Das ist ein Kunst-Krimi: Es geht um Millionen und die Echtheit von Bildern. Markus Roubrocks ist überzeugt: Er besitzt ein echtes Bild von Vincent van Gogh. Und genau diese Überzeugung treibt ihn an. Es ist der Kampf seines Lebens. Sein ganzes Geld hat er investiert. In Gutachten und Prozesse. Schon sein Vater hat darum gerungen, dass dieses Gemälde offiziell als echt anerkannt wird. Peter Zachmyc ist überzeugt, auch er hält einen Original-van-Gogh in den Händen. Es soll eine Vorstufe zu dem Sonnenblumenbild in der Münchener Pinakothek sein. Zu beiden Bildern gibt es wissenschaftliche Unterlagen, zum Beispiel über die chemische Zusammensetzung der Farben und ihre Herkunftsgeschichte. Aber das reicht nicht, denn es gibt nur einen Ort auf der
Welt, der bestimmen darf, ob das Bild ein „van Gogh“ ist oder eben nicht: das Van Gogh Museum in Amsterdam. Bekommt ein Bild von dieser Institution das Echtheits-Zertifikat ist es auf einen Schlag Millionen wert. Im Van Gogh Museum wird das Erbe des berühmtesten niederländischen Malers Vincent van Goghs gehütet , ausgestellt und erforscht. Doch es ist Peter Zachmyc noch nicht gelungen mit dem Bild ins Museum zur Begutachtung zu kommen und Markus Roubrocks wirft der Institution unseriöses Arbeiten vor und hat das Museum verklagt. Die Reporter Helge Drafz und Tanja Reinhard schildern den Kampf der beiden Männer um die Anerkennung der Echtheit ihrer Bilder. Denn noch sind sie nichts weiter als billige Kopien. (Text: WDR)