Alaska Highway – Pionierroute in die Wildnis

    D 2017
    Reise / Reportage (45 Min.)
     – Bild: BR/​SR/​Karl Teuschl

    Noch heute, rund 75 Jahre nach seinem Bau, ist der Alaska Highway die einzige Straßenverbindung nach Alaska. In nur sieben Monaten wurde die Wildnisstraße durch den hohen Norden Nordamerikas im Sommer 1942 vom US-Militär gebaut. Eine 2.400 Kilometer lange Piste durch unendliche Sümpfe und über noch namenlose Bergketten. Auf dem Highway sollte im Zweiten Weltkrieg Nachschub nach Alaska gebracht werden, um einen Angriff der Japaner abzuwehren. Seither hat sich die legendäre Fernstraße zu einer Route für Touristen und Trucker gewandelt, entlang der sich allerlei skurrile Charaktere angesiedelt haben. Ein Highway, der Geschichte und Geschichten vereint. Von seinem offiziellen Startpunkt in Dawson Creek folgt das Kamerateam dem Alaska Highway durch die einsamen Ausläufer der Rocky Mountains in British Columbia und durch das Yukon Territory immer weiter nach Nordwesten bis Alaska erreicht ist. Trotz des Namens verläuft die legendäre Fernstraße nämlich zum größten Teil durch Kanada – nur das Ziel heißt Alaska. Beim Bau wurde die Straße noch „Alcan Highway“ genannt, Alaska-Canada Highway. Damals war die Piste noch weit kurviger, um eventuellen Fliegerangriffen der Japaner den Beschuss von Militärkonvois zu erschweren. Heute die Strecke längst begradigt – und um 50 Kilometer kürzer. Großartige Naturlandschaften umrahmen den Highway, bis heute weitgehend unberührt. Die nördlichen Rocky Mountains sind die Heimat von Elchen und Karibus, Bergschafen und Wölfen. Nur 30.000 Menschen leben heute hier in einer Region so groß wie Deutschland. Auch der höchste Berg Kanadas, der 5959 Meter hohe Mount Logan, liegt am Weg. Seine gewaltigen Gletscher sind das Ziel von Buschpiloten, die hier sogar auf Skiern landen können. Aber es sind nicht nur große Panoramen, sondern auch Details und Hintergründe, die die Highwayfahrt zur spannenden Reise werden lassen: Im Yukon Territory bei Whitehorse kreuzt die alte Route der Goldgräber auf dem Weg zum Klondike den Highway. Dort arbeitete einst Jack London auf dem Fluss als Lotse. In Watson Lake steht noch der Flugzeughangar aus dem Zweiten Weltkrieg, über den damals Bomber über die Beringstraße zur Rußlandfront nach Europa geflogen wurden. An diese Luftbrücke erinnert auch noch ein großes Denkmal in Fairbanks, Alaska. Hinzu kommen interessante und auch skurrile Charaktere, die den Film bereichern: ein indianischer Künstler, der auch in der modernen Welt seine Wurzeln nicht verleugnen will, ein seit 50 Jahren hier arbeitender Wirt eines klassischen Roadhouse, ein österreichischer Schlittenhundezüchter – und ein Norweger mit einem Kinderwagen, der den ganzen Alaska Highway zu Fuß geht. (Text: SWR)

    Deutsche TV-Premiere04.01.20183sat

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