In der Episode „Wald“ berichtet Madeleine Thien, mit chinesisch-malaysischen Wurzeln, die an Kanadas Westküste aufgewachsen ist, wie ihre Eltern, Einwanderer aus Hongkong, mit starkem Rassismus zu kämpfen hatten. Vancouver spielt eine zentrale Rolle in Madeleines Werk. „Vielleicht“, so sagt sie, „liebe ich diese Stadt so sehr, weil meine Eltern sich so bemühten, hier heimisch zu werden.“ Madeleine Thien ist eine von Kanadas gefeiertsten Schriftstellerinnen, mit vielen Literaturpreisen, war für den „Man Booker Prize“ nominiert und ihre Werke sind in über 25 Sprachen übersetzt. Katherena Vermette lebt in Winnipeg, wo die Wälder des Ostens Kanadas auf die Prärien
des Westens treffen.
Sie gehört zu den Métis, einem indigenen Volksstamm, der schon lange vor der Entstehung Kanadas in dieser Region zuhause war. Sie stehen im Zentrum von Katherenas Schreiben, denn sie leisten seit Jahrhunderten Widerstand gegen die Kolonialisierung. Wald und Bäume sind Katherenas poetische Wurzeln, aus denen so viel mehr entwachsen ist. Grund für Catherine Lerouxs Liebe zu Montreal in Quebec sind die riesigen und uralten Bäume: „Sie prägen die Art, wie ich schreibe und Metaphern entwerfe. Die Natur und der Wald sind immer präsent …“ Catherine Leroux schreibt in Französisch und ist Autorin von drei mehrfach ausgezeichneten Büchern. (Text: arte)
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