15 Folgen

  • Folge 1 (25 Min.)
    Clémence ist 29 Jahre alt und von Beruf Illustratorin. Sie begleitet ein Archäologenteam des Forschungszentrums CNRS auf einer Ausgrabungskampagne in die Region Rio Bec, eine Hochburg der Maya-Zivilisation. Höhepunkt des Abenteuers ist die Erkundung eines gewaltigen Palastes. Dort stößt das Team am Fuß einer Tempelpyramide auf Überreste einer verborgenen Grabstätte. Versteckt zwischen Bäumen liegen Dutzende von Ruinen in einem mehrere Hektar großen Wald. Bereits seit 2002 haben Archäologen die Bauten von der wuchernden Vegetation befreit, doch damit noch längst nicht alle Geheimnisse des Rio Bec gelüftet. Clémence interessiert sich für alles, was mit Kultur zusammenhängt, aber sie hat zuvor noch nie archäologische Forschung betrieben. Unter der sengenden Sonne Mexikos macht sie sich in kurzer Zeit mit den verschiedenen Ausgrabungstechniken vertraut. Sie muss ihre Angst vor Insekten überwinden, um Dominique Michelet und Marie-Charlotte Arnaud auf ihrer Reise in die Maya-Vergangenheit zu folgen. Gemeinsam mit den Forschern baut sie eingestürzte Mauern wieder auf und restauriert Stuckdekore. Und Clémence hat Glück, denn sie darf den Fund eines Weihrauchgefäßes im Boden einer Tempelpyramide sowie die Ausgrabung eines tausend Jahre alten Skeletts miterleben. Für Clémence ist die Expedition ein einzigartiges Erlebnis, bei dem sie helfen kann, einige Geheimnisse der Maya-Kultur zu lüften und Einblick in einen schwierigen und anspruchsvollen Beruf bekommt, dessen Realität mit den Abenteuern von Indiana Jones nur sehr wenig gemein hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 02.12.2007 arte
  • Folge 2 (26 Min.)
    Sandra ist Mutter von zwei Kindern und arbeitet als Kontrolleurin bei der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Sie begleitet drei Mitarbeiter des Forschungszentrums CNRS auf eine Polarexpedition nach Spitzbergen. In nur fünf Tagen muss das Team auf dem Eis eine Messvorrichtung aufbauen, mit der die Ursachen für das Schmelzen des Packeises untersucht werden sollen. Sandra wird dabei bewusst, was der Klimawandel für die Erde tatsächlich bedeutet. Nach der Landung des Flugzeugs laden die Expeditionsteilnehmer das per Schiff eingetroffene Material auf Schlitten. Am nächsten Tag geht es auf Motorschlitten durch die eisigen Weiten Spitzbergens. Acht Stunden benötigt die Gruppe, um die 120 Kilometer zu ihrem Ziel zurückzulegen. Dabei müssen sie drei Gletscher überwinden. Auf der anderen Seite der Insel fahren die Teilnehmer zur „Vagabond“, einem im Packeis gefangenen Segelschiff, das ihnen während der Mission als Stützpunkt dient. Jeden Tag brechen sie von dort zu ihren Forschungsarbeiten im Packeis auf. Am 24. März, einem Samstag, erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Das Team hat nur wenige Stunden Zeit, um den eigens für diese Mission entwickelten Messgeräte-Prototyp „Ice T“ im Wasser zu versenken. Alle helfen mit. Sandra bohrt Löcher ins Eis, während die Forscher die Instrumente im Wasser anbringen. Am nächsten Tag entdeckt Sandra als Erste, dass Tauwetter eingesetzt hat. Schnell schlägt sie Alarm. Über Nacht hat der Wind das Eis zum Schmelzen gebracht. Die Instrumente der Wissenschaftler sind auf Nimmerwiedersehen im arktischen Meer verschwunden. Das ist das Ende der Mission, das Team muss nach Hause fahren. Doch einige Tage später fischt ein Schiff die Instrumente auf und die Messdaten können gerettet werden. Sandra kehrt nach ihrem Expedtionsabenteuer mit einem gesteigerten Bewusstsein für das empfindliche Gleichgewicht unserer Erde zu ihrer Familie und in ihr altes Leben zurück. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 03.12.2007 arte
  • Folge 3 (26 Min.)
