Wer spinnt denn da, Herr Doktor?

    D 1982 (81 Min.)
    • Komödie

    Otto Sander als rotblonder Irrenanstaltsinsasse „Patient Nr. 7“ auf den Spuren von Einer flog über das Kuckucksnest. Als jener Patient langweilt er sich in einer Nervenheilanstalt zu Tode. Vor Jahren wurde er hierhin eingeliefert, weiß aber bis heute nicht, warum. Irgendwann wird es ihm einfach zu dumm. Als eine Malerkolonne die Anstalt neu streichen soll, nutzt Nr. 7 deren Mittagspause, zieht Malerklamotten an und spaziert seelenruhig am Pförtner vorbei in die Freiheit. In der Außenwelt angekommen, löst er unter den „Normalos“ bald ein ziemliches Durcheinander aus. Von unerschütterlicher Grundfreundlichkeit wirkt Nummer 7 auf die Menschen, die ihm begegnen, wie ein unwirklicher Fremder, der jedoch zumeist ein heilloses Chaos hinterlässt. Das Durcheinander beginnt mit einem Mercedes, der ihm „anvertraut“ wird, in einem Kaufhaus wirbt er für eine Wodkamarke namens Karamasov, dann versucht sich als Taxifahrer und wird mit seiner Schlafstelle, einem Lkw, an den Schauplatz eines Verbrechens gefahren. Schließlich begegnet er auch noch seinem eigenen Chefarzt, dem Anstaltsleiter Prof. von Schög, und beide gehen gemeinsam in die Bongo Bar. Die Begegnungen mit Nr. 7 führen mehrfach zum Streit der Menschen untereinander, infolge dessen ein Auto zerbeult und schließlich auch eine ganze Wohnungseinrichtung zerlegt wird. Selbst Nummer Siebens Versuch auf Rollschuhen einem selbstmordwilligen Mann im Affenkostüm das Leben retten zu wollen, endet nicht eben ideal: Beide stürzen über die Balkonbrüstung eines Mietshauses in die Tiefe und landen jedoch immerhin in einem aufgespannten Sprungtuch. Auf seinem Weg in die Freiheit stößt Nummer 7 auch mehrfach auf die schöne Marlene, eine junge aber auch etwas irrlichternde Frau, die von seinem Wesen zutiefst beeindruckt ist. Deren Ehemann, einem hitzköpfigen Zeitgenossen, passt dies überhaupt nicht in den Kram und bald tobt er vor Eifersucht. Am Ende, nachdem Nr. 7 die Welt „da draußen“ gründlich auf den Kopf gestellt hat, stellt sich heraus, dass nicht der vermeintlich „Irre“ durchgedreht ist, sondern die vorgeblich „Normalen“, die mit der Gutgläubigkeit und Friedfertigkeit, der Aufrichtigkeit und der Sanftmut des ruhigen Ausbrechers einfach nicht umgehen können. Nach langen Irrwegen findet der Patient wieder zurück in sein „Zuhause“, wird aber schließlich als geheilt entlassen und kann in Freiheit endlich seine Traumfrau in die Arme schließen.

    Dieser Text basiert auf dem Artikel Wer spinnt denn da, Herr Doktor? aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

    Deutscher Kinostart31.03.1983

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