Jan Dismas Zelenkas „Missa paschalis“ ist eine feierliche und formal kompakte Messvertonung. Vier Trompeten und Pauken verleihen diesem brillanten Beispiel Dresdner Hofmusik eine besonders festliche Stimmung. In seinen herausragenden geistlichen Werken für den Hof Augusts des Starken verbindet Zelenka archaische Satztechniken mit den modernsten Ausdrucksmitteln seiner Zeit zu hochexpressiven Schöpfungen. Mitte der 1720er-Jahre wurde er immer häufiger aufgefordert, die musikalische Leitung der Liturgie anstelle des Hofkapellmeisters Heinichen zu übernehmen, der 1729 an Tuberkulose starb. Zu Beginn des Jahres 1726 hatte er bereits sechs phantasievolle Messvertonungen für Dresden geschrieben. (Text: MDR)