    Uwe Wehling ist Familienvater und Abteilungsleiter für Wasserwirtschaft in Hamburg-Bergedorf. Seit langem träumt er davon, einmal seinem Alltag zu entfliehen. Ziel der Expedition, für die er ausgesucht wurde, ist die winzige Insel Carrie Bow Cay im Barrier Reef vor Belize, dem zweitgrößten Korallenriff der Welt. Auf dem 0,4 Hektar kleinen Inselchen unterhält das National Museum of Natural History in Washington DC gemeinsam mit dem Smithsonian Institut seit 1972 eine meeresbiologische Forschungsstation. Etwa zehn Tage wird Uwe dort verbringen. Gemeinsam mit dem Zoologieprofessor Jörg A. Ott von der Universität Wien wird er den Geheimnissen des Meeres auf den Grund gehen. Im Zentrum des Interesses der Wissenschaftler steht zurzeit ein kleiner unscheinbarer Wurm, der die Welt verändern könnte. Erste Tests ergaben, dass ein Proteinmolekül des Wurms in der HIV-Prophylaxe große Bedeutung haben könnte. Die Wissenschaftler haben bereits ein Patent darauf angemeldet. Unter Anleitung der Forscher schnorchelt der Protagonist das Riff ab, auf konzentrierter Suche nach dem begehrten Objekt. Außerdem hält er nach Korallen Ausschau, die durch die globale Erwärmung und den Klimawandel verändert sind. Beim Tauchen begegnet er der wundersamen Unterwasserwelt, für die Belize weltweit berühmt ist. Delfine, Haie, riesige Fächerkorallen sowie unzählige, ihm unbekannte Fische und Pflanzen. Würmer und Korallen, die das Team eingesammelt hat, werden im inseleigenen Labor untersucht. Gelebt und gearbeitet wird in Holzhäusern im karibischen Stil, unterstützt von dem Stationsmanager und der einheimischen Köchin. Schon nach wenigen Tagen ist die kleine Wissenschaftscrew wie eine Familie zusammengewachsen. Selbst von einem Hai lässt sich das Team nicht aus der Ruhe bringen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 04.12.2007 arte
  • Folge 4 (26 Min.)
    Antonie Kurtz lebt in Berlin-Neukölln. Sie ist Geografiestudentin und jobbt nebenbei in einem Krankenhaus. Reisen ist ihre Lieblingsbeschäftigung, denn Antonie ist neugierig auf fast alles. Mit Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung an der Universität Kassel begibt sie sich auf eine Expedition an den Zufluss des Selenge-Flusses in der Mongolei. Mit dabei sind mongolische Studenten der Universität Ulan Bator. Die Expedition beginnt mit der gemeinsamen Reise in der Transmongolischen Eisenbahn. Von Ulan Bator aus geht es in die Unendlichkeit der Steppen, immer Richtung Baikalsee. Sobald sie im Basislager angekommen sind, wird Antonie eingespannt. Um sie herum unberührte Natur, kein Mast, keine asphaltierte Straße, unendliche Weite, nur blühende Pflanzen und Büsche – es ist Frühling in der Mongolei. Antonie hilft den Wissenschaftlern und Studenten, Fische zu fangen und sie zu vermessen. Das Team inventarisiert die Ufervegetation und die Kleinstlebewesen. Die Wissenschaftler untersuchen verschiedene zusammenhängende Probleme: Ungeklärt in den See geleitetes Abwasser und Goldabbau mit Zyanid, das die Gewässer belastet und die Trinkwasserversorgung gefährdet. Zusätzlich trägt der Klimawandel zur Verschärfung von Trockenheit und Dürreperioden bei. Doch es geht nicht nur um Wasser und Wissenschaft. Die Protagonistin Antonie Kurtz begegnet auch ungewöhnlichen Menschen, die ihren Blick auf die Welt verändern. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 05.12.2007 arte
  • Folge 5 (26 Min.)
