Hunger

    GB/IRL 2008
    Dokumentation (92 Min.)
    Eine der illegalen Wasserstellen entlang der Pipeline, die durch das Land der Massai im Süden von Kenia läuft. In dieser Pipeline wird das Wasser vom Kilimandscharo direkt nach Nairobi gepumpt, wo es in Blumenfarmen benutzt wird. – Bild: SWR / © SWR/Eikon Südwest
    Einer von sieben Menschen weltweit geht hungrig zu Bett, alle fünf Sekunden verhungert ein Kind. insgesamt haben 850 Millionen Menschen zu wenig zu essen. 25.000 Menschen sterben täglich am Hungertod und seinen Folgen, das sind neun Millionen Menschen im Jahr. Eine erschreckende Bilanz. Die in den letzten Monaten enorm gestiegenen Preise für Lebensmittel und Rohstoffe wirken sich auf die Armen und Ärmsten der Welt dramatisch aus: Da die Bewohner zahlreicher Entwicklungsländer nur zum geringen Teil in der Lage sind, selber für ihre Ernährung zu sorgen bzw. im Lande seit langem vorwiegend für den Export produziert wird, sind sie auf Nahrungsmittelimporte angewiesen und können sich diese vielfach nicht mehr leisten. Seit Jahrzehnten kümmern sich große internationale Organisationen wie IWF, WTO, Weltbank, EU, G8 sowie staatliche, kirchliche und regierungsunabhängige Einrichtungen darum, das Problem „Hunger“ zu lösen. Doch die Zahl der Hungernden wächst – von Tag zu Tag. Hunger ist kein Naturereignis, keine unausweichliche Folge der Bevölkerungsexplosion. Seit 1870 hat sich die Weltbevölkerung etwa vervierfacht, die Lebensmittelproduktion hingegen fast verachtfacht. Die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN) belegt in einer Untersuchung aus dem Jahre 2004, dass zur Zeit etwa 10% mehr Lebensmittel produziert werden als man benötigt, um alle Menschen satt zu bekommen. Selbst eine Weltbevölkerung von 12 Milliarden (also doppelt so viele wie es heute gibt) würde kein prinzipielles Versorgungsproblem mit Nahrungsmitteln darstellen. Hunger ist auf menschliches Versagen zurückzuführen, ist Folge wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Fehlverhaltens von Menschen und Regierungen. Die Ursachen sind vielfältig: staatliches Missmanagement, Folgen von Globalisierung und Abschaffung von Schutzzöllen, Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen, Kriege. In manchen Regionen addieren sich diese Probleme zu besonders katastrophalen Szenarien .Natürlich gibt es Menschen, Firmen, die am Status Quo gut verdienen. Sind es multinationale Unternehmen und Rohstoffhändler, die das Elend stabilisieren? Sind es nicht auch vor allem die verhärteten politischen Strukturen der Entwicklungsländer und ihre Potentaten, die sich internationaler Hilfe verweigern? Der Film Der Dokumentarfilm „Hunger“ erzählt in fünf bis sieben Geschichten, warum es Hunger gibt und wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen. Die Geschichten, die hier erzählt werden, sind sehr nahe an den Menschen, die Hunger leiden oder diesen bekämpfen. Sie verdeutlichen das Problem Hunger und die Machtstrukturen, die dahinter stehen. Der Dokumentarfilm macht auf den globalen Zusammenhang des Themas aufmerksam. Ihm ist es ein Anliegen, nicht nur Missstände und Katastrophen zu benennen und aufzudecken, sondern auch die positiven Ansätze, das Problem Hunger zu lösen, deutlich werden zu lassen. Der Film soll nicht nur Betroffenheit, sondern auch Hoffnung auslösen.Hunger als Folge von Naturkatastrophen soll ausgeklammert bleiben. Nicht jedoch bewaffnete Konflikte sowie die Folgen des vom Menschen bedingten Klimawandels. Gleichermaßen soll das Thema Hunger in den industrialisierten Ländern nicht betrachtet werden. (Text: One)
    Deutsche TV-Premiere: 04.04.2012 arte
    Deutscher Kinostart: 13.08.2009
    Originalsprache: Englisch
    1. DVD und Blu-ray
    2. Sendetermine
    3. Cast
    4. Crew
    5. Reviews/Kommentare

    DVD und Blu-ray

    Sendetermine

      Do 30.03.2017
    01:10–02:40
    01:10–SWR Fernsehen
      Sa 16.07.2016
    09:30–11:00
    09:30–einsfestival
      Mi 13.07.2016
    09:00–10:30
    09:00–einsfestival
      Mi 13.07.2016
    05:30–07:00
    05:30–einsfestival
      Mi 17.12.2014
    01:05–02:45
    01:05–ORF III (Österreich)
      Di 25.03.2014
    23:05–00:35
    23:05–arte
      Sa 22.03.2014
    00:00–02:00
    00:00–CH TV (Schweiz)
      So 16.03.2014
    20:00–21:30
    20:00–CH TV (Schweiz)
      Mo 13.01.2014
    01:00–02:30
    01:00–hr-Fernsehen
      Mi 11.04.2012
    02:25–04:00
    02:25–arte
      Mi 04.04.2012
    23:20–00:50
    23:20–arte
      Mo 10.10.2011
    23:00–00:30
    23:00–SWR Fernsehen
      So 02.10.2011
    21:45–23:15
    21:45–3sat
      Fr 29.04.2011
    09:00–10:30
    09:00–einsfestival
      Fr 29.04.2011
    04:00–05:30
    04:00–einsfestival
      Do 28.04.2011
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    14:15–einsfestival
      Do 20.01.2011
    10:30–12:00
    10:30–einsfestival
      Do 20.01.2011
    05:35–07:00
    05:35–einsfestival
      Mi 19.01.2011
    15:45–17:15
    15:45–einsfestival
      Fr 29.10.2010
    09:00–10:30
    09:00–einsfestival
      Fr 29.10.2010
    04:05–05:35
    04:05–einsfestival
      Do 28.10.2010
    14:15–15:45
    14:15–einsfestival
      Mi 27.10.2010
    21:45–23:15
    21:45–EinsPlus
      Mi 27.10.2010
    20:15–21:45
    20:15–EinsExtra
      Mo 25.10.2010
    22:45–00:15
    22:45–Das Erste

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