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    Dokumentation in 6 Teilen, Folge 1–6

    • Folge 1
      Deutschland 1933: Gleich nach Hitlers Machtergreifung verhaften die Nazis zahlreiche Gegner des NS-Regimes. Zuerst trifft es die Kommunisten. Zurück bleiben ihre Frauen. Viele von ihnen gehen in den Widerstand. Deutschland ist bald von einem Netz von Spitzeln überzogen, und Widerstandskämpferinnen landen im Gefängnis oder im KZ. Einige können ins Exil fliehen, unter anderem nach Frankreich, denn das Land gewährte traditionell politisch Verfolgten Asyl. Und in Paris, im Kreise berühmter Emigranten, setzen diese Frauen ihre Arbeit gegen das Hitler-Regime fort. Als die Deutschen den Norden Frankreichs besetzen und der Süden von Marschall Pétain, einer Marionette Hitlers, regiert wird, bedeutet das, dass alle Emigranten „vogelfrei“ sind und auf Befehl der Gestapo ausgeliefert werden müssen.
      Viele Frauen im Widerstand lernen die Schrecken der französischen Internierungslager kennen – bis ihnen erneut die Flucht gelingt und ihnen eine Schiffspassage das Leben rettet. In Deutschland verschlimmert sich mit Kriegsbeginn die Situation der Widerstandskämpfer, die Nazis machen sich häufig nicht mehr die Mühe eines ordentlichen Gerichtsverfahrens. In Frankreich wächst unter der deutschen Besatzung der Widerstand. Als sich der General Charles de Gaulle über den Londoner Rundfunk an die französische Bevölkerung wendet, ist das der Beginn der organisierten Résistance, auch der der Frauen. Die 19-jährige Medizinstudentin Marie-Jo verhilft gefährdeten Kameraden an der bretonischen Küste zur Flucht nach England. Doch sie wird verraten und mit der Aktion „NN“ – Nacht und Nebel – ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert.
      Cécile Rol-Tanguy ist für ihren Mann Colonel Rol-Tanguy der wichtigste Verbindungsoffizier. Sie tippt Traktate, und mit einem Kind an der Hand und dem anderen im Kinderwagen transportiert sie Bomben durch Paris. Zur gleichen Zeit ist in Deutschland der Krieg längst verloren, und Reinhild Gräfin von Hardenberg erinnert sich an die Vorbereitungen zum Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Ihr Verlobter, Werner von Haeften, Adjutant Stauffenbergs wird, als der Umsturz der Offiziere misslingt, zusammen mit seinem Chef erschossen. Ihr Vater wird nach Sachsenhausen gebracht, und sie selbst kommt ins Gefängnis. In den deutschen Haftanstalten und KZs wird weiter gemordet, während der Krieg sich in Frankreich seinem Ende entgegen neigt. Die Alliierten landen in der Normandie und am 25. August 1944 wird Paris befreit. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMi 02.03.2005arte
    • Folge 2
      Fast 900 Tage lang, vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944, schnitten deutsche Truppen Leningrad von der Außenwelt ab. „In meinem Haus sind zwei Familien krank vor Hunger“, schreibt die 23-jährige Nina Umowa am 14. Dezember 1941 in ihr Tagebuch. Mit schonungsloser Genauigkeit hält sie das langsame Sterben in ihrer Heimatstadt fest: „Schwellungen im Gesicht, auf den Händen und verlangsamte Bewegungen sieht man immer öfter. Ich selbst nehme immer stärker ab. Mein Körper ist sehr schwach. Seit August habe ich keine Regel mehr.“ 125 Gramm Brot pro Tag sind alles, was die Leningrader im ersten Kriegswinter erhalten. Im Auftrag der deutschen Wehrmacht berechnet der Ernährungswissenschaftler Wilhelm Ziegelmeyer die Verpflegungssituation in der eingeschlossenen Stadt.