    Caroline ist Zirkusakrobatin und macht zusätzlich eine Ausbildung zur Stuntfrau. Da bleibt ihr wenig Zeit, sich um das Schicksal aussterbender Tierarten zu sorgen. Doch mit ARTE reiste sie in den Kongo und beobachtete die Arbeit der Tierschutzorganisation HELP, die sich als einziger Verband auf der Welt für die Auswilderung von Schimpansen stark macht. Seit diesem Erlebnis sieht die junge Frau Tiere mit ganz anderen Augen. Das Abenteuer beginnt auf einem Markt in der Hafenstadt Pointe-Noire. Hier wird jeden Tag das Fleisch von Tieren feilgeboten, die Wilderer im Wald gefangen beziehungsweise erlegt haben – vor allem Schimpansen. Die ausgewachsenen Affen werden wegen ihres Fleisches getötet, die Jungen als Haustiere verkauft. Aliette Jamart von HELP kämpft seit Jahren gegen diese Praktiken und versucht, die Menschenaffen zu retten, indem sie den Jungtieren die Freiheit wiedergibt. Gemeinsam mit Aliette Jamart bringt Caroline das sieben Monate alte Affenbaby „Youbi“ in den Urwald zurück. Zunächst machen sie im so genannten „Reservat“ Station, ein Lager im Conkouati-Nationalpark. Caroline entdeckt, dass die gefangenen kleinen Schimpansen eine Ersatzmutter benötigen, um sich wieder an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen. So bringt sie ihnen bei, auf Bäume zu klettern. Anschließend bricht Caroline zum Stützpunkt „Triangle“ im tiefen Urwald auf. Dort werden die Schimpansen ausgewildert. Durch dichten Wald und Sümpfe, die von Blutegeln durchzogen sind, folgt Caroline den Schimpansen, die einen Sender an einem Halsband tragen. Ihr wird klar, wie schwierig es für diese Tiere ist, sich wieder an das Leben in freier Wildbahn zu gewöhnen. Schließlich kommt der große Tag: Caroline bringt Youbi in den Wald zurück. Aber das kleine Weibchen ist noch ein Baby und braucht eine Mutter, die es füttert und beschützt. Daher müssen nach Carolines Abreise freiwillige Helfer noch jahrelang bereit stehen, um aus Youbi einen selbstständigen, freien Schimpansen zu machen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 06.12.2007 arte
  • Folge 6 (26 Min.)
    Hoch in den Baumwipfeln des brasilianischen Regenwaldes nahe Recife richten sich zwei Biologen der Universität Ulm ihren Arbeitsplatz für den Tag ein. Begleitet werden sie von der Kommunikationstrainerin Kara Pientka. Das Forschungsgebiet liegt auf einer der größten Zuckerrohrplantagen des Landes. Der Besitzer ließ aus ökologischen Gründen zahlreiche Regenwaldinseln auf seinem riesigen Areal stehen. Und diese gilt es zu erforschen, denn der Rest des Regenwaldes scheint durch die Ausweitung der Plantagen bedroht. Zuckerrohr ist mittlerweile das wichtigste Agrarprodukt Brasiliens und auf der ganzen Welt gefragt, da es besonders ergiebig ist bei der Herstellung von Ethanol, dem Biotreibstoff der Zukunft. Bereits 50 Prozent der Autos in Brasilien fahren mit Ethanol. Der weltweite Bedarf an preiswertem Brennstoff wird immer größer und bedroht die Zukunft der letzten Regenwälder. Kara Pientkas Aufgabe besteht darin, gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Universitäten von Ulm und Recife herauszufinden, ob sich der Regenwald auf einem verhältnismäßig kleinen Gebiet regenerieren und reproduzieren kann. So untersuchen sie den Pflanzenzyklus von der Bestäubung bis zur Samenbildung. Die deutschen Biologen arbeiten dabei seit Jahren eng mit einheimischen Wissenschaftlern zusammen. Für Kara Pientka erfüllen sich mit ihrem Auftrag gleich zwei Träume. Sie kommt mit Pflanzen und Tieren des tropischen Regenwalds in Kontakt und gleichzeitig kann sie wissenschaftlich arbeiten. Sie hat nur eine Befürchtung: die Begegnung mit giftigen Schlangen und Riesenspinnen, denn vor denen hat sie eine Höllenangst. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 10.12.2007 arte
  • Folge 7 (26 Min.)
