Prall im Leben

    E 2009 (Gordos)
    Spielfilm (108 Min.)
    Bild: mdr
    Prall im Leben – mdr
    „Wir werden uns jetzt ausziehen“, verlangt der Therapeut von seiner Gruppe Übergewichtiger gleich beim Kennenlernen. Er geht mit gutem Beispiel voran und die vier, die es ihm gleichtun und bleiben, nehmen den Kampf gegen die Pfunde auf. Dabei dreht sich alles weniger um Körperspeck als um Liebe und Sex, um Ängste, Illusionen und Schuldgefühle. Auch der gertenschlanke Therapeut ist nicht frei davon. Eine Gruppe Übergewichtiger hat sich beim gut aussehenden, schlanken Therapeuten Abel (Roberto Enríquez) versammelt, um mit seiner Hilfe möglichst viele Pfunde loszuwerden. Nachdem Abel ihnen erklärt, dass er ihnen keine Diät bietet, sondern eine gemeinsame Suche nach den Gründen für ihr Übergewicht, bittet er sie, sich auszuziehen. Einige verlassen empört oder verschämt den Raum, vier bleiben und stehen so zu ihrem Körper. Da ist Enrique (Antonio de la Torre), der viel Geld mit Werbung für Schlankheitspillen verdient, aber auch kräftig zugelegt hat und so seinen Job verlieren könnte. Leonor (María Morales), die als Informatikerin zu Hause arbeitet, versuchte während der Abwesenheit ihres Freundes die Einsamkeit mit zu viel Essen zu vertreiben, jetzt fürchtet sie, dass er sie nach seiner Rückkehr nicht mehr lieben wird. Sofía (Leticia Herrero) wiederum leidet unter ihrem streng katholischen Verlobten Álex (Raúl Arévalo), der nicht mit ihr vor der Ehe schlafen will und Diäten für Sünde hält. Andrés (Fernando Albizu), der bei der Spurensicherung der Polizei beschäftigt ist, möchte vor allem fitter und gesünder leben, auch seine Tochter Nuria (Marta Martín) hat Komplexe wegen ihrer überaus molligen Figur. Selbst der dünne Therapeut Abel kann im Privaten mit Dicksein nicht umgehen, das spürt er dramatisch, als der Bauch seiner schwangeren Freundin Paula (Verónica Sánchez) natürlicherweise immer größer wird. Fünf Geschichten, die vom Übergewicht im Alltag handeln. Regisseur Daniel Sánchez Arévalo hat eine skurrile Komödie mit bunten Charakteren gedreht, die zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie pendelt und die ihre Protagonisten nie denunziert. Er erzählt dabei – trotz viel nackter Haut – weniger vom Dicksein als vielmehr von den Schwierigkeiten, sich selbst zu akzeptieren. Um möglichst authentisch zu sein, wurde der Film verteilt auf ein Jahr in fünf Phasen gedreht, je nach Gewicht der Schauspieler. So nahm Antonio de Torre, der Enrique spielt, in vier Monaten 33 Kilo zu, vier Monate wiederum brauchte er zum Abnehmen. Bei María Morales als Leonor waren es 20 Kilo. Zwei der Schauspielerinnen, Leticia Herrero als Sofia und Marta Martín als Nuria, standen zum ersten Mal vor der Kamera. (Text: mdr)
    Deutsche TV-Premiere: 28.11.2011 MDR

    DVD und Blu-ray

    Sendetermine

    Do22.10.201500:20–02:10MDR
    00:20–02:10
    Do02.07.201523:35–01:25MDR
    23:35–01:25
    So31.03.201322:10–00:00MDR
    22:10–00:00
    Mo28.11.201123:00–00:50MDR
    23:00–00:50

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