Die Killer

    USA 1946 (The Killers)
    Spielfilm (103 Min.)
    Ende einer Boxkarriere: Ole Anderson (Burt Lancaster, Mitte) in seinem letzten Kampf. – Bild: ZDF und Mark Hellinger
    Ende einer Boxkarriere: Ole Anderson (Burt Lancaster, Mitte) in seinem letzten Kampf. – Bild: ZDF und Mark Hellinger
    Ein ehemaliger Boxer lässt sich von zwei Killern erschießen. Dies ruft einen Versicherungsdetektiv auf den Plan, der die Hintergründe des Mordes untersucht. Versicherungsdetektiv Riordan wird mit einer gescheiterten Sportlerkarriere und einer großen Liebe konfrontiert, deren Verlust dem Boxer offenbar jeglichen Lebensmut genommen hat. Oscar-nominierter Film noir mit Burt Lancaster und Ava Gardner. Brentwood, New Jersey, 1946: Zwei Profikiller treffen in dem verschlafenen Provinznest ein und warten in Henry’s Diner auf die Ankunft von Ole Anderson (Burt Lancaster), einem Angestellten an einer Tankstelle, der gemeinhin „der Schwede“ genannt wird. Als dieser nicht erscheint, suchen sie ihn in seiner Pension auf, wo sie ihn wortlos und ohne auf Widerstand zu stoßen erschießen. Da „der Schwede“ eine Lebensversicherung über 2500 Dollar zu Gunsten des Zimmermädchens Queenie (Mary Ellen Daugherty) abgeschlossen hatte, soll Versicherungsdetektiv Jim Riordon (Edmond O’Brien) den Fall untersuchen. Von der begünstigten Erbin Queenie, die in einem Hotel in Atlantic City arbeitet, erfährt Riordon, dass „der Schwede“ vor sechs Jahren versucht hatte, sich in einem Hotelzimmer umzubringen, nachdem er von seiner Geliebten Kitty Collins (Ava Gardner) verlassen worden war. Hinweise auf Andersons frühere Kariere als Boxer führen den Privatdetektiv nach Philadelphia, wo er den einzigen Freund des „Schweden“ trifft, Sam Lubinsky (Sam Levene), einen Polizisten. Dieser weiß von Oles letztem Boxkampf, als dieser sich so schwer verletzt hatte, dass er seine Karriere aufgeben musste. Sams Frau Lilly (Virginia Christine) wiederum erinnert sich an des Schweden Liaison mit Kitty Collins, der Geliebten des Gangsterbosses Colfax (Albert Dekker), der Ole hoffnungslos verfallen war und die ihn in die kriminellen Machenschaften ihres Partners hineingezogen hatte. Als er am Ende erkennen musste, dass die Frau, die er geliebt und der er vertraut hatte, ihn gewissenlos benutzt hatte, war das Leben für ihn wertlos geworden. Riordon kann den Fall am Ende zwar lösen und eine gewisse Gerechtigkeit wiederherstellen, doch niemand nahm tatsächlich Anteil am tragischen Schicksal des geheimnisvollen „Schweden“. Mit „Rächer der Unterwelt“ gelang dem Filmteam um den deutschen Emigranten Robert Siodmak ein exemplarischer Film der „Schwarzen Serie“. Die Autoren – neben Anthony Veiller die weltberühmten Regisseure John Huston („Die Spur des Falken“) und Richard Brooks („Kaltblütig“), die allerdings aufgrund ihrer Verträge mit anderen Studios nicht im Abspann genannt werden durften – schufen das spannende Drehbuch nach einer Kurzgeschichte von Ernest Hemingway. Das Bild des gebrochenen, widerstandslos seinem Schicksal ergebenen Mannes, der sich in eine unergründliche, amoralische Frau, eine Femme fatale, verliebt, ist für viele Kritiker Schlüssel zum Verständnis der „Schwarzen Serie“ an sich geworden. Nicht nur inhaltlich, auch formal gilt „Rächer der Unterwelt“ mit seinen Rückblenden und Licht- und Schatteneffekten als ein Paradebeispiel für den film noir. Viel beigetragen zum dauerhaften Ruhm des Filmes hat auch die Besetzung: Burt Lancaster ist in seiner ersten Rolle überhaupt zu sehen. Seine souveräne Art sich zu bewegen und die Sinnlichkeit seiner Liebesszenen mit Ava Gardner verleihen dem Film eine bis auf den heutigen Tag unschlagbare Präsenz. Standbilder aus dem Film – Ava Gardner im kleinen Schwarzen, oder der berühmte Kuss zwischen Gardner und Lancaster – zieren nach wie vor viele Lokale und Cineastenwände. Beide Hauptdarsteller wurden nach dem Film zu Weltstars. Auch William Conrad, der den feisten Killer Max spielt, ist später durch seine Film- und TV-Auftritte (insbesondere in der Serie „Jake und McCabe – Durch dick und dünn“) ein internationaler Star geworden. Besondere Erwähnung verdient auch die oft zitierte Musik von Miklós Rózsa, dem Komponisten von „Ben Hur“, „Quo Vadis“, „Asphalt Jungle“, „Spellbound“, „Double Indemnity“ und anderen Filmen. „Rächer der Unterwelt“ wurde für vier Oscars nominiert und hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. (Text: ZDF)
    Originalsprache: Englisch
    Alternativtitel: Rächer der Unterwelt / Die Killer – Rächer der Unterwelt
    1. DVD und Blu-ray
    2. Sendetermine
    3. Cast
    4. Crew
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    DVD und Blu-ray

    Sendetermine

      Di 04.07.2017
    23:56–01:34
    23:56–3sat
      So 11.06.2017
    02:55–04:35
    02:55–ZDF
      So 17.01.2016
    02:10–03:50
    02:10–ZDF
      So 13.10.2013
    02:40–04:20
    02:40–ZDF
      Do 02.08.2012
    01:15–02:55
    01:15–ZDF
      Mo 30.01.2012
    14:45–16:25
    14:45–arte
      Di 24.01.2012
    14:40–16:25
    14:40–arte
      Mo 23.01.2012
    20:15–21:55
    20:15–arte
      Mo 22.08.2011
    02:20–04:05
    02:20–TNT Film
      Mi 27.07.2011
    09:20–11:05
    09:20–TNT Film
      So 19.06.2011
    15:20–17:05
    15:20–TNT Film
      Do 24.02.2011
    00:20–02:00
    00:20–TNT Film
      Sa 29.01.2011
    04:20–06:00
    04:20–TNT Film
      Fr 28.01.2011
    06:00–07:40
    06:00–TNT Film
      Do 22.04.2010
    00:05–01:45
    00:05–TNT Film
      Mo 15.03.2010
    06:00–07:40
    06:00–TNT Film
      Fr 26.02.2010
    00:10–01:50
    00:10–TNT Film
      So 20.11.2005
    08:55–10:40
    08:55–13th Street Universal
      So 20.11.2005
    03:55–05:35
    03:55–13th Street Universal
      Mo 23.05.2005
    01:55–03:35
    01:55–13th Street Universal
      So 22.05.2005
    09:55–11:35
    09:55–13th Street Universal
      Mo 25.02.2002
    01:25–03:05
    01:25–13th Street Universal
      Di 25.05.1999
    00:55–02:35
    00:55–WDR
      Sa 06.02.1999
    02:30–04:10
    02:30–N3
      Sa 14.03.1998
    23:55–01:35
    23:55–Bayerisches Fernsehen

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