr berührt. Ohne ein Wort mit ihm gewechselt zu haben, fühlt sie sich von ihm als Frau verstanden und akzeptiert. Zuspruch erhält sie vom Pfarrer der Dresdner Frauenkirche, an den sie sich Rat suchend wendet. Danach ist die junge Frau umso entschlossener, für ihre Überzeugungen und für andere Menschen einzustehen. Das bringt sie in Lebensgefahr, als Anna die Exekution einer Frau verhindern will, die einem Deserteur geholfen haben soll. Die Nazi-Schergen haben die völlig fassungslose Anna bereits an die Wand gestellt, als Alexander sie rettet. Er erklärt ihren Eifer für verrückt, da erkennt Anna endlich, dass sie mit Alexander nicht glücklich werden wird.

    Aber die Verlobungsfeier hat Annas Mutter längst geplant, und Roberts Geständnis, einer der verhassten englischen Piloten zu sein, bringt Annas Gefühle noch einmal völlig durcheinander. In England sind die Planungen für den nächsten großen Luftangriff inzwischen abgeschlossen. Mit über 700 Maschinen und in zwei nächtlichen Angriffswellen will Air Marshall Arthur Harris, der Chef des Bomberkommandos, die neben Berlin wichtigste Großstadt im deutschen Osten in Brand setzen. Das Ziel heißt Dresden. (Text: ZDF)

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