Razzia in St. Pauli
- D 1932 (64 Min.)
- Drama
Der Einbrecher Matrosen-Karl ist nach einem Schaufensterdiebstahl bei einem Juwelier auf der Flucht vor der Polizei. Er versteckt sich bei der Prostituierten Ballhaus-Else. Else ist mit ihrem Leben unzufrieden und fasst den Entschluss, mit Matrosen-Karl St. Pauli zu verlassen. Der daraufhin folgende Liebesakt wird nur angedeutet, indem ein Teddybär auf eine Puppe geworfen wird. Um sich von ihrem gutmütigen Lebenspartner, dem Barpianisten Musiker-Leo zu verabschieden, begeben sich Else und Karl in die Kongo-Bar. Dort wird die Nacht über viel getanzt und getrunken, bis die Polizei auf der Suche nach Karl dort eintrifft und ihn nach einigem Gerangel schließlich festnimmt. Else geht mit dem betrunkenen und müden Leo nach Hause, und alles scheint wieder seinen gewohnten Gang zu gehen. Die spärliche Handlung wird eingerahmt von Szenen, in denen am Anfang des Films fünf Minuten lang romantische Impressionen vom Hamburger Hafen bei den Landungsbrücken gezeigt werden, untermalt mit passender, seemannsliedtypischer Akkordeon-Musik. Man sieht Hafenarbeiter, untermalt mit der Musik von dem Lied Heer der Hafenarbeiter, sowie Impressionen der Großen Freiheit mit dem Hippodrom und der St.-Joseph-Kirche. Außerdem die Schmuckstraße mit dem chinesischen Restaurant Chop Shuy in der Schmuckstraße 18 und am Ende des Films wiederum Hafenarbeiter, die zur Arbeit gehen, teilweise überblendet mit einem sich gleichmäßig und monoton drehenden Antriebsrad einer Maschine, untermalt mit dem Marschlied vom Heer der Hafenarbeiter. Zwischen der Handlung sind gelegentlich Außenaufnahmen platziert, die zeigen sollen, wie die Zeit vergeht, und Impressionen in der Bar, die die Trostlosigkeit des Milieus darstellen sollen und sich zu einem bunten Treiben entwickeln. Hinzu kommen, um Spannung zu erzeugen, zwischendurch hin und wieder Orts- und Szenenwechsel zur Polizei, die zeigen sollen, dass es für Matrosen-Karl immer gefährlicher wird. Damit man weiß, um welche Polizeiwache es sich zum Schluss handelt, wird auch einmal das Schild der Polizeiwache 13 gezeigt. Als Übergänge zwischen anderen Orts- und Szenenwechseln dienen zeitweise Überblendungen, in denen zum Beispiel entweder tanzende Beine und bewegtes Wasser oder, etwas überblendungsreicher, die mit Leuchtreklame verzierten oder gekennzeichneten Häuserfassaden der Reeperbahn mit dem Panoptikum und dem Zillertal sowie tanzende Beine, Musiker und beschwingte Gäste unter anderem gezeigt werden, um das pulsierende Nachtleben St. Paulis darzustellen, untermalt mit zu den Szenen passender Musik.
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