Das älteste Gewerbe

    D 2010
    Dokumentation (88 Min.)
    Die Kurtisane Veronica Franco, verarmt und von Krankheit gezeichnet in Venedig – Bild: ARTE
    In der Hamburger Herbertstraße, im Pariser Bois de Boulogne oder in Amsterdam rund um die Oude Kerk wer sich Sex kaufen will, weiß, wo er das tun kann. Das Geschäft mit der Prostitution blüht in Europa. Allein in Deutschland gehen nach neuesten Schätzungen rund 400.000 Frauen professionell dem Ältesten Gewerbe der Welt nach. Was sind das für Frauen, die Sex gegen Geld anbieten? Was verkaufen sie: ihren Körper, eine Dienstleistung oder sogar Liebe? Und hat sich im Laufe der Jahrhunderte etwas an ihrem Ruf und ihrer Stellung in der Gesellschaft geändert, ist Sexarbeit nach Gesetzesreformen in einigen Ländern Europas für Einige zu einem ganz normalen Job geworden? Katja Esson und Uta Kolano sprachen mit Frauen in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien und Großbritannien und stellten fest: So unterschiedlich wie die Neigungen ihrer Kunden sind auch ihre jeweiligen Arbeitsbedingungen und persönlichen Einstellungen zu einem beruf, der oft genug in rechtlichen Grauzonen und im Verborgenen ausgeübt werden muss. Früher wie heute zwingt meist pure finanzielle Not die Frauen zur Prostitution. Und über die Jahrhunderte hinweg präsentiert sich ihr Erwerbszweig in den verschiedensten Erscheinungsformen, von der zerstörerischen Elends- bis hin zur teuren Edelprostitution. Im Gegensatz zu den angesehenen Hetären im alten Griechenland und den gebildeten Kurtisanen der höfischen Gesellschaft Europas gibt es von den hafen- und Straßenhuren vergangener Zeiten allerdings kaum Zeugnisse. Prostituierte bewegen sich durchweg immer am Rand der Gesellschaft. Egal, ob Prostitution in einer Gesellschaft akzeptiert, toleriert oder verfolgt wird, die Mehrheit betrachtet Huren durch alle Jahrhunderte als anstößig, unzüchtig, schmutzig und vulgär. Nicht die Kunden gelten als unmoralisch, sondern die Prostituierten. Auch im aufgeklärten Deutschland der Gegenwart, in dem seit dem Jahr 2002 Sexarbeit per Gesetz straffrei und sozialversicherungswürdig ist, halten sich die Vorurteile. Die Dokumentation „Ältestes Gewerbe Prostitution und Sexarbeit“ untersucht das Verhältnis von Macht, Geld und Moral und betrachtet die Stellung der Frau innerhalb dieses Spannungsverhältnisses im Verlauf der europäischen Geschichte. Sie schildert den Umgang der Freier mit Prostituierten, stellt Fragen nach Hygiene und Verhütung ebenso wie nach Entlohnung und Ausstiegsmöglichkeiten für die Frauen. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere: 22.12.2016 arte
    1. Sendetermine
    2. Cast
    3. Crew
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    Sendetermine

      Mi 03.05.2017
    23:25–00:55
    23:25–WDR
      Do 29.12.2016
    01:10–02:40
    01:10–arte
      Fr 23.12.2016
    00:15–01:45
    00:15–arte
      Di 08.09.2015
    23:30–01:00
    23:30–rbb
      Sa 25.05.2013
    09:15–10:45
    09:15–einsfestival
      Do 23.05.2013
    00:35–02:05
    00:35–einsfestival
      Mi 22.05.2013
    20:45–22:15
    20:45–einsfestival
      So 10.03.2013
    00:15–01:45
    00:15–Bayerisches Fernsehen
      Sa 22.09.2012
    10:45–12:15
    10:45–einsfestival
      Mi 19.09.2012
    09:05–10:35
    09:05–einsfestival
      Mi 19.09.2012
    04:05–05:35
    04:05–einsfestival
      Di 18.09.2012
    14:45–16:15
    14:45–einsfestival
      Mo 17.09.2012
    01:00–02:30
    01:00–arte
      Mi 29.08.2012
    21:45–23:15
    21:45–einsfestival
      Do 24.05.2012
    22:45–00:15
    22:45–rbb
      Di 09.08.2011
    22:15–23:45
    22:15–Phoenix
      Mo 01.11.2010
    23:15–00:40
    23:15–WDR
      Mo 15.03.2010
    01:20–02:50
    01:20–arte
      Do 11.03.2010
    01:20–02:50
    01:20–arte
      So 28.02.2010
    22:00–23:30
    22:00–arte

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