      Er kennt die Lebensmittelreserven, die Anzahl der Bewohner sowie alle anderen Koeffizienten. Es sei nicht nötig, das Leben deutscher Soldaten aufs Spiel zu setzen, schlussfolgert Ziegelmeyer. Nach den Gesetzen der Ernährungswissenschaft sagt er den baldigen Untergang der Stadt voraus. Schon im Oktober 1941 sterben mehr als 10.000 Menschen an Hunger. Drei Monate später sind es 10.000 täglich. Die Leningrader essen alles: selbstgemachte Sülze aus Lederriemen und Kleister sowie immer wieder Erde. Inzwischen freigegebene Akten des sowjetischen Geheimdienstes NKWD bestätigen, worüber Überlebende reden, als wäre es ein böses Gerücht. Die Akte Nr. SO-2583 hält nüchtern fest: „Ewdokija Wodjanikowa. Beschuldigt und überführt, ihre einjährige Tochter erstochen zu haben, um mit deren Fleisch ihre zweite dreijährige Tochter zu füttern.
      Verurteilt am 4. Januar 1942. Tod durch Erschießen.“ Eine Million Menschen sterben allein im ersten Blockadewinter an Kälte und Hunger – doch Leningrad überlebt. Am 27. Januar 1944 bejubeln etwa 800.000 zu Skeletten abgemagerte Menschen das Ende der Blockade. Mehr als 60 Jahre später sieht die 85-jährige Nina Umowa, eine Zeitzeugin, in den Besatzern immer noch „Bestien“. Das notierte sie schon damals in ihrem Tagebuch. Allerdings räumt sie heute ein, dass diese „Bestien“ wohl „irgendeine Pflicht“ zu erfüllen hatten. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMi 09.03.2005arte
    • Folge 3
      Am 7. Juli 1944 startet eine Maschine vom Flughafen Stockholm und bringt den jungen schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg nach Berlin, von wo er per Eisenbahn die Weiterreise nach Budapest antritt. Raoul Wallenberg reist im Auftrag der schwedischen Regierung und des vom amerikanischen Präsidenten Roosevelt gegründeten War Refugee Board nach Ungarn mit dem Ziel, „so viele Menschenleben zu retten wie möglich…“. Als er in Budapest eintrifft, sind bereits über 400.000 Juden aus den ungarischen Provinzen in die Vernichtungslager deportiert. Dasselbe Schicksal erwartet die 200.000 Juden in Budapest. In nur sechs Monaten gelingt es Raoul Wallenberg und seinen Helfern zehntausende von ihnen – auch unter Einsatz des eigenen Lebens – vor der Vernichtung durch die SS und ihre ungarischen Helfer zu bewahren.
      Der Dokumentarfilm erzählt auch von der Jugendzeit Raouls und dem problematischen Verhältnis des Wallenberg-Clans zu ihm. Familienmitglieder und erstmals auch Raouls damalige Geliebte Carolina Christensen berichten. Seine Onkel Marcus und Jacob Wallenberg, Chefs des bedeutendsten Wirtschaftsimperiums Schwedens, wollen ihrem Neffen keine wesentliche Rolle bei den Geschäften des Konzerns zugestehen und versuchen, ihn vom Unternehmen fernzuhalten. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges unterhielten sie beste Beziehungen zu den Krieg führenden Parteien – Marcus zu den West-Alliierten und nach Moskau, Jacob zur deutschen Naziführung wie zum Widerstand um Carl Goerdeler – und lieferten kriegswichtige Güter an die Alliierten und bis Ende 1944 auch an Nazi-Deutschland.
