Eine ganz private Affäre

    F 2002 (Une affaire privée)
    Spielfilm (107 Min.)
    Eine ganz private Affäre – Bild: ZDF und Jean-Claude Lother
    Eine ganz private Affäre – Bild: ZDF und Jean-Claude Lother
    Privatdetektiv Manéri erhält den Auftrag, die verschwundene Studentin Rachel zu suchen. Kaum beginnt er mit seinen Recherchen, wird er von zwei Schlägern überfallen. Manéris besonderes Interesse weckt allerdings die beste Freundin der Vermissten. Als die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, geht die Polizei davon aus, es sei Rachel und schaltet sich wieder in den Fall ein. Rachel wird seit einem halben Jahr vermisst. Nachdem die Polizei die Suche aufgegeben hat, beauftragt ihre Mutter (Aurore Clément) einen Privatdetektiv, um nach ihrer Tochter zu suchen. Und François Manéri (Thierry Lhermitte) kennt sich mit Problemen aus: Privat schlägt er sich mit einer Ex-Frau samt unsympathischem Freund, einer Geliebten mit einem eifersüchtigen Mann und einer Menge Spielschulden herum. Obwohl die Chancen, die Vermisste zu finden, gering sind, beginnt François mit der Suche. Bald scheint er auf der richtigen Spur zu sein. Mit der besten Freundin der Vermissten, Clarisse (Marion Cotillard), beginnt er schon fast beiläufig eine Affäre. Als die Polizei nach dem Fund einer Frauenleiche wieder mit den Ermittlungen beginnt, wird François’ Arbeit deutlich erschwert. Trotzdem entdeckt er Hinweise, die zu einem Swinger-Club führen. Anscheinend hatte die Vermisste ein ausschweifendes Sexualleben. Der Privatdetektiv kommt immer mehr zu der Überzeugung, dass es sich bei dem Fall um ein Eifersuchtsdrama handelt. Dabei ist er der Wahrheit schon weitaus näher, als er ahnt. Der französische Kriminalthriller „Eine ganz private Affäre“ aus dem Jahr 2002 orientiert sich formell am Stil des „Film noir“ und präsentiert eine gleichermaßen spannende und intelligente Geschichte. Regisseur Guillaume Nicloux, der auch das ausgeklügelte Drehbuch schrieb, schafft es, die Charaktere mit immer neuen Facetten zu bestücken. Dabei wirken diese niemals künstlich und werden von einer Reihe überzeugender Darsteller präsentiert. Allen voran einer der beliebtesten Schauspieler Frankreichs, Thierry Lhermitte, der den zynischen und desillusionierten Privatermittler François durchweg authentisch darstellt. Ihm zur Seite steht die damals noch unbekannte Marion Cotillard als ebenso reizvolle wie undurchschaubare Clarisse. Cotillard wurde 2008 mit dem Oscar in der Kategorie „Beste Weibliche Hauptrolle“ für ihre grandiose Darstellung der Édith Piaf im Drama „La vie en rose“ ausgezeichnet. Danach erhielt die begabte Französin auch zunehmend Rollen in großen Hollywood-Produktionen. Zu sehen war sie unter anderem in Michael Manns „Public Enemies“ (2009), in „Inception“ (2010), in „The Dark Knight Rises“ (2012) von Christopher Nolan und in Woody Allens „Midnight in Paris“ (2011). Für „Zwei Tage, eine Nacht“ (2014) erhielt sie eine Oscar-Nominierung. (Text: ZDF)
    Originalsprache: Französisch
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