„Huck“: ARD dreht neue Vorabendserie über Privatdetektiv

    Kein Ende der Krimi-Berieselung in Sicht

    Glenn Riedmeier – 22.09.2014, 15:54 Uhr

    „Huck“: Privatdetektiv Huck (Patrick von Blumel, l.) und Cem Gökhan (Aykut Kayacik, r.)

    Mangelnden Enthusiasmus hinsichtlich der Bestellung von neuen Vorabendserien kann man der ARD nicht gerade vorwerfen – allerdings nur, was die Quantität angeht. Obwohl das Erste bereits vor längerer Zeit angekündigt hat, die Krimidosis zu verringern, wird mit „Huck“ nun doch wieder eine neue Serie produziert, die zwar nicht unter der „Heiter bis tödlich“-Dachmarke läuft, jedoch erneut aus den üblichen Zutaten zusammengerührt wird.

    Im Mittelpunkt steht ein Privatdetektiv, der von allen nur Huck (Patrick von Blume) genannt wird, da „ein richtig cooler Privatdetektiv keinen Vornamen braucht“. Huck ist alleinstehend und ein verkappter Romantiker, dessen ruppige Seite zu oft durchscheint. Früher war er bei der Polizei, doch da er ein Problem mit Autoritäten hat, arbeitet er inzwischen in einem heruntergekommenen Büro im schwäbischen Bad Cannstatt und ist auf mehr oder weniger zahlungsfähige Auftraggeber angewiesen. Er versteht es jedoch, Menschen und Situationen intuitiv zu erfassen, was ihm bei seinen Ermittlungen häufig eine große Hilfe ist.

    Unterstützt wird Huck außerdem von seinem Kumpel Cem Gökhan (Aykut Kayacik), der aus Berlin zugezogen ist, jedoch starke Tendenzen zur Überanpassung in seinem Neuschwabentum zeigt. Emanuel Fitz verkörpert Hucks Neffen und Mitbewohner Caspar, der eigentlich in Stuttgart studieren soll, aber leicht abzulenken ist. Valerie Koch ist als Hucks attraktive Rechtsanwältin Katja Reimann zu sehen, die ihm Aufträge verschafft und für die Huck schon seit längerem mehr Interesse hegt als ihm guttut.

    Unter anderem müssen sich Huck und Cem mit einem üblen Immobilienbesitzer, einem mysteriösen Unfall auf einem noblen Weingut, einer schwäbischen Rockergang und dem Fanclub eines örtlichen Bundesligavereins auseinandersetzen, mit dem nicht zu spaßen ist.

    Insgesamt werden acht Episoden produziert. Derzeit laufen die Dreharbeiten im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt, die voraussichtlich noch bis zum 13. Dezember andauern werden. Die Drehbücher stammen von Helmut Schweiker, Andy Cremer, Michael Glasauer und Christoph Willumeit. Regie führen Thomas Freundner und Patrick Winczewski. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Liebe ARD, du bist mir inzwischen so sch...egal, dass es mir fast leid tut. Behaltet euren Krimi-Mist, ich guck sowieso nicht zu.
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        Ob die ARD erwartet damit ihr Verbotene Liebe-Loch füllen zu können?
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          Irgendwie erinnern mich diese "neuen" Ideen an deutsche Schulbücher. Es muss immer ein Protagonist mit Migrationshintergrund, vorzugsweise ein Türke, mitspielen. Es muss Kokalkolorit haben, darf aber keine schwäbischen namen haben, weil man sich ja mit dem helden identifizieren können muss, und das geht für Norddeutsche nicht, wenn er "Häberle" heißt. Nur keine Gewalt - deshalb versucherungsbetrug, Einbruch, Diebstahl... und nur ja kein Mord vor 8. Und romantisch muss es sein, also verguckt sich der held in die Tippse, was sie natürlich erst mal nicht erwidert... Oh je... Und wenn der Film dann gesendet wird, darf keiner schwäbeln, weils niemand versteht, und wenn doch geschwäbelt wird, geht gleich ein Aufschrei durch die Zuschauerschaft nördlich des Rhein main gebiets, weil die Untertitel oder eine hochdeutsche Synchronisation wünschen, bitteschön...

          Sie sollten sich was Gutes ausdenken und das geld nicht für den vierten Aufguss eines zu dünnen tees rausschmeißen...

          Der Lonewolf Pete
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            Ach Leute, es gibt nun mal nicht viel Neues, was man noch als Serie verwursten könnte. Selbst wenn es diesen Typen schon mal in anderen Serien gab (zumindest große Teile davon), muss es nicht unbedingt schlecht sein.

            Detektivserien kommen im allgemeinen gut an, also gebt "Huck" eine Chance. Und Katja Riemann ist ja auch dabei :-) Äh, Katja Reimann. Aber mit Katja Riemann gab's doch auch irgendwas ...
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              Reinschaue werde ich auch mal, alles hat seine Chance verdient.
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            Wie erfreulich, endlich mal was Originelles!

            Eine Serie über einen Privatdetektiv, der über den Beruf des Polizisten zu seiner neuen beruflichen Bestimmung findet und dem Fälle von einem Rechtsanwalt zugespielt werden hatten wir im Deutschen Fernsehen ja auch schon lange nicht mehr.
            Finde es ja erfreulich, dass der Held nicht 'Huckula' und die Serie selbst nicht 'Ein Fall für Drei' heißt...

            Gruß
            Baki
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              Und wieder mal wird ein weiteres Klischee bedient : Der Detektiv ist natürlich meist abgebrannt , arbeitet in einem herunter gekommenen Büro und seine Wohnung sowie sein Auto werden auch nicht viel besser aussehen.

              WOW , so viel Einfallsreichtum - wenn das keine Quoten bringt ....

              Gruß Sir Hilary

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