Putins Schattenmänner

45 Min.
Die Agenten der russischen Geheimdienste sind ein scharfes Schwert Präsident Putins. Sie kämpfen an seiner Seite, um Russland wieder zu alter Größe zu führen und seine Macht zu sichern. In einem großen Gefangenenaustausch mit dem Westen holte der russische Präsident im Sommer 2024 hochrangige Agenten nach Hause und empfing sie persönlich am Flughafen in Moskau. – Bild: phoenix/​ZDF/​Voskresensky, Mikhail
Die Agenten der russischen Geheimdienste sind ein scharfes Schwert Präsident Putins. Sie kämpfen an seiner Seite, um Russland wieder zu alter Größe zu führen und seine Macht zu sichern. In einem großen Gefangenenaustausch mit dem Westen holte der russische Präsident im Sommer 2024 hochrangige Agenten nach Hause und empfing sie persönlich am Flughafen in Moskau.
Russlands Geheimdienste sind das Rückgrat von Putins Machtstruktur. Ex-Agenten packen exklusiv aus über eine Schattenarmee, die das Land kontrolliert. Sie wurden vom System fallen gelassen, enttarnt oder sind geflohen. Sie erzählen von Gewalt und Gewissensnot, von der Unterwanderung im Ausland und hybrider Kriegsführung. Es sind packende Geschichten über Niedergang und Wiederaufstieg eines Herrschaftssystems. Ein Geheimdienstoffizier, der als Agentenführer jahrelang daran arbeitete, jede Opposition im Keim zu ersticken.
Ein weltweit gesuchter Cyberverbrecher, der für Putins Kriegspläne ein ganzes Land in den Blackout hackte. Eine unscheinbare Kleinfamilie, die Staatsgeheimnisse aus Westeuropa an den Kreml schickte. Ein Computer-Nerd, der mit digitalen Fallen ahnungslose Bürger ins Straflager brachte. Von Putins Agenten hört und sieht man gewöhnlich nichts, denn sie operieren mit Decknamen, Legenden und verwischten Spuren. Russlands Geheimagenten treten eigentlich niemals aus dem Schatten. In der ZDF-Dokumentation erzählen Ex-Agenten aus dem Inneren dieses Geheimdienstsystems.
Ehemalige offizielle und inoffizielle Mitarbeiter packen aus über Putins mächtige Schattenarmee. Über viele Monate hat ein Team von Investigativjournalisten daran gearbeitet, Zugang zu ehemaligen russischen Agenten zu finden. Sie hoffen auf ein neues Leben. An geheimen Orten erzählen sie exklusiv aus der russischen Agentenwelt. Sie berichten von Methoden der Rekrutierung, von Gewalt und Gewissensnot, von der Unterdrückung aller Kritik in Russland, der Unterwanderung im Ausland und vom Vorstoß in eine neue Dimension.
Kaum beleuchtet ist bisher die Rolle von Cyberagenten als Teil von Putins hybrider Kriegsführung. Diese Erlebnisse werden analytisch eingeordnet von westlichen Geheimdienstexperten und russischen Exilreportern. Es sind packende Geschichten über die Entwicklung von Russlands Geheimdiensten seit dem Machtantritt von Wladimir Putin. Der Film zeigt, wie der ehemalige junge KGB-Offizier Wladimir Putin den Geheimdiensten in Russland nahezu unbegrenzte Macht einräumt.
Die Geheimdienste, vom Inlandsgeheimdienst FSB bis zu Putins Palastwache FSO, kontrollieren heute die staatlichen Schlüsselindustrien und öffentliche Institutionen, und sie spinnen ihr Netz der Unterdrückung. Ihre Lizenz zum Töten gilt seit der Regentschaft von Putin auch im Ausland. „Putins Schattenkrieger“ offenbart die innere Logik von Putins Machtsystem als einem Staat, der von Geheimdiensten beherrscht und von deren Regeln geprägt ist. An der Spitze steht mit Wladimir Putin einer aus ihrer Mitte. (Text: Phoenix)

Cast & Crew

Drehbuch: Florian Huber, Johannes Müller
Kamera: Maciej Rolbiecki, Leigh Lisbão Underwood

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