    Ridouane ist Ingenieur, und Tiere sind seine Leidenschaft. Er hatte sich schon lange gewünscht, die Lemuren Madagaskars in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Gemeinsam mit CNRS-Forschern der Abteilung Umwelt und nachhaltige Entwicklung reist er an der Nordwestküste der Insel entlang, auf den Spuren des braunen Makis, einer Lemurenart. Der Genetiker Philippe Barazer erforscht die Entwicklung dieser äußerst bedrohten Tierart, um ihre Überlebenschancen zu beurteilen. Um an das Erbmaterial der Tiere zu kommen, gibt es nur eine Möglichkeit: Man muss ihnen ein paar Haare ausreißen. Leichter gesagt als getan! Zunächst müssen die kleinen Halbaffen mit einem Blasrohr betäubt werden. Ridouane hat sich gut mit diesem Instrument vertraut gemacht, doch die Makis sind misstrauisch und bleiben außer Reichweite. Nach einer Woche hat das Team noch kein einziges Tier gefangen. Also zieht die Forschergruppe weiter, bis zu einem Wald in einem entlegenen Winkel der Insel. Nach stundenlanger Fahrt im Jeep, im Einbaum und sogar im Zebukarren kann das Team sein Lager aufschlagen und die Suche nach den Makis fortsetzen. Zwar zeigen sich einige Tiere, lassen sich aber nicht fangen. Erst auf dem Rückweg finden die beiden Männer ein Tier. Es ist in einem Garten an einem Baum angebunden. Ridouane war mit dem Wunsch aufgebrochen, eine der seltensten Tierarten der Erde in freier Wildbahn erleben zu können. Wie bedroht jedoch ihre Existenz ist, erlebt er vor Ort auf Madagaskar, wo die Makis durch Bejagung und Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums immer seltener werden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 11.12.2007 arte
  • Folge 8 (26 Min.)
    Nicolas lebt bei Montpellier und ist in der Gebäuderenovierung tätig. Mit ARTE war er zwei Wochen lang mit dem Schiff auf dem Amazonas unterwegs. Er begleitete ein Team des Pariser Forschungsinstituts für Entwicklung (IRD), das den Geheimnissen des Flusses auf der Spur war und hydrografische Messungen durchführte. Im Hafen der brasilianischen Stadt Manaus trifft Nicolas die Expeditionsleiterin Frédérique Seyler. Sofort nach seiner Ankunft muss er kräftig mit Hand anlegen, bei den letzten Vorbereitungen helfen und auf Deck seine Hängematte aufschlagen. Dann legt das Forschungsschiff ab, und Nicolas ist zum ersten Mal in seinem Leben auf dem sagenumwobenen Amazonas. Der Fluss führt gerade Hochwasser, und das Forscherteam hat eine ausführliche Messkampagne geplant. So können die Wissenschaftler vom IRD die Entwicklung des Flusses Jahr für Jahr verfolgen und feststellen, wie sich die Klimaerwärmung auf den Amazonas auswirkt. Jeden Tag ist Nicolas mit einem anderen Mitarbeiter des Teams unterwegs, um Daten zu erheben und Proben zu nehmen. Dabei geht es um die Höhe des Flusses über dem Meeresspiegel, die Wasserfarbe und die Durchflussmenge, alles wird genau aufgezeichnet. Doch Nicolas lernt nicht nur auf technischem Gebiet viel Neues, er erlebt vor allem den offenen, herzlichen Ton in einem Forscherteam, das sein Wissen gerne mit anderen teilt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 12.12.2007 arte
  • Folge 9 (26 Min.)
