Füür oder Flamme

    CH 2002
    Komödie (95 Min.)
    Lebensgefühl im urbanen Überfluss II : Mona Fueter als Tina, Stefan Gubser als Werber Heinz – Bild: SRF/Klaus Rozsa
    Tina Müller ist jung, Schauspielerin – und arbeitslos. Ihr Alltag besteht aus Klinkenputzen. Mitten im lebhaften Zürcher Szene-Stadtteil Westend hastet sie unermüdlich von Casting zu Casting. Abends serviert sie in einem In-Restaurant, um finanziell nicht von ihren beiden Liebhabern abhängig zu sein. Diese wissen nichts voneinander: Heinz , geschieden und Vater eines Sohnes, leitet eine gutgehende Werbeagentur; Olaf , der Heinz’ Sohn sein könnte, lebt in einer Loft, macht Musik und ist nebenbei der kreativste Pizzakurier der Stadt. Und wenn sie ihre Wohnpartnerin und beste Freundin Yolanda auch noch so sehr dazu drängt: Tina kann sich einfach nicht entscheiden.
    Die Tatsache, dass Tina – fast wie in Hollywood – über Nacht zum Star der TV-Soap «Flammende Herzen» wird, und andere Umstände machen ihr Leben nicht gerade leichter: Sie wird schwanger. Und das, obwohl ihr der Frauenarzt vor Kurzem schonend beigebracht hat, dass sie nie Kinder werde kriegen können. Doch wer ist der Vater? Heinz, dem schon einmal die Arbeit wichtiger war als die Familie – oder Olaf, der noch selber ein halbes Kind ist? Sie lässt vorerst beide im Glauben, der einzige, der richtige Vater zu sein.
    Auch der ihr wohlgesonnenen Produzentin Gret (Barbara-Magdalena Ahren) verheimlicht Tina ihre Schwangerschaft so lange es geht – aus Angst, aus der Serie geschrieben zu werden. Auf diesen Moment wartet Regisseur Albert nur, denn er findet Tina eine schlichte Fehlbesetzung. Am liebsten würde er ihre Figur ‚Sara‘ in der Soap Selbstmord begehen lassen – wenn sie nur nicht immer erfolgreicher würde. Kind und Karriere? Für eine Powerfrau wie Sara kein Problem. Das Publikum ist begeistert.
    Aber Tina wäre nicht Tina, wenn sie für das grosse Reinemachen nicht bis zum denkbar ungünstigsten Augenblick warten würde.
    Die Romantic Comedy aus der Feder von Domenico Blass («Ernstfall in Havanna») und Peter Luisi war die zehnte Produktion aus der Reihe «Fernsehfilme SF DRS». Sie widerspiegelt auf sommerlich-leichte Weise das Lebensgefühl und die Beziehungen heutiger Menschen in einem urbanen, vom Überfluss privater und beruflicher Möglichkeiten geprägten Umfeld. Gedreht wurde deshalb vor allem im Westen der Stadt Zürich. Dort hat sich in einer Rekordzeit von wenigen Jahren aus einem ehemaligen Industriequartier ein lebhaft pulsierendes Kultur- und Vergnügungsviertel entwickelt.
    Für Regisseur Markus Fischer und Mona Fueter ist «Füür oder Flamme» bereits die zweite Zusammenarbeit in einem Fernsehfilm von SF DRS nach «Big Deal». In zwei weiteren Hauptrollen spielen neben Stefan Gubser die beiden Newcomer Manuel Löwensberg und Liv Tullia. Eine Premiere in eigener Sache feiert Kurt Aeschbacher: Der TV-Moderator spielt zum ersten Mal überhaupt eine kleine Rolle in einem (Fernseh-)Film – sich selbst. (Text: SRF)
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