„Herzklang – Gegenwind“ mit Ferdinand Seebacher (Ben) und Melissa Naschenweng (Melanie)
Bild: ORF/Graf Film/Toni Muhr
Im diesjährigen Osterprogramm strahlte der ORF den Fernsehfilm „Herzklang – Zurück zu mir“ aus. Darin spielte die österreichische Schlagersängerin Melissa Naschenweng zum ersten Mal eine Hauptrolle. Der 90-minütige Film, die moderne Variante einer romantischen Heimatkomödie, entpuppte sich als Erfolg – und deshalb geht es weiter: Der ORF verkündet heute offiziell, dass die Dreharbeiten zur Fortsetzung „Herzklang – Gegenwind“ in dieser Woche gestartet sind. Mit von der Partie ist auch wieder der aus der „Kommissar Rex“-Neuauflage bekannte Ferdinand Seebacher.
Einmal mehr schlüpft Melissa Naschenweng in die Rolle von Melanie „Melli“ Buchauer, die – ähnlich wie die Hauptdarstellerin selbst – versucht, den Spagat zwischen ihrer Heimat im Naturidyll und der Schlagerbühne zu schaffen. Im zweiten Teil könnte es für Melanie eigentlich nicht besser laufen: Ihr erster großer Hit „Hoamat in mir“ hat sie endgültig zum Schlagerstar gemacht – und in Sachen Liebe schwebt sie mit Ranger Ben Falkner (Ferdinand Seebacher) auf Wolke sieben. Gemeinsam genießen sie einen kleinen Urlaub zu Hause im Nationalpark. Doch der „Gegenwind“ lässt nicht lange auf sich warten – und das an mehr als einer Front.
Ein schwerer Sturm fegt über Oberanger hinweg und zerstört den Wald, der die Lebensgrundlage zahlreicher Agrarwirte bildet. Ben und seine Kollegin Heidi (Christina Cervenka) versuchen zu helfen. Melli muss allerdings zurück ins Tonstudio. Die Plattenfirma sitzt ihr im Nacken und fordert einen Nachfolgehit. Plattenboss Gerry (Tijan Njie) erhöht den Druck. Als wäre das noch nicht genug, bekommt Melli zufällig mit, dass Ben ominöse Nachrichten von einer gewissen Lydia (Zoe Moore) bekommt. Sie steht ihm scheinbar nahe – sehr nahe. Ben wischt Mellis Nachfragen weg. Er wirkt plötzlich abweisend und in sich gekehrt. Hat das wirklich nur mit dem Windwurf und der drohenden Billig-Wiederaufforstung zu tun, die die Agrargemeinschaft plant?
(v. l.) Regisseurin Patricia Frey, Melissa Naschenweng und Ferdinand Seebacher ORF/Graf Film/Toni Muhr
In weiteren Rollen kehren Katharina Pichler als Mellis Managerin Nina, Michael Steinocher als Mellis Ex-Freund Marc, Martin Muliar als Jakob Buchauer und Elfriede Schüsseleder als Mellis Großmutter Annabell zurück. Regie führt wie schon beim ersten Teil Patricia Frey nach einem Drehbuch von Harald Haller und Marc Brugger. Gedreht wird der Film bis voraussichtlich Anfang August in Osttirol (Matrei und Umgebung), Kärnten (Oberdrauburg und Umgebung) sowie Wien. Es produzieren die JewelLabs Pictures GmbH und Graf Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit dem ORF. Die Ausstrahlung von „Herzklang – Gegenwind“ soll dann 2027 im ORF erfolgen.
Hauptdarstellerin Melissa Naschenweng hat in den vergangenen Jahren die Musikszene aufgemischt und ist inzwischen genreübergreifend die derzeit erfolgreichste Sängerin Österreichs. Sie ist keine klassische Schlagersängerin, sondern vermischt in ihren Songs geschickt auch Einflüsse aus Rock, Pop und Volksmusik. Ihre Markenzeichen sind eine pinke Lederhose und ihre Steirische Harmonika. Nach kleineren Nebenrollen übernahm Naschenweng in „Herzklang – Zurück zu mir“ erstmals eine Filmhauptrolle und konnte mit ihrem Schauspieltalent überzeugen.
Der erste Teil wurde am 4. April (Ostersamstag) in ORF 1 erstausgestrahlt und von durchschnittlich 524.000 Menschen gesehen. Dies entsprach einem starken Marktanteil von 23 Prozent bei den Zuschauern ab 12 Jahren. Eine Ausstrahlung bzw. Veröffentlichung des Films in Deutschland ist bisher noch nicht erfolgt.