    Seit 2005 ist der Vulkan Karthala auf der Hauptinsel der Komoren erhöht aktiv und stellt eine unmittelbare Bedrohung für die Inselbewohner dar. Weil nur wenig über den Karthala bekannt ist, wurde von der Universität der Insel Réunion und dem Pariser „Institut de physique du globe“ eine umfangreiche Forschungsmission organisiert. Die Expedition beginnt im Morgengrauen mit einem anstrengenden Fußmarsch. Olivier und die 15 Forscher, begleitet von 40 Soldaten, sind sieben Stunden unterwegs, bis sie den 2.300 Meter hohen Vulkangipfel erreichen. Der Aufstieg beginnt im Urwald und führt über die kahlen Hänge des Vulkans. Dort schauen nur noch die Wipfel toter Büsche aus der Asche hervor. Am Ziel angelangt, stellt Olivier fest, dass er über eine Woche in einer Stein- und Aschewüste am Rand eines 300 Meter tiefen rauchenden Schlundes verbringen wird. Er begleitet die Forscher täglich bei ihren geophysikalischen Messungen und geologischen Beobachtungen. Unter sengender Sonne erstellt das Team eine möglichst detaillierte Kartografie der potenziell gefährlichen Bereiche. Olivier wird dabei bewusst, wie mühsam, wenn auch interessant, die Kleinarbeit der Feldforschung ist. Am Ende des Abenteuers sind die Vulkanologen, von deren Arbeit er einst träumte, für ihn zu Freunden geworden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 13.12.2007 arte
  • Folge 10 (26 Min.)
    Zu Hause in Süddeutschland hält Katrin Weiss drei Stubentiger, eine gute Voraussetzung für die Expedition nach Namibia. Denn dort soll sie zehn Tage lang bei Africat mitarbeiten, einer Initiative zum Schutz und zur Erforschung von Großkatzen. Direkt hinter Katrins Zelt liegt das Gelände der Geparden. Hier leben Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können. Einige sind zu alt, andere haben nie zu jagen gelernt, weil sie im Zoo oder in Privatgehegen aufgewachsen sind. Die Fütterung der Raubtiere übernimmt Katrin. Etwas weiter entfernt warten einige Großkatzen auf die Auswilderung. Doch bevor sich für die Geparden und Leoparden das Tor in die Freiheit öffnet, muss klar sein, dass sie sich selbst ernähren können. Die Mitarbeiter von Africat beobachten deshalb das Verhalten der Raubkatzen: Wie nutzen sie ihr Revier? Gelingt es ihnen, selbstständig Beute zu machen? Weil sich die Tiere in einem riesigen Freigehege bewegen, sind die Beobachtungen nur mit einem kleinen Flugzeug möglich. Jeder Gepard trägt einen Sender und kann geortet werden. In Namibia sieht Katrin auch eine andere Seite des Naturschutzes. „Nur ein toter Gepard ist ein guter Gepard“, sagen viele Rinderfarmer. Michael Grensing zum Beispiel hat in diesem Jahr bereits 17 Kälber verloren. Deshalb steht auf seinem Gelände eine Raubtierfalle. Die Mitarbeiter von Africat wollen die Farmer davon überzeugen, die Katzen nicht mehr abzuschießen. Hat ein Farmer eine Raubkatze gefangen, holen sie das Tier ab, um es in einer verlassenen Gegend wieder auszusetzen. Geparden sind vom Aussterben bedroht, doch durch die Arbeit von Africat und ähnlichen Initiativen steigt ihre Zahl zumindest in Namibia seit einiger Zeit wieder an. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 14.12.2007 arte
  • Folge 11 (26 Min.)
