„Augstein und Blome“ ist Geschichte: Phoenix stellt wöchentliches Debattierformat ein

    Nikolaus Blomes Wechsel zu RTL machte Fortführung unmöglich

    Glenn Riedmeier – 13.08.2020, 16:46 Uhr

    „Augstein und Blome“ wird nicht fortgesetzt

    Seit 2011 ließen Nikolaus Blome, ehemals Politikchef und stellvertretender BILD-Chefredakteur, und Jakob Augstein, Verleger der Wochenzeitung Der Freitag, bei Phoenix die politische Woche aus Berlin Revue passieren. Doch nun steht fest: Die Sendung „Augstein und Blome“ wird nicht mehr aus der Sommerpause zurückkehren. Diese Entscheidung teilte ein Sendersprecher dem Tagesspiegel mit.

    Dies hat folgenden Hintergrund: Nachdem er seine langjährige Tätigkeit bei der BILD beendet hat, ist Nikolaus Blome seit Mai als politischer Kommentator für RTL und n-tv tätig. Damit nicht genug: Blome wird ab September Leiter des Ressorts Politik & Gesellschaft in der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL. Dies war offenbar nicht mehr mit einer Mitwirkung bei der wöchentlichen Sendung beim öffentlich-rechtlichen Sender Phoenix vereinbar.

    Derzeit denkt Phoenix über ein Nachfolgeformat zu „Augstein und Blome“ nach. Darüber soll in den nächsten Wochen entschieden werden. „Wir werden die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren“, so ein Sendersprecher gegenüber dem Tagesspiegel.

    Nikolaus Blome bestätigte seinen Abschied von der Phoenix-Sendung auf Twitter:

    „Augstein und Blome“ war eine zehn- bis 15-minütige Sendung, die seit dem 21. Januar 2011 wöchentlich bei Phoenix ausgestrahlt wurde. Augstein und Blome lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch, indem sie über das politische Thema der Woche debattierten. Besondere Würze kam dadurch zustande, dass Augstein den linksprogressiven Part übernahm, während Blome den liberalkonservative Ansatz vertrat. Die letzte Ausgabe, der Halbjahresrückblick, wurde am 12. Juli 2020 online vorab veröffentlicht und lief im August bei Phoenix.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Kienzle und Hauser waren um Längen besser.
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        Mir fiel es immer schwieriger über die Jahre Augstein zuzuhören. Obwohl es ja zu den Tugenden einer vernünftigen Diskussion gehört auch die nicht konservative Gegenseite zu hören. Aber naja...

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