      Liegen in diesen Konstellationen die Gründe für Raoul Wallenbergs Entführung in die Sowjetunion am 17. Januar 1945 und sein Verschwinden in Stalins Kerkern vor rund 60 Jahren? (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMo 14.03.2005arte
    • Folge 4
      „Les sanglots longs des violons…“ („Das lange Schluchzen der Geigen…“) lautete die verschlüsselte Botschaft, die die französische Widerstandsbewegung über die BBC als Zeichen für den Beginn der Operation „Overlord“ – der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie – erhielt. Der Film zeigt Entstehung, Rolle und Aktivitäten der Résistance-Netze in der Normandie und die der alliierten Geheimdienste, die an der Vorbereitung und Durchführung der Invasion beteiligt waren und an den anschließenden Kämpfen teilnahmen. Die Aussagen ehemaliger Widerstandskämpfer an den Orten des damaligen Geschehens vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der Widerstandsgruppen und der Bedeutung ihres Beitrags zur Niederlage der deutschen Wehrmacht. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMi 16.03.2005arte
    • Folge 5
      Der Aufstand im Warschauer Ghetto gilt bis heute als nahezu einziges Beispiel eines bewaffneten Kampfes von Juden gegen die Vernichtungspolitik der Nazis. Nahezu alle anderen Hinweise auf jüdischen Widerstand wurden schon von den Nazis brutal unterdrückt oder verleugnet. Tatsächlich aber lag in fast allen europäischen Ländern der Anteil der Juden am Widerstand weit über ihrem Anteil an der Bevölkerung. Dies trifft für die „Internationalen Brigaden“ des Spanischen Bürgerkrieges ebenso zu wie für die Résistance in Belgien, Holland und Frankreich und für die bewaffneten Untergrundeinheiten im Baltikum, in Polen und in der Sowjetunion. Schätzungen gehen von bis zu Eineinhalb Millionen jüdischen Widerstandskämpfern aus. Die Dokumentation verknüpft erstmals Zeugnisse und Aussagen von den verschiedenen Fronten Europas.
      So berichtet Walter Sack, einziger Überlebender der „Gruppe Baum“ über den zivilen Widerstand in Deutschland und Jizchak Schwersenz über das Leben im Untergrund in der Reichshauptstadt Berlin. Im polnischen Bialystok gab es eine Gruppe mutiger Jüdinnen, die teilweise direkt im Ghetto operierten, teilweise mit falschen Papieren auf der arischen Seite lebten. Nach dem misslungenen Aufstand und der anschließenden Liquidierung des Ghettos führten sie ihre Arbeit bis zur Befreiung Bialystoks fort. Der erfolgreichste Aufstand in einem Vernichtungslager wurde in Sobibor organisiert. Der Überlebende Thomas Toivi Blatt begleitet die Autoren nach Sobibor und in seinen Heimatort Izbica und erzählt von der bewaffneten Revolte und dem anschließenden Ausbruch einiger hundert Gefangener. Von der militärischen Unterstützung für die Alliierten berichtet Colette Albouker.
      Sie war an der „Operation Fackel“ beteiligt, als jüdische Widerstandskämpfer die als uneinnehmbar geltende Festung von Algier von innen stürmten. Für den so genannten „zionistischen Rettungswiderstand“, der vor allem von Deportation bedrohte Juden versteckte oder sie mit falschen Papieren ausstattete, ist beispielhaft Dr. Eytan Guinat, einer der Begründer der „Movement de la Jeunesse Sioniste“. Gemeinsam mit Marianne Cohen brachte er ganze Kindergruppen über die Schweizer Grenze. Eytan Guinat lebt heute in Israel. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMi 23.03.2005arte
      Alternativtitel: 'Wir konnten nicht siegen - Jüdischer Widerstand gegen Hitler'
    • Folge 6
      Im Jahr 2001 verursachte eine Buchveröffentlichung viel Wirbel in Dänemark. Peter Øvig Knudsens Studie „Efter drabet“ widmet sich der lange Zeit verschwiegenen Tatsache, dass die dänische Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkrieges rund 400 Menschen liquidierte. Zweifel über die Legitimation der Tötungen und erschreckende Berichte von Selbstjustiz lassen den dänischen Befreiungskampf in einem anderen Licht erscheinen. Peter Øvig Knudsen lässt in seinem Buch Zeitzeugen zu Wort kommen und kratzt heftig am Image des ansonsten als Heldenbewegung glorifizierten Widerstandes der Dänen gegen die deutsche Besatzungsmacht. Denn auch nach dem Krieg wurden die Informationen über die Liquidationen lange bewusst unter Verschluss gehalten. „Mit dem Recht zu töten“ ist der spannende Film zum Buch von Peter Øvig Knudsen. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMi 30.03.2005arte
      Alternativtitel: 'Mit dem Recht zu töten'

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