    Laos gilt als das Land der Millionen Elefanten. Doch bald könnte es sein nationales Wahrzeichen verlieren. Wenn die bisherige Entwicklung anhält, könnten die gutmütigen Dickhäuter 2030 ausgestorben sein. Es besteht also Handlungsbedarf. In Laos begleitet die junge Sarah die französische Organisation Elefantasia, die mit ihrer mobilen tierärztlichen Versorgung den Trend umzukehren versucht. Am Anfang ist es nur eine Reise entlang des Mekongs im Herzen des tropischen Regenwaldes, aber am Ende hat Sarah eine andere Sicht auf die Dinge gewonnen. Nach und nach wird ihr bewusst, dass hinter dem Schutz des Regenwaldes und der Elefanten Männer, Frauen und Kinder stehen, die um ihr Überleben kämpfen. Sie erkennt, dass der Umweltschutz nur dann seinen Namen verdient, wenn er den Menschen in den Mittelpunkt rückt. Die Reise nach Laos kommt für Sarah zum richtigen Zeitpunkt. Schwankte sie bislang zwischen der Veterinär- und der Humanmedizin, so hat sie nun ihre Entscheidung gefällt: Sie wird Humanmedizin studieren. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 17.12.2007 arte
  • Folge 12 (26 Min.)
    Vanessa reist zwar nicht ans Ende der Welt, hat jedoch das Glück, eine der größten meeresarchäologischen Forschungsstätten in Frankreich kennen zu lernen. Gemeinsam mit einem Team der französischen Forschungsbehörde für Unterwasserarchäologie (DRASSM) erkundet sie zwei Wracks vor der Hafenstadt St. Malo. Bereits seit mehr als fünf Jahren untersuchen die Forscherteams der DRASSM an der Hafeneinfahrt das Wrack einer Fregatte aus dem 18. Jahrhundert an der Hafeneinfahrt. Es handelt sich um die größte unterwasserarchäologische Forschungsstätte im Atlantik. Erstmals haben Archäologen hier ein Korsarenschiff gefunden. Unter Wasser erblickt Vanessa die Überreste des Schiffes. Starke Strömung und schlechte Sichtverhältnisse erschweren die Suche, aber Vanessa passt sich schnell an diese Bedingungen an und macht bald ihren ersten Fund: einen Kochkessel. Sie ist stolz darauf, diesen Gegenstand entdeckt zu haben. Anschließend verfolgt sie, wie der Kessel restauriert wird – ein wichtiger Schritt zur Beschreibung und Konservierung der Objekte, die durch den langen Aufenthalt im Wasser brüchig geworden sind. Nach und nach findet Vanessa ihren Platz im Team und wird mit der Arbeit der Archäologen vertraut. Sie erfährt mehr über die spannende Geschichte der Freibeuter, erlebt mit, wie eine Kanone zutage gefördert wird und macht sogar eine eigene Entdeckung. Vor allem aber entdeckt die junge Lehrerin, dass das Forscherteam ebenso wie sie selbst Freude am Wissen vermitteln will. Die Archäologie wird für Vanessa zu einer neuen Leidenschaft. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 18.12.2007 arte
  • Folge 13 (26 Min.)
    Thomas Dohr ist 37 Jahre alt und Solartechniker in Mönchengladbach. Ohne Fachkenntnisse und ohne große Auslandserfahrung tritt er die dreitägige Reise zum Expeditionsziel Malawi, der Wiege der Menschheit, an. In Karonga im Norden Malawis erwartet ihn ein Grabungsteam. Unter der Leitung von Professor Friedemann Schrenk, einem international renommierten deutschen Paläoanthropologen, beginnt Thomas seine Arbeit als Grabungshelfer. 1991 fanden Professor Schrenk und sein Team dort den ältesten Knochen der Gattung Mensch: den Unterkiefer eines Hominiden. Bei sengender Hitze sucht und gräbt Thomas Dohr mit der Ausgrabungsmannschaft nach 2,5 Millionen Jahre alten Knochen. Skorpione, ein unbekannter nächtlicher Besucher sowie die Hitze und vor allem das langsame Tempo Afrikas lassen Malawi zu einem Härtetest für Thomas werden. Er lässt sich jedoch nicht entmutigen und gräbt weiter nach einem interessanten Fund. Wenigstens einen winzigen Knochen hofft er zu finden und siebt den Abraum am Ufer des Malawi-Sees. Eine malawische Kollegin scheint aber schon einen größeren Fund entdeckt zu haben. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 19.12.2007 arte
  • Folge 14 (26 Min.)
