Schicksal bleibt stumm
- D 1992 (82 Min.)
- Biographie
- Dokumentation
- Fernsehfilm
- Geschichte
Die 80-jährige Betty Voss schildert ihr Leben – ein Schicksal zwischen Fürsorge, Psychiatrie, Arbeitshaus und KZ – und ein Stück deutsche Geschichte, erzählt aus einer von der Allgemeinheit kaum wahrgenommenen Perspektive. Eine alte Frau erzählt von fast unglaublichem Unrecht, von totaler Chancenlosigkeit, von einem Leben wie eine negative Perlenkette, auf der sich eine Grausamkeit an die andere reiht. Aber sie tut das mit unzerstörtem Lebensmut und funkelnder Menschlichkeit.
Ein Lebenslauf:
Luise Berta Leue, spätere Betty Voss
Tagelöhnerkind
Geboren: 25. Januar 1911
Vater erschlägt Mutter, als Betty fünf Jahre alt ist
Stiefmutter misshandelt die Kinder
Betty läuft weg
Der Geliebte kommt ums Leben
Entbindung im Polizeigefängnis
Harte Arbeit ohne Lohn
Ausreißen
Fürsorge
Ehe mit einem Alkoholiker
Prügel und Armut
Zwei weitere Kinder
Druck der Behörden
Entmündigung
Einweisung in Nervenheilanstalt
Arbeitshaus
Konzentrationslager
Überleben
Endlich: Aufhebung der Entmündigung
Leben in einer Gartenlaube
Niemand will den KZ-Aufenthalt glauben
Erst kurz vor ihrem Tod eine kleine „Entschädigung“ und Rente
Gestorben: 20. Mai 1991 (Text: ZDF)
Barbara v. Poschinger, ausgebildete Fotografin und Cutterin, arbeitete u. a. mit Edgar Reitz und Istvan Bury zusammen. Bevor sie 1988 mit der Arbeit an „Schicksal bleibt stumm“ begann, war sie als Autorin und Regisseurin hauptsächlich für den NDR tätig. Parallel zu der vierjährigen Beschäftigung mit Betty Voss wirkte sie an verschiedenen Industriefilmen mit und besorgte u. a. den Schnitt bei mehreren Folgen der ZDF-Sendereihe „Terra X“. (Text: ZDF)
- gezeigt bei Das kleine Fernsehspiel
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