    Von Düsseldorf nach Panama City, das ist ein Sprung in eine andere Welt. Noch nie war Heidi Groß in Lateinamerika. Den tropischen Regenwald kennt die Geografin nur aus dem Fernseher. Zu Hause sitzt Heidi am Computer, in Panama wird sie im Dschungel schwitzen. Die Temperaturen im Soberania-Nationalpark liegen tagsüber bei 30 Grad, die Luftfeuchtigkeit steigt auf über 90 Prozent. In Panama warten zwei Biologen auf die Expeditionsteilnehmerin: Georg Pohland und Peter Mullen vom Zoologischen Forschungsinstitut und Museum Alexander König in Bonn. Die beiden erforschen am Rande des Panamakanals die kleinsten Vögel der Welt, die Kolibris. Wie flatternde Edelsteine surren die winzigen Geschöpfe von Blüte zu Blüte und bestäuben dabei die Pflanzen. Die Biologen interessieren sich für die verborgenen Kanäle, auf denen Vogel und Blüte miteinander kommunizieren. Signalisieren die Pflanzen ihren Bestäubern, dass der Pollen reif ist? Heidi will die Farbbotschaften der Pflanzen entschlüsseln. Mit süßem Zuckerfutter lockt sie die Kolibris so nahe heran, dass sie diese beinahe in die Hand nehmen kann – eine faszinierende Erfahrung. Und Kolibris sind nur eine von vielen Attraktionen. In Baumhöhlen nisten Papageien, und regelmäßig ertönt das Konzert der Brüllaffen. Kapuziner- und Klammeraffen hangeln sich durch das Geäst. Eine längst vergessene Straße, die Pipeline Road, führt mitten hinein in den Soberania-Nationalpark und endet irgendwann im tiefen Dschungel. Rechts und links der Straße bildet der Urwald eine dichte Mauer. Jeden Tag dringt die Expedition ein Stück weiter in die grüne Hölle vor. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 20.12.2007 arte
  • Folge 15 (26 Min.)
    Anita Köhler ist Landschaftsarchitektin und Naturpädagogin in Heidelberg und bestens vertraut mit der heimischen Flora und Fauna. Jetzt bekommt sie die Möglichkeit, die Natur in Äthiopiens Hochland zu erforschen. Mit dem internationalen wissenschaftlichen Team der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt reist sie in die ihr unbekannte Landschaft im Norden Afrikas. Ziel der Zoologen und Ökologen ist die Erhaltung des Ökosystems der Bale Mountains. Das ist auch für die Menschen viele hundert Kilometer entfernt in der somalischen Tiefebene überlebenswichtig. Im Mittelpunkt der Forschungsaufgabe steht jedoch der vom Aussterben bedrohte Äthiopische Wolf. Auf rund 4.000 Meter Höhe lebt die seltenste Caniden-Art der Welt, die durch Expansion der Landwirtschaft und Tollwut immer mehr gefährdet ist. Seit 2003 arbeiten die Forscher an Konzepten zum Schutz der Wölfe und am Aufbau der Infrastruktur des Nationalparks. Die Wissenschaftler und Anita brechen zu Pferde in das unzugängliche Hochland auf, um nach den letzten Rudeln der Roten Wölfe zu suchen, die wegen Tollwutgefahr regelmäßig kontrolliert werden müssen. Anita hilft den Biologen beim Aufspüren der seltenen Tiere, beim Erfassen der Flora und beim Vermessen der Wasservorkommen. Am Abend schlägt das Team bei eisigen Temperaturen das Nachtlager auf. Um die Zelte schleichen Wildhunde und andere Tiere, die Anita nicht kennt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 21.12.